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Alt 10.10.2006, 13:05   #10 (permalink)
mondrian
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Standard AW: Nordkorea kündigt Atomwaffentest an

Es ist die alte Argumentation der Amerkaner, die Geschichte von der Achse des
Bösen, die Bush jetzt wieder aufgewärmt hat (Zitat Spiegel):
Zitat:
Nordkorea, so der Präsident, sei einer der führenden Lieferanten für Raketentechnologie. Syrien und Iran, die amerikanischen Gegenspieler in Nahost, langjährige Kunden.
Das mag, mit der Frage wie zeitgemäß und zuverlässig diese Raketen überhaupt
sein können, noch etwas nachvollziehbar sein, so (Zitat NZZ, 11. Dezember 2002)
Zitat:
Laut Mitteilung aus dem Weissen Haus gibt die USA die im Arabischen Meer beschlagnahmten Scud-Raketen an Jemen zurück. Die spanische Marine hatte im amerikanischen Auftrag am Montag ein nordkoreanisches Frachtschiff mit der versteckten Waffenlieferung abgefangen. Jemen konnte geltend machen, dass der Waffenhandel nicht gegen internationales Recht verstösst.
...
Die nordkoreanischen Scud-Raketen sind eine Weiterentwicklung der früheren sowjetischen Scud-Raketen, die auf Basis der im Zweiten Weltkrieg von deutschen Technikern gebauten V-2-Rakete entwickelt wurde.
Bush (Spiegelzitat) weiter:
Zitat:
Wenn künftig auch Nukleartechnik auf der Exportsliste stehe, so Bush, werde Amerika das als "ernste Bedrohung" betrachten. Und Nordkorea für alle Folgen "voll verantwortlich" machen.
Angesichts der Spekulationen dass Nordkorea den Test per TNT gefaked haben könnte
und der Berichte wie wenig waffenfähiges Material Nordkorea haben soll scheint es
unsinnig, dass ausgerechnet Nordkorea entspr. Technologien verkaufen soll. Da kämme
doch eher Pakistan (wenn nicht China) in Frage.

Zur Entwicklung der jetzigen Situation noch ein Zitat aus der Taz:
Zitat:
Seit Anfang 2002 wird Nordkorea - damals gemeinsam mit Irak und Iran - von Washington zur "Achse des Bösen" gezählt. Die Regierung Bush kündigte die Nichtangriffsgarantie, die die Clinton-Administration Pjöngjang im Genfer Abkommen von 1994 gegeben hatte; und seit Verabschiedung der neuen militärischen Sicherheitsstrategie vom September 2002 taucht Nordkorea in zahlreichen sicherheitspolitischen Dokumenten des Weißen Hauses als potenzielles Ziel präventiver Militärschläge der USA auf. Aus diesen Gründen stärkt das Verhalten Nordkoreas - anders als das Israels, Indiens und Pakistan - in Teheran und manch anderen Hauptstädten diejenigen Fraktionen, die in einer atomaren Bewaffnung des eigenen Landes den einzigen verlässlichen Schutz gegen einen militärischen Angriff sehen. Ganz getreu der Logik, dass die Vereinigten Staaten und Großbritannien Irak im Jahr 2003 niemals angegriffen hätten, wenn Saddam Hussein damals die von der angloamerikanischen Kriegspropaganda behaupteten Massenvernichtungsmittel tatsächlich gehabt hätte.
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