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Alt 27.09.2016, 18:00   #1 (permalink)
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Standard WiMiUs 4k im Test - Kamera für viel Action und wenig Budget

WiMiUs 4k - Kamera für viel Action und wenig Budget

Seit 2011 gibt es Actioncams auf dem Markt und bisher sind die Verkaufszahlen kontiniuerlich gestiegen. Laut Photoindustrie-Verband stieg die Anzahl an verkauften Actioncams zwischen 2014 und 2015 um fast 37 Prozent auf ca. 575.000 Einheiten.
Es ist also wenig verwunderlich, dass immer mehr Firmen versuchen den wachsenden Mark zu besiedeln und sich eine feste Kundschaft zu sichern. Neben Branchengrößen wie GoPro, Sony oder Rollei versuchen sich auch eher unbekannte Marken (meist aus Fernost) zu behaupten. Ein solcher Mitbewerber ist WiMiUs, von denen ich mir für Testzwecke eine WiMiUs 4k (im Internet auch unter Wimius Action Cam Q1 zu finden) organisiert habe.

Ich konnte mir die Kamera für einen Preis von 66€ organisieren - die Preisempfehlung liegt allerdings bei 119€. Hauptbestellargument war (wie der Name schon verrät) die vermeintliche 4k-Fähigkeit der Kamera. Doch wie gut ist eine 4k-Actioncam für diesen verhältnismäßig geringen Preis? Schließlich wirbt WiMiUs mit 4k@30fps und damit, dass die Kamera bis 40 Meter wasserdicht ist. Mit all diesen Features kostet die Konkurrenz den renomierten Häusern das vier- bis fünffache.

Features



Verpackung & Zubehör

Geliefert wird die WiMiUs in einem weißen Karton, welcher mit allerlei Informationen bedruckt ist und ein Sichtfenster besitzt. Durch dieses sieht man selbst im eingepackten Zustand die Kamera mit samt wasserdichten Gehäuse. Der Außenkarton ist angeschrägt - das sieht schick aus, erschwert aber das Wiederverschließen. Für den Karton wurde dickeres Material verwendet, was der Stabilität zu Gute kommt. Sollte das Paket also mal herunter fallen, muss man keine Angst haben gleich eine defekte Kamera zu entnehmen. Hier gibt es schon einmal keine Beanstandungen.



Hat man den Deckel einmal abgenommen, kommt die Kamera mit Gehäuse in einem durchsichtigen Kunststoffhalter sowie eine weitere Pappschachtel zum Vorschein. In dieser Schachtel ist das gesamte Zubehör für die Kamera enthalten. Auffällig ist dabei, dass jedes einzelne Zubehörteil selbst noch einmal in einer Tüte verpackt wurde. Dies verhindert sicherlich einige Kratzer an der Neuware, ist aber in meinen Augen unnötig.



Zubehör

An Zubehör legt WiMiUs eine Menge zur Kamera dazu. Neben den üblichen Verdächtigen wie Ladegerät, gibt es noch eine kleine Tasche und Putztuch für die Optik. Auch an Akkus hat WiMiUs nicht gespart. Ein Akku ist bereits in der Kamera vorinstalliert und zwei weitere liegen in der Zubehörbox, so dass man für längere Aufnahmesessions gewappnet sein sollte.
Für die Montage an den unterschiedlichsten Untergründen oder Kameraaufnahmen gibt es auch eine große Auswahl an Halterungen. So liegen zum einen mehrere Klebepads bei und zum anderen kann das Kameragehäuse mittels Rastfüße oder Montageadapter (einer davon lässt sogar eine rotatorische Positionierung zu) an nahe zu allen handelsüblichen Stativen montiert werden. Darunter befindet sich auch eine Halterung, in die Kamera ohne Gehäuse eingeklippt werden kann und dann auf einen Selfi-Stick geschraubt werden kann. Für Fahraufnahmen im PKW liefert WiMiUs einen gebogenen Halter, der etwas mehr Bodenfreiheit ermöglicht und mit einem Klebepad befestigt werden kann - für Aufnahmen mit zweirädrigen Gefährten gibt es eine Lenkerschelle. Eine Saugnapfhalterung oder ein Brustgeschirr sind allerdings nicht Umfang des Zubehörs - bei einem Preis von 66 € ist aber auch nicht zu erwarten. Auch eine MicroSD-Karte muss zusätzlich gekauft werden.
Gut ist die Beigabe eines zweiten Deckels für das Kameragehäuses. So hat man immer Ersatz, sollte die Dichtung einmal eine Beschädigung erhalten und die Dichtheit gegen Wasser nicht mehr gewährleistet sein. Alles in allem macht das Zubehör einen robusten Eindruck.



Aufbau

Das Gehäuse der WiMiUs 4k ist sehr kompakt gehalten und besteht aus einem dunklen Kunststoff. Dadurch bleibt auch das Gewicht mit 114 Gramm erfreulich niedrig. An der Front befindet sich die Linse sowie der ON-OFF-Schalter. Dieser wird bei angeschalteter Kamera gleichzeitig für die Modusauswahl genutzt. Die Optik der Kamera ist nicht weiter spezifiziert, ermöglicht aber ein 170°-Blickfeld - ein Wert der bei Actioncams eher Standard ist. Da dahinter ein 1/2.3"-Sensor steckt, sollte die Brennweite des Objektivs ungefähr 3,2 mm betragen. Ansonsten zieren die Front nur noch zwei Schriftzüge - Markenname "WiMiUs" und Modellbezeichnung "4k FullHD". Die Front besitzt eine glatte Oberfläche, welche dennoch matt ist. Dadurch fallen Fingerabdrücke weniger auf, feuchte oder fettige Tappser aber umso mehr.



Auf der Oberseite der Kamera ist lediglich ein OK-Knopf untergebracht. Dieser dient als Auslöser für Bild- und Videoaufnahme sowie als OK in der Menüführung. Daneben befindet sich eine LED zur Anzeige des WLAN-Status. Ist das WLAN aktiviert und verbunden, leuchtet diese orange. Das WLAN lässt sich über, einen an der linken Seite angebrachten, Taster aktivieren. Dieser dient gleichzeitig als "UP"-Schalter in der Menüführung. Darunter ist sein Gegenpart untergebracht. Komplettiert wird die linke Seite noch von einem kleinen Lautsprecher. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Konnektivität sicher gestellt. Die Kamera bietet einen USB- und einen HDMI-Anschluss sowie einen Slot für MicroSD-Karten. Auf einen internen Speicher wurde bei der WiMiUs 4k verzichtet. Knapp oberhalb der Aussparung für die Anschlüsse befindet sich das Mikrofon.



Am Boden der Kamera ist der Einschub für den Akku untergebracht. Die Abdeckung kann einfach heraus genommen werden, dafür wurde extra eine Aussparung vorgesehen. Der Deckel soll mit einer eigene Verriegelung gesichert werden. Diese hat bei dem mir vorliegenden Modell aber nur bedingt funktioniert. Für die leichte Entnahme des Akkus besitzt dieser eine fest verklebte Papierhülle mit einer kleinen Lasche. An dieser kann der Energiespeicher heraus gezogen werden - einen Auswurfmechanismus gibt es bei der WiMiUs 4k nicht.



Auf der Rückseite der Kamera befindet sich das zwei Zoll große Display und zwei Status-LEDs. Die untere LED zeigt den Betriebsstatus an - also ob die Kamera angeschaltet ist (LED leuchtet durchgehend) und ob die Aufnahme aktiviert ist (LED blinkt). Die Auflösung des Displays ist nirgends nachzulesen, reicht aber für eine grobe Bewertung der Szene und der Aufnahmen gerade noch aus. Am oberen Rand des Displays werden (von links nach rechts) der ausgewählte Kameramodus mit Auflösung, der verbleibende Speicherplatz auf der Speicherkarte, der Speicherkartenstatus, Informationen über WLAN-Status sowie der Ladestand des Akkus dargestellt. Der untere Rand zeigt den Mikrofonstatus sowie Datum und Uhrzeit.




Im Alltag - Nutzung & Akkulaufzeit

Aber kommen wir nun zur Kamera selbst. Schließlich interessiert es uns ja am meisten, wie sich die Kamera nutzen lässt und welche Ergebnisse mit möglich sind.

Handhabung

Zunächst einmal muss die Kamera natürlich in Betrieb genommen werden. Der vorinstallierte Akku hat natürlich keine Vorladung, weswegen er gegen einen vollen getauscht werden muss. Die MicroSD-Karte lässt sich einfach in den seitlichen Schlitz einschieben und sicher verrasten. Mit dem Power-Knopf wird die Kamera gestartet und kurz darauf gibt sie laute Töne von sich, die von der Einsatzbereitschaft künden. Dieser Ton muss so laut sein, damit man das Signal auch aus dem wasserdichten Gehäuse hört. Mittels dem gleichen Knopf kann auch der Modus durchgeschalten werden. Hier wechselt man zwischen Aufnahme 1 (Standard: 4k@30fps), Fotomodus, Zeitlupenaufnahme (Standard: 720p@120fps), Foto-/Videoanzeige und den Einstellungen durch. Man kann nicht hin- und herspringen, sondern muss alle Modi einmal komplett durchrollen.
Die Video- oder Fotoaufnahme kann durch den Knopf oben auf dem Gehäuse aktiviert werden. Dabei reagiert die Kamera angenehm schnell auf die Eingaben, wenn auch nicht komplett ohne Verzögerung. Hinsichtlich der Auslösegeschwindigkeit steht die 4k einem Smartphone aber in nichts nach.
Um das WLAN zu aktivieren kann man entweder den umständlichen Weg über die Einstellungen gehen oder man drückt einfach den Knopf an der linken Seite. Damit kommt man sofort in die WLAN-Einstellung und muss nun nur noch auf dem Smartphone die WiMiUs-App starten und mit der Actioncam verbinden. Hier merkt man der aber die Schwächen eines chinesischen Produktes. Dies App ist recht übersichtlich gestaltet, bietet aber einige Sprachbarrieren. Die Oberfläche ist in Englisch gehalten, Fehlermeldungen tauchen allerdings auch gerne in Chinesisch auf. Zudem herrscht im Android-Appstore einiges an Verwirrung. So findet man gleich zwei WiMiUs-Apps zur Steuerung der Kamera. Ich habe die App allerdings nur extrem kurz ausprobiert, da die Übertragung zwar konstant ist, die Übertragungsgeschwindigkeit allerdings mieserabel ist. Dadurch kommen Videos nur ruckelig an - auch die Datenübertragung von auf der Kamera befindlichen Bildern und Videos konnte nicht überzeugen. Da die Actioncam meist aber allein zum Einsatz kommt und Videos sowie Bilder erst im Nachhinein bearbeitet werden, lässt sich das verschmerzen.



Damit die Kamera wasserdicht wird, muss sie zunächst in das wasserdichte Gehäuse gesteckt werden. Das Gehäuse entspricht dabei größtenteils den marktüblichen Kameragehäusen. Auch die Gehäuseverriegelung ist bereits von GoPro-Modellen bekannt. Der Spannbügel wird durch einen zusätzlichen Riegel gesichert, damit das Gehäuse nicht aufspringen kann. Dieser kleine Riegel muss zunächst zur Seite geschoben werden, dann kann der Spannbügel und damit das Gehäuse geöffnet werden. Die Kamera findet darin gut Platz, sitzt aber nicht bombenfest - ein leichtes Spiel ist vorhanden.



Das Gehäuse bietet eine Dichtung am Deckel und an der festgeschraubten Objektivabdeckung. Es lässt sich nur mit Kraft schließen, dadurch ist aber die Dichtheit sicher gestellt. Die Knöpfe der Kamera können über abgedichtete Knöpfe am Gehäuse bedient werden. Leider lassen diese sich aber nur sehr schwer betätigen, wodurch ein Feedback fehlt. Dies ist aber der 40 Meter Wasserdichtheit geschuldet.
Im Betrieb fiel mir auf, dass die Kamera durch die Video- und Fotoaufnahmen sehr schnell extrem heiß wird. Das ist nicht nur hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit kritisch - die USB-Buchse wird so feuerheiß - sondern auch der Lebensdauer von Akku und Kamera nicht unbedingt zuträglich. Im geschlossenen Gehäuse wird es noch schlechter - die Kamera heizt sich und das Gehäuseinnere so stark auf, dass das Gehäuse von Innen beschlägt (bei 30-32 °C Außentemperatur!).
Im Umkehrschluss zeigt dies aber auch, dass das Gehäuse wirklich luftdicht ist. Generell scheint die WiMiUs 4k nicht zu viel zu versprechen. Auch wenn ich keine 40 Meter Wassertiefe testen konnte, so habe ich die Kamera mitsamt Gehäuse dennoch in eine volle Badewanne gelegt. Das Ergebnis beweist, dass das Gehäuse zumindest für Schnorchelgänge genutzt werden kann.

Durch die Vielzahl an Befestigungsmöglichkeiten, die kompakten Abmaße und das geringe Gewicht lässt sich mit der Kamera sehr gut arbeiten. Die in oben montierte geschwungene Halterung ermöglicht zudem einen recht angenehmen Griff der Kamera, so dass auch freihändiges Filmen kein Problem darstellen sollte. Die Halterungen bzw. Adapter werden mit einer Schraube an das wasserdichte Gehäuse geschraubt. Dabei ist die vorinstallierte Schraube länger, weswegen sich andere Adapter damit besser montieren lassen. Die zusätzlichen Schrauben stoßen auf den letzten Umdrehungen an das Kameragehäuse und lassen sich nur noch schwer weiter drehen. Deshalb sollte man die "Originalschraube" nicht verlieren. Hinsichtlich der Mobilität kann die WiMiUs 4k auf jeden Fall überzeugen.
Einziger Kritikpunkt ist, dass die Kamera selbst nicht stoßfest ist, sondern erst durch das Gehäuse wieder an Robustheit gewinnt. Dieser Hinweis war auch im Handbuch abgedruckt.

Um die Videos und Bilder von der Kamera auf den Rechner zu ziehen, steckt man sie lediglich an den Computer. Ist dies geschehen, erscheint ein Auswahlmenü auf dem Kameradisplay, bei dem man die Wahl zwischen "Datenübertragung", "Kameraladen" und "Webcam-Modus" hat. Im Modus "Datenübertragung" kann man die Dateien einfach von der SD-Karte auf den PC kopieren - eine extra Software ist also nicht nötig. Leider traten bei der Paarung WiMiUs 4k und MacBook Air schwere Verbindungsprobleme auf. Die Kamera zeigte immer wieder die Verbindungsauswahl, bei Bestätigen eines Modus setzte sich das Auswahl aber wieder zurück. Teilweise blieb nach diesem Fehler die Kamera im normalen Kameramodus, so dass das MacBook die Kamera gar nicht mehr erkannte.

Bildqualität

Doch bei einer Kamera nützt alle Mobilität nichts, wenn Bilder oder Videos nichts taugen. Deswegen wollen wir jetzt einen Blick auf die Bildqualität der Kamera werfen. Alle Bilder werden von einem 16MP Sensor geschossen. Der Sensor ist leider nicht weiter spezifiziert, sollte aber einem 1/2.3"-Sensor recht nahe kommen. Leider sagen Megapixel-Zahlen recht wenig über die Qualität der Bilder aus, deswegen gibt es im Folgenden ein paar Bilder in unterschiedlichen Lichtsituationen.



Wie auch bei anderen günstigen Kameras lässt die Bildqualität bei geringerer Helligkeit entsprechend nach. Sind die Bilder an freier Natur bei sonnigen Tagen noch rauscharm, so nimmt dieses bei dunkleren Situationen wie abendlichen Feierrunden (trotz guter Ausleuchtung) sichtbar zu. In abgedunkelten Räumen oder bei abendlichen Touren wird das Bild durch das Rauschen sehr matschig. Erschwerend kommt hinzu, dass WiMiUs 4k auch schon bei hellen Szenen zur Artefaktbildung neigt. Chromatische Aberationen konnte ich nicht wirklich festellen, allerdings wird zum einen eine Festbrennweite mit fester Blende verwendet und zum anderen ist es gut möglich, dass eine interne Bildbearbeitung nachträglich noch Hand anlegt. Zum Rand hin wird die Abbildungsleistung des Objektivs aber schlechter. Das sieht man besonders daran, dass die Mitte sehr scharf ist, der Rand aber immer weicher wird. Dieses Verhalten zeigen Objektive mit geringer Brennweite sehr gern. Der "Fischaugen-Effekt" ist ebenfalls der geringen Brennweite geschuldet. Nur sehr teure Foto-Objektive bieten sehr geringe Brennweiten und ein entzerrtes Bild, dass so ein Modell nicht physisch wie finanziell keinen Platz in der WiMiUs 4k findet, sollte selbst verständlich sein.



In den Einstellungen kann neben der Auflösung der Bilder auch noch der Weißabgleich eingestellt werden. Dabei bleibt man aber auf die Auswahl von vier Voreinstellungen beschränkt. Ein manueller Weißabgleich oder das Einstellen der Farbtemperatur ist nicht möglich. Während ein nicht optimaler Weißabgleich in einigen Situationen nicht auffällt (siehe das Bild mit dem roten Haus), kann es in anderen Situationen durchaus unschöne Früchte tragen.



Egal ob die Einstellung für sonnige Tage, Neonbeleuchtung oder Bewölkung gewählt wurde, bleibt das Ergebnis unzufrieden stellend. Die Hauswände sind in der Realität komplett weiß, die Kamera bildet sie aber mal Blau, mal Organe/Gelb oder mal grünlich-Gelb ab - Weiß ist aber definitiv nicht dabei. Der Kontrast der Bilder ist hingegen okay und lässt keine Kritik zu. Für die aktuell populären HDR- oder Hochkontrast-Aufnahmen muss aber die Nachbearbeitungssoftware angeschmissen werden.

Zusammengefasst ist die Bildqualität nur mittelmäßig. Bei hellen Szenen sind die Bilder noch recht ansehnlich, bei zunehmender Dunkelheit ändert sich das aber. Wie gut die Bilder bei 40 Meter Wassertiefe sein werden, konnte ich zwar nicht testen. Atemberaubende Unterwasserweltbilder wird man damit aber nicht schießen. Das ist aber nicht unbedingt etwas schlechtes - bezogen auf den Preis von 66 € sind die Bilder akzeptabel.

Videoqualität

Die WiMiUs 4k bietet verschiedene Video-Auflösungen. Die Bildfrequenz ist dagegen nicht komplett variabel, sondern an die Auflösung gebunden. So bietet die Kamera unter anderem 720p@120fps für Zeitlupenaufnahmen, aber auch 1080p@60fps (30fps sind ebenso einstellbar) und 4k@30fps. Auch wenn in den Einstellungen und auf dem Gehäuse 4k stehen, so entspricht die Auflösung mit 3840 × 2160 Pixel "nur" UHD. Auf eine Bildstabilisierung wurde verzichtet, bei dem Preis allerdings auch nicht verwunderlich.

Zunächst eine Testaufnahme mit 1080p@60fps.


Auf Grund von Fehler mit der MicroSD-Karte konnte ich leider kein Testvideo in der 4k-Einstellung aufnehmen. Rein von den Bildern betrachtet gibt es aber qualitativ keinen Unterschied.

Die Bildqualität der Videos entspricht den Ergebnissen der Fotoaufnahmen. Bei bewegten Bildern fällt die Unschärfe an den Rändern nicht so stark auf, so dass das Bild eigentlich immer ausreichend scharf wirkt. Dennoch sind in der Videoaufnahme immer wieder (sehr kleine) Artefakte vorhanden. Der Kontrast scheint mir höher zu sein, als bei den Fotoaufnahmen, weswegen der Unterschied zwischen hellen und dunklen Stellen stärker ausfällt. Leider tritt dadurch auch eine Überbelichtung der hellen Bildbereiche auf.
Die Aufnahme mit 60 Bildern pro Sekunde ermöglicht eine Ruckelfreie Wiedergabe auf modernen Monitoren und TV-Geräten. Das gilt auch für die 30fps-Aufnahme, allerdings werden die Filme mit 30,02 Bildern pro Sekunde aufgenommen, was bei Nachbearbeitungsprogrammen zu Konflikten führen kann. Für Aufnahmen mit der UHD-Auflösung sollte man aber unbedingt eine schnelle MicroSD-Karte verwenden, da die nötigen Datenraten sehr hoch sind. Beim Speicherplatzbedarf sieht es dagegen recht entspannt aus. Eine Minute Film belegen ungefähr 226 MB beziehungsweise 268 MB Speicherplatz (4k@30fps / 1080p@60fps). Allein dieser geringe Unterschied an Speicherbedarf legt nahe, dass der qualitative Unterschied zwischen 1080p und 4k bei dieser Kamera nicht so rießig ist.
Alles in allem ist die Videoqualität in beiden Auflösungen gut, wenn auch nicht perfekt.


Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit schlägt sich die WiMiUs 4k sehr gut. Bei einem Tagesausflug habe ich die Kamera immer wieder für Video- und Fotoaufnahme hergenommen. Dabei habe ich bunt gemischt mal in 1080p und mal in 4k gefilmt und kam so auf ungefähr eine bis anderthalb Stunden Filmmaterial sowie etliche Bilder. Während der Testphase habe ich gleichzeitig viel an der Kamera rumgespielt, deswegen sollte die reine Aufnahme Zeit bei realistischen anderthalb (maximal zwei) Stunden liegen. Um Strom zu sparen schaltet sich die Kamera nach einiger Zeit selbstständig aus und während der Videoaufnahme wird das Display nach ungefähr einer Minute deaktiviert. Sicherlich wirkt sich auch die Auswahl der Auflösung positiv oder negativ auf die Akkulaufzeit aus.
Da der Actioncam aber zwei Ersatzakkus beiliegen, kann man auch größere Touren oder Ereignisse filmen, ohne dass man längere Ladepausen einlegen kann. Rein rechnerisch sollten bis zu sechs Stunden Aufnahmen (bei optimalen Bedingungen) möglich sein. Durch die kompakte Größe der Akkus, kann man sich auch noch ein paar zusätzliche Einstecken, womit auch sehr lange Aufnahmesessions kein Problem darstellen.

Fazit

Die WiMiUs 4k wir mit voller 4k-Unterstützung und einer Wasserdichtheit bis 40 Meter Tiefe beworben. Ob das Gehäuse wirklich 40 Meter wasserdicht ist, konnte ich nicht teste, doch Schnorchelgänge besteht das Gehäuse mit Bravour. Auf die 4k-Unterstützung ist gegeben und die Kamera nimmt (eine schnelle SD-Karte vorausgesetzt) ein flüssiges Video auf.
Die Foto- und Videoqualität sind mittelmäßig und entspricht ungefähr den Ergebnissen einer Smartphonekamera aus dem Low-Budget- oder unterem Mittelklassesegment. Eine allgemeingültige Kaufempfehlung kann ich also nicht aussprechen. Für ActionCam-Einsteiger sind die Ergebnisse vollkommen ausreichend und in Anbetracht des Preises ein gutes Ergebnis. Hat man allerdings einen gehobeneren Anspruch an Videos oder Fotos, sollte die Wahl auf ein Produkt von der Konkurrenz wie GoPro, Sony oder Rollei - meist aber auch um ein vielfaches teurer - fallen.

Positives:

+ niedriger Preis
+ 4k-Unterstützung mit 30fps
+ für den Preis gute Videoqualität
+ wasserdichtes Gehäuse
+ umfangreiches Zubehör - auch zu GoPro-Zubehör kompatibel
+ gute Akkulaufzeit und zwei Ersatzakkus im Lieferumfang

Negatives:

- Fotoqualität vor allem bei Dunkelheit sehr schlecht
- keine durchgehende Schärfe im Bild
- Kamera selbst ist nicht stoßfest
"Ein Mensch handelt zu jeder Zeit egoistisch. Jede noch scheinbar uneigennützige Tat dient nur dazu dem Bild, dass sich ein jeder von sich selbst schafft, zu entsprechen und ist damit im Egoismus gegründet. Der Held rettet die Jungfrau nicht vor dem Drachen, weil die Jungfrau in Not ist. Er tut es, weil er der Vorstellung von sich selbst entsprechen möchte."

Geändert von MisterSchue (28.09.2016 um 07:32 Uhr)
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Fakk-asrock (19.09.2016), hoyy (27.09.2016), Robert (27.09.2016)
Alt 27.09.2016, 22:29   #2 (permalink)
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poiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Mensch

Standard AW: WiMiUs 4k im Test - Kamera für viel Action und wenig Budget

Ist aktuell im angebot

https://www.mydealz.de/deals/wimius-...-amazon-833856
Wenn Wasser wirklich ein Gedächtnis hat, dann ist Homöopathie voll von ScheiBe!
"Am Anfang war das Nichts. Und das ist dann explodiert."
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Alt 29.09.2016, 09:02   #3 (permalink)
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poiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Mensch

Standard AW: WiMiUs 4k im Test - Kamera für viel Action und wenig Budget

Mal so ein Tipp für Bilder zieh dir mal das Tool XNview

damit kannst du sehr leicht auch stapelweise bilder bearbeiten zB dein Bild Tasten Kombi (Strg+alt+L)

Es gibt Lightzone, Light works usw aber schon mit XNview kannst du viel machen ich schneide damit immer zurecht usw.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg WiMiu Q1 2.jpg (43,2 KB, 3x aufgerufen)

Geändert von poiu (29.09.2016 um 09:25 Uhr)
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Alt 14.12.2017, 13:11   #4 (permalink)
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Plumbumm befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard AW: WiMiUs 4k im Test - Kamera für viel Action und wenig Budget

Hi,

ich darf das Thema nochmal ausbuddeln, weil ich wollte Fragen ob du immernoch mit der Kamera zufrieden bist. Das ganze ist ja mittlerweile über nen Jahr her. Lebt die noch ?
Ich überlege ob ich mir eine günstige Kamera anschaffen soll, weil mich hat letzten Monat ein Autofahrer im Kreisverkehr angefahren und es gibt keine Zeugen, wenn man mal nen Gaffer braucht ist natürlich keiner da.
Da es ja eine Halterung für das Fahrrad geben soll, wäre das ja wie geschaffen um die 10-20min. die ich für einen Arbeitsweg brauche aufzunehmen.

Gib doch mal bitte Feedback.

MfG.

Pb
Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.
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Alt 14.12.2017, 13:14   #5 (permalink)
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poiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Mensch

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nutzen oft radfahrer solche cams und denke auch für autofahrer wird das immer mehr kommen auch wenn rechtlich noch problematisch
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Alt 14.12.2017, 13:22   #6 (permalink)
Abakus
 
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Beiträge: 31

Plumbumm befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard AW: WiMiUs 4k im Test - Kamera für viel Action und wenig Budget

Also ich will ja nicht die anderen bloss stellen sondern im Zweifel beweisen das ich die Wahrheit sage. Das ärgert mich ja mit am meisten, das der typ mich übern haufen fährt und dann den schaden an seinem auto von mir reguliert haben möchte. Weil der einfach was falsches behauptet.
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action, budget, kamera, test, wimius


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