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Alt 06.03.2017, 18:00   #1 (permalink)
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Oromis wird schon bald berühmt werden

Standard Cougar Immersa 300H - Gaming Headset durchgetestet

Cougar Immersa 300H - Gaming Headset

- Vorwort
- Die Kopfhörer
- Spezifikationen
- Lieferumfang
- Aufbau, Besonderheiten & Verarbeitungsqualität
- Der Testparcour
- Klang
- Aufnahmequalität
- Tragekomfort
- Fazit
- Nachwort

Vorwort
Tests zu Lautsprechern und Kopfhörern sind immer ein schwieriges Thema, denn korrekte Mess- und Richtwerte sind zwar im Prinzip vorhanden, sie sagen aber bei weitem nicht so viel aus wie ein hübscher FPS-Balken in einem Grafikkartentest. Die subjektive Meinung ist bei Musik und bei der Tonwiedergabe bei jedem komplett anders ausgeprägt.
Ich werde beim Thema Klangqualität mein Bestes geben, einen möglichst guten und neutralen Einblick zu bieten, dennoch ist meine Aussage nicht allgemeingültig. Wer sich unsicher ist, oder spezielle Ansprüche hat, tut also gut daran die Zeit für einen Ladenbesuch zu investieren und sich die Kopfhörer anzuhören, bevor man sie wegen den anders gewichteten eigenen Vorlieben zurückschickt.

Die Kopfhörer
Seit 2007, und schon ganze 10 Jahre, gibt es den deutschen Hersteller Cougar. Während anfänglich noch hauptsächlich Gehäuse und Netzteile auf dem Programm standen, kam inzwischen auch Peripherie für eSports in den Verkauf. Inzwischen finanziert der Hersteller mit dem 'Cougar E-Sport' sogar ein eigenes 'League of Legends'-Team.

Zu der angebotenen Peripherie gehört seit August letzten Jahres auch ein erstes Headset: Das Immersa 300H für rund 45€.

Dabei handelt es sich um einen Over-Ear-Kopfhörer mit Kopfband und einfahrbarem Mikrofon. Zum Einsatz kommen 40mm Treiber die über einen 3,5mm-Klinkenstecker mit Daten versorgt werden. Das ganze kommt in einem schwarzen Design mit orangenen Akzenten daher.

Spezifikationen
  • Treiber: 40mm
  • Impedanz: 35Ω
  • Frequenz: 20 – 20.000Hz
  • Impedanz (Mikrofon): 2,2kΩ
  • Frequenz (Mikrofon): 100 – 16.000 Hz
  • Anschluss: 3,5mm-Klinke

Lieferumfang
Das Headset wird in einer farbig bedruckten Kartonverpackung geliefert. Darin befindet sich, auf einem Plastikträger, das Headset. Als Zubehör liegt eine Anleitung bei, ein 1x auf 2x-Klinkenadapter steckt bereits am Kabel.


Aufbau, Besonderheiten und Verarbeitungsqualität
Die Kopfhörer sind fest mit einem zwei Meter langen, gesleevten Kabel mit einem einzelnen Klinkenanschluss verbunden. Daran steckt ein 1 zu 2 Klinkenadapter mit einer Länge von weiteren 10cm. Alle Stecker und Anschlüsse sind vergoldet.

Die Kopfhörer folgen dem üblichen Aufbau: Zwei Ohrmuscheln werden über zwei am Kopf entlang geführte Stäbe verbunden. Im Falle des Immersa 300H sind diese aus Metall das von einer dünnen orange-farbigen Polsterung umgeben ist.
An den Stäben befindet sich jeweils links und rechts eine Halterung für das Kopfband. Dieses wird von jeweils zwei Schnüren gehalten. Diese lassen sich weiter aus dem Band herausziehen und schnallen selbstständig zurück – das Kopfband kann so bis zu den Verbindungsstäben hoch gezogen werden.

Die Ohrmuscheln bestehen im Grundaufbau aus Kunststoff, einzig die Gitter auf der Rückseite und die Herstellerlogo auf den Außenseiten der Muscheln sind aus Metall. Die Innenseiten sind durchgehend gepolstert. Der Bereich direkt über den Chassis ist dabei mit offenem Schaumstoff ausgekleidet – darunter lässt sich ein Schutzgitter erspüren – der Rest wie auch das Kopfband wird darüber noch von Kunstleder verdeckt.

Das Verbindungskabel ist wie auch das Mikrofon am linken Hörer angebracht, die Fernbedienung ist nach ca. 25cm des Kabels. An dieser kann man die Lautstärke des Kopfhörers durch ein ein Rad einstellen und das Mikrofon per Schieberegler (de-)aktivieren.

Das Mikrofon ist ein- und ausfahrbar. Der Arm samt Kopf ist maximal 14cm lang und kann frei bewegt werden. Zur Tonufnahme dient ein Kondensatormikrofon in einem schwarzen Plastikzylinder. Die Einsprechöffnung ist seitlich an diesem.

An der Verarbeitung des Headsets lässt sich nichts bemängeln. Der Kunststoff ist fehlerfrei bearbeitet, das gleiche gilt für die Polsterungen. Einzig das Kunstleder riecht leicht nach Konservierungsmittel, dieser Geruch dürfte aber nach einigen Tagen von selbst verfliegen.

Der Testparcour
Als Wiedergabequelle kommt ein standardmäßig MSI X99S SLI Plus mit ALC892 zum Einsatz. Es wird der Windows Media Player von Windows 7 Professional verwendet, die Lautstärke von Player und Windows ist auf 100% eingestellt, die Lautstärkeregelung erfolgt über den Regler des Kopfhörers. Sofern die Audiodateien nicht direkt aus dem Internet bezogen werden, kommen sie entweder als .flac oder als .mp3 mit 320 kbit/s zum Einsatz.
  • Versengold: Vom Zauber des Wildfräuleins (CD)
  • Versengold: Vom gerechten Kriege (CD)
  • Saltatio Mortis: Mauern aus Angst (CD)
  • Corvus Corax: Ordu Languet (CD)
  • Korpiklaani: Rauta (CD)
  • Nightwish: Êlan: Prime Music
  • Lindsey Stirling: Crystallize: Prime Music
  • Survivor: Eye of the Tiger: Prime Music
  • David Guetta: Play Hard: Prime Music
Klang
Es sind natürlich bei weitem nicht alle Musikgenres vorhanden, das liegt unter anderem an der schieren Menge derselben. Da es ein recht bunter Mix, ist dürften aber trotzdem alle Ansprüche an die Kopfhörer gestellt werden, die Normalnutzer an sie haben.

Die Cougar Immersa 300H liefern im Klangtest ein akzeptables Bild ab.
Mitten und Höhen werden meistens gut wiedergegeben, leichte Probleme gibt es hingegen beim Bass: Dieser ist recht dominant und gleichzeitig ein Stück weit verwaschen. Das macht sich beispielsweise am Intro von „Rauta“ bemerkbar, wo das Klangbild subjektiv minimal leidet. Ähnliches gilt für staccatoartig angeschlagene Becken wie beispielsweise in „Mauern aus Angst“, auch diese scheinen nicht perfekt präzise wiedergegeben zu werden. Die hier beschriebenen „Probleme“ sind allerdings in jedem Fall zu klein um beim „so dahin hören“ wahrnehmbar zu sein. Wirklich gravierende Schwächen treten nicht auf.

Aufnahmequalität
Die Aufnahmequalität des 300H ist anständig. Im Gespräch ist man mit dem Cougar Immersa gut zu verstehen, Hintergrundgeräusche sind wenn nur verhältnismäßig leise wahrnehmbar. Da das Mikrofon idealerweise seitlich platziert wird ist der fehlende Poppschutz kein Problem, Übersteuerungen traten dementsprechend keine auf.
Die Stimmwiedergabe ist – dem Preis entsprechend – nicht ganz farbneutral. Man erkennt die Stimmen verschiedener Personen gut, sie hören sich jedoch leicht gedämpft an – das tritt aber nicht in einem störenden Ausmaß auf.

Tragekomfort
Das Gewicht der Kopfhörer wird teilweise durch das flexibel gelagerte Kopfband und den seitlichen Anpressdruck gehalten. Das Tragen der Kopfhörer ist auch auf längere Zeit gesehen angenehm, wofür vor allem die gute Polsterung sorgt. Dabei haben selbst sehr hohe Schädel gut Platz. Weniger Spielraum gibt es bei der Breite: Ist diese zu hoch fangen die Kopfhörer an leicht zu drücken, das ist zwar bei vielen Kopfhörer so, sollte jedoch von großen Menschen bedacht werden.
Die beiden Hörer sind dabei sehr großzügig gestattet, so dass selbst große Ohren darunter Platz haben. Darüber hinaus ist das sehr dicke Polster weich genug um Brillenträger auch über längere Zeit hinweg nicht zu stören.

Fazit
Cougars Immersa 300H ist ein Headset mit Schwächen und Stärken. Auf der Habenseite steht auf jeden Fall die anständige Verarbeitungsqualität kombiniert mit dem lobenswert hohen Tragekomfort für Köpfe in „Normalgröße“. Durchschnittlich ist hingegen die Aufnahme- und Tonqualität.
Erstere weist leichte Schwächen bei der Wiedergabe von Schlagzeug und Becken ab, diese ist leicht verwaschen.
Die Aufnahmequalität des Mikrofons ist anständig. Man wird problemlos verstanden und ein starkes Grundrauschen ist nicht vorstanden. Dem Preis entsprechend ist die Klangfarbe nicht ganz neutral, so hören sich Stimmen leicht gedämpft an. Im Teamspeak ist das vollkommen nebensächlich, (professionelle) Streamer sollten sich hingegen vielleicht nach einer höherpreisigen Lösung umsehen.

Alles in allem ist das Immersa von Cougar eine Frage des Geschmacks: Ob die festgestellten Auffälligkeiten beim Klang auch von einem selbst wahrgenommen werden ist nicht gesagt – dafür sind sie zu subtil. Auf jeden Fall steht einem Probehören bei dem Headset nichts im Wege.

Pro:
- Verarbeitungsqualität
- Tragekomfort

Contra:
- Leichte Auffälligkeiten beim (Aufnahme-)Klang

Freundin? Ich? Heißt Vega.

Geändert von Oromis (03.03.2017 um 21:58 Uhr)
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Stichworte
300h, immersa


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