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Alt 18.03.2017, 16:59   #1 (permalink)
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JaRaFi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard be quiet! Silent Loop 240 - Eiskalte Kompaktwakü im Test!

Infos zum Test

Nachdem ich mir bereits die 120-mm-Variante der Silent Loop von be quiet! angesehen habe, folgt heute die 240-mm-Variante, gemeint ist mit dieser Abmessung natürlich der Radiator.
Die Silent Loop mit 240-mm-Radiator wird ebenfalls mit jeweils zwei Pure Wings 2 PWM Lüftern ausgestattet.
Abseits von der Radiatorgröße und dessen Dicke hat sich jedoch im Vergleich zur 120-mm-Variante technisch nichts geändert.
Preislich bewegen wir uns bei der größeren Variante bei 120 Euro.



Wie sich die größere Schwester der Silent Loop 120 schlägt und ob durch den größeren Radiator auch die Kühlleistung ansteigt oder welche sich lohnt, klären wir im Test.



Der Kühler im Detail

Die be quiet! Silent Loop 240mm kommt wie für be quiet! bekannt in einer schicken und edlen schwarzen Umverpackung.
Darin enthalten dann natürlich die Kompaktwasserkühlung, sämtliches Montagezubehör für alle gängigen Sockel sowie zwei Pure Wings 2 PWM Lüfter.
Daneben befindet sich noch ein Y-PWM-Kabel zum Anschluss der beiden Pure Wings Lüfter an z.B. nur einen PWM Anschluss auf dem Mainboard.
Nicht jedes Mainboard verfügt über zwei PWM-Anschlüsse für CPU-Lüfter.



Die Silent Loop von be quiet! Ist wie viele andere Kompaktwasserkühlungen gleich fertig gefüllt, somit ist die Kühlung in der Theorie gleich startklar.
Wie für be quiet! Typisch ist die gesamte Kühlung in edlem Schwarz gehalten, auf eine Beleuchtung wurde komplett wird verzichtet.

Der eigentliche Kühlblock verfügt über eine Kupferkontaktfläche zum Prozessor, diese wurde mit einer Nickelschicht versehen, zum Schutz vor z.B. Korrosion.
Sieht natürlich auch sehr schick aus, wobei man die Kontaktfläche später nach dem Einbau wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen wird.



Auf der Oberseite befinden sich dann die beiden Schläuche mit dem G1/4 Gewinde, die die Warme Kühlflüssigkeit zum Radiator leiten. Diese lassen sich auch abschrauben.
In der Theorie kann man so den Kühlkreislauf um Kühler oder Radiatoren erweitern.
Wenn man sich den Kühlblock dann noch etwas genauer ansieht, findet man neben dem 3-Pin Stromstecker, mit ausreichender Kabellänge, auch einen Stutzen, damit kann die Silent Loop theoretisch nachgefüllt oder auch aufgefüllt werden.

Dabei geht jedoch, genau wie bei Bastelarbeiten, der Garantieanspruch verloren! be quiet! wirbt auch nicht explizit damit!

Besonderes Schmankerl am Kühlblock, ist die Deckelplatte aus schwarz eloxiertem und gebürstetem Aluminium gefertigt.
In der Mitte ist Platte mit dem silbernen be quiet! Schriftzug versehen.
Sieht natürlich im PC sehr schick aus, wenn der heimische PC über ein Sichtfenster verfügt. Auf eine serienmäßige Beleuchtung des Logos wurde verzichtet.



Daneben setzte be quiet! bei der Pumpe auf eine „umgekehrte Funktionsweise“ im Vergleich zu herkömmlichen Kompaktwasserkühlungspumpen.
Die Kühlflüssigkeit wird hier nicht auf den Kühlblock gedrückt, sondern von Diesem abgesaugt, dies nennt be quiet! „Reverse-Flow-Technologie.
Die Pumpe hört dabei auf den Namen Alphacool DC-LT Ultra Low Noise, man sieht hier auch sehr schön, wer an der Entwicklung der Silent Loop beteiligt war.
Ob die Pumpe dadurch leiser oder lauter wurde, schauen wir uns bei der Beurteilung der Lautstärke genauer an.



Die beiden Schläuche sind mit einer Länge von 39 cm ausreichend um den 240-mm-Radiator im Gehäuse zu befestigen.
Bei 240-Radiatoren kommt wohl bei den meisten Gehäusen nur der Deckel oder die Front in Frage. Ausgestattet sind die beiden Schläuche mit einem Knickschutz.
Optisch dürfte dies nicht jedem zusagen, jedoch sorgt der Knickschutz für eine problemlose Zirkulation der Kühlflüssigkeit und somit für keine Überhitzung.
Der Radiator selbst bietet in meiner Ausführung Platz für zwei 120-mm-Lüfter, in der Theorie könnte man natürlich auf jede Seite des Radiators zwei Lüfter montieren, also insgesamt vier. Ansonsten ist auch wie der CPU-Kühlblock der Radiator aus dem Halbedelmetall Kupfer gefertigt. Dies hat zur Folge, dass Korrosionen die mit einem Aluminiumradiatoren auftreten können vermieden werden.



Für eine ordentliche Belüftung, die jedoch auch leise sein soll, liefert be quiet! zwei 120-mm-Pure Wings PWM mit bis zu 2000 U/min mit.
Angeschlossen werden diese entweder an eine separate Lüftersteuerung oder aber ans Mainboard und dann per BIOS geregelt.



An der gesamten Verarbeitung gibt es an der Silent Loop von be quiet! nichts auszusetzen, alles ist hochwertig verarbeitet, wie man es von be quiet! Gewohnt ist.



Verpackung & Zubehör

Großer Kühler, große Verpackung. Mehr brauch man glaube ich nicht sagen.



Im Lieferumfang der be quiet! Silent Loop Edition befindet sich alles, was ihr für den Einbau benötigt.

Die Montage

Beim Montagesystem setzt be quiet! endlich auf ein sich selbsterklärendes und super einfaches System, was keinen vor große Herausforderungen stellen sollte.



Bei AMD (AM3) kommt die Retentionmodul-Backplate zum Einsatz. Am Kühlblock der Silent Loop muss dann die richtige Halterung für Intel oder AMD montiert werden.
Mit den Schrauben und den Federn wird die Silent Loop dann mit Gefühl festgedreht.





Es müssen grob 10-15 Minuten eingeplant werden und es sollte ein Schraubendreher zur Hand sein.

Zum Thema AM4 ist zusagen, das neuere Silent Loop Kühlungen natürlich über eine AM4-Befesteigung verfügen.
Solltet ihr noch die Variante ohne Kühler besitzen, könnt ihr euch bei be quiet! Natürlich ein AM4-Montagekit ordern.


Die Testmessungen

Für den Kühlertest kommt ein AMD-System mit einer FX-CPU zum Einsatz.
Der FX-9590 wird in meinem Test mit vier Modulen, sprich acht Kernen betrieben, um in einem endanwederfreundlichen Rahmen zu bleiben.


Das Testsystem:

AMD FX-9590
ASUS Crosshair Formula-z
8GB Crucial Ballistix
KLEVV Genuine DDR3 ( hohe RAM-Kühler)
Sapphire R7 250 Ultimate
Seasonic Fanless 460W
Windows 10 64 bit


Die Temperaturmessungen finden auf einem offenen Tischaufbau statt.

Die Kühler werden mit der Serienbelüftung getestet, diese wird bei maximaler Drehzahl betrieben.
Außerdem wird bei jedem Test dieselbe Wärmeleitpaste in Form von Alpenföhn Glatteis verwendet. Die Raumtemperatur beträgt zwischen 20-23°.

Nach jeweils 30 Minuten werden die Temperaturen im Modus IDLE bzw. PRIME abgelesen und der Test noch einmal wiederholt um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.
Im IDLE wird auf dem Desktop etwas gesurft und mit Skype gearbeitet, unter PRIME kommt Prime95 zum Einsatz.
Alle Temperaturen sind abzüglich der zum Testzeitpunkt herrschenden Raumtemperatur angegeben.

Für die Lautstärkemessung kommt ein VOLTCRAFT SL-100 zum Einsatz, dieses wird in einem Abstand von 60 cm frontal zum Kühler aufgestellt.
Als Ausgangsbasis für die Laustärkewerte dient die Raumlautstärke von 23-24 dB(A). Natürlich wird die Lautstärke auch von mir schriftlich beurteilt.


Die Temperaturen







Die Lautstärke



Die beiden Pure Wings 2 PWM Lüfter von be quiet! agieren mit einer Lüfterspannung von 12-V deutlich hörbar, dies ist einfach der hohen Umdrehungszahl sowie der Packdichte des Radiators geschuldet.
Reduziert man die Lüfterspannung auf 7-V, so vernimmt man die Lüfter nur noch leicht.
Es ist natürlich auch machbar, die Pure Wings gegen Silent Wings Lüfter auszutauschen, damit sollten auch besonders empfindliche Ohren bedient werden.

Bei der Pumpe, konnte ich außer einem Gluckern beim Start nichts Störendes feststellen.
Während dem Betrieb vernimmt man bei einem offenen Tischaufbau ein leichtes Betriebsgeräusch. Fällt aber nicht störend auf und geht meistens in den Umgebungsgrundgeräuschen unter.
Die Pumpe agiert also auch im Dauerbetrieb sehr leise.



Fazit

Mit der Silent Loop 240 hat be quiet! eine Kompaktwasserkühlungen im Angebot, die mir was die Kühlleistung und auch die Optik anbelangt, besser gefällt, als die 120 Variante.
Preislich ist die Silent Loop 240 natürlich über den High-End Lüfterkühlern wie dem D15 angesiedelt.
Dafür erhält man auch hier eine sehr gute Kühlleistung bei einer, jedoch unter Maximaldrehzahl der Lüfter, erhöhten Geräuschkulisse. Im Verhältnis kann man jedoch bei leiserem Betriebsgeräusch mit der 240-mm-Variante bessere Ergebnisse erzielen, als mit der 120-mm-Variante. In unteren Drehzahlbereichen sind die Lüfter dann deutlich leiser als so manches Konkurrenzprodukt.
Ansonsten gibt es wie schon erwähnt, die Lüfter durch andere Modelle wie Silent Wings zu ersetzen.



Die Montage geht einfach von der Hand und auch an der gesamten Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.
Positiv sei noch erwähnt, die Kühlung lässt sich erweitern, nachfüllen, auch wenn dies mit einem Garantieverlust einhergeht. Für Normaluser daher eher nicht zu Empfehlen.
Störend dürfte für viele sicher der Preis, als auch die Lautstärke bei 12 V der Lüfter sein.

Zum Schluss ist die Silent Loop 240 von be quiet! Für alle, die eine AIO suchen eine sehr gute Empfehlung.



Positiv:
  • Hervorragende Kühlleistung
  • Einfache & Sichere Montage
  • RAM-Kompatibilität
  • Verarbeitung
  • Modifikationen theoretisch möglich
  • Design

Negativ:
  • Garantieverlust bei Modifikation
  • Hörbar bei 12 V
Die Hardwarechecker auf YouTube

be quiet! Silent Loop 240 bei Caseking


Geändert von JaRaFi (18.03.2017 um 18:08 Uhr)
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