TweakPC

Zurück   Computer Hardware Forum - TweakPC > News & Hilfen > Erfahrungs- und Testberichte - von Usern für User

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
Alt 17.04.2017, 20:59   #1 (permalink)
Tweaker
 
Benutzerbild von JaRaFi
 

Registriert seit: 17.10.2016
Ort: Im Bilde
Beiträge: 419

JaRaFi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard Akasa Euler M Fanless - Passives Intel ITX-Case im Test

Akasa Euler M Fanless Mini-ITX Gehäuse

Den Hersteller Akasa dürften viele aus dem Lüfter- oder Kühlerbreich bekannt sein, doch mit dem Euler M Fanless hat der Hersteller auch ein schickes Gehäuse für den kleinen Office oder Multimedia PC auf Intel-Basis im petto.
Das Ganze dann sogar komplett Passiv.



Ausgestattet mit einem kleinen 80-Watt- Netzteil, Plätzen für bis zu vier 2,5“ Laufwerken, sowie aus schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt, soll es nicht nur Edel aussehen, sondern auch noch viel Funktion auf engerem Raum bieten und dabei natürlich lautlos sein.
Wichtig ist hier noch, das Euler M gibt es nur für Intels LGA 115x!

Lautlos ist es sicher, doch wie sich das Akasa Euler M Fanless ITX für knappe 160 Euro (ohne Versand) schlägt, klären wir heute im Artikel.


Äußerlichkeiten

Verpackt kommt das Akasa-Gehäuse zu euch in einer Kartonage mit Tragelasche. Im Innern ist das Gehäuse gut geschützt und wird zusammen mit einem kleinen Zubehör Paket ausgeliefert.



Im Lieferumfang befinden sich dann sämtliche Schrauben, der eigentliche CPU-Kühler, der als Zwischenstück zwischen Gehäuse und CPU dient, soweit vier schmalere SATA-Kabel.





Kommen wir gleich zu einer Besonderheit des Euler M, das gesamte System ist komplett für den passiven Betrieb ausgelegt, sprich wir finden keinen Lüfter im gesamten System. Dazu aber später mehr.
Ansonsten wird der PC über ein 80-Watt-Netzteil mit ausreichend Strom versorgt.
Als Anschluss zur Steckdose kommt hier ein „Notebook-Netzteil“ zum Einsatz.



Ist das Akasa Euler M Fanless Mini-ITX Gehäuse ausgepackt, macht es einen erst einmal sehr schlichten Eindruck. Das gesamte Gehäuse ist aus schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt und bringt ca. 3-kg auf die Waage.
An dem Kühlrinnenmuster auf der Oberseite und den beiden Seitenteilen lässt sich erkennen, dass es sich um ein komplett passives Gehäuse handelt. Hier wird die Abwärme der CPU vom Gehäuse absorbiert und nach Außen abgegeben.
Das Design ist dabei sehr schlicht gehalten und fällt so auf dem Schreibtisch oder auch neben dem Monitor gar nicht weiter störend auf.




Theoretisch besteht auch die Möglichkeit, bei einem ansprechenden Monitor, das ganze Gehäuse hinter den Monitor zu fixieren.
Dies konnte ich leider nicht testen, da ich keinen entsprechenden Monitor zur Verfügung hatte.
An für sich verschwindet der PC so komplett vom Tisch und fällt gar nicht mehr auf.
Einzig was man hier beachten sollte, durch die zusätzliche Abwärme vom Monitor, kann sich das gesamte System etwas mehr erwärmen.



Eine zweite Variante des Verstauens des kleinen PCs besteht darin, dass ihr auch vier Füße an das Gehäuse montieren könnt.
Somit lässt sich das Akasa Euler M problemlos auf den Schreibtisch stellen, ohne das der Unterboden beschädigt wird.
Diese Methode habe ich für meinen Artikel gewählt.
Auch könnte man das Akasa Euler M auf eine der schmalen Seiten stellen, allerdings sind hier keine Füße vorgesehen.
Eventuell beschädigt diese Aufstellposition also das schwarz eloxierte Aluminium.



Betrachtet man sich das Gehäuse von vorne, fällt die schicke Frontblende ins Auge.
Diese besteht aus gebürstetem und schwarz eloxiertem Aluminium und verfügt neben einem Power-schalter über zwei USB-3.0-Buchsen sowie zwei LEDs.
Eine für die „Power“ und eine für „HDD“.



Auf der Rückseite gibt es dann den Ausgang für die ITX-Blende als auch den Stromstecker für das mitgelieferte Netzteil.
Dadurch dass es ich um eine Gehäuse für den kleinen Office- oder Multimedia-PC-handelt bietet es nur Platz für ein ITX-Mainboard sowie vier 2,5“ Laufwerke.
Auf Slots für GPUs oder sogar DVD-Laufwerke (SATA) muss komplett verzichtet werden.

Die inneren Werte


Um ins Innere des Akasa Euler M Fanless zu kommen, muss der Boden, der mit acht Schrauben fixiert ist, abgenommen werden.
Dieser dient auch, wie man anhand der Aussparungen sieht, theoretisch zum Einhängen an einem Monitor.
Wie angesprochen habe ich leider keinen passenden Monitor hier.
Ist der Boden abgenommen hat man einen freien Blick auf das kleine 80-Watt-Netzteil sowie auf die vier Abstandshalter vom eigentlichen Mainboard.
Das Netzteil verfügt dabei über einen 24-pin-ATX-Stromstecker, vier SATA-Stromstecker sowie einen 4-Pin-CPU-Stromstecker.




Daneben gibt es einige Bohrungen im Deckel, diese dienen dazu um später den CPU-Kühler-Part zu installieren.
Einen separaten laufwerkskäfig, im Grunde sind es nur zwei Schienen, können bei Bedarf separat montiert werden.
Je nach Mainboard kann natürlich auch eine M.2-SSD eingebaut werden.



Auch der Innenraum ist komplett schwarz lackiert und an der Verarbeitung gibt es am gesamten Gehäuse nichts auszusetzen.
Akasa hat hier tolle Arbeit geleistet.
Sonstige Extras gibt es beim Gehäuse nicht, frei nach dem Motto „Alles was man benötigt, nichts was am unbedingt braucht“.

Die Montage


Bei der Montage gibt es einige Kleinigkeiten, die es zu beachten gibt. Das Wichtigste wohl zuerst, Akasa hat eine kleine Liste mit kompatiblen Mainboards, die geeignet sind.

• Asus Z97I-PLUS
• Asus H97I-PLUS
• Asus H110I-PLUS D3
• Asus H170I-PLUS D3
• Asus Z170I Pro Gaming
• Gigabyte GA-Z97N-WIFI
• ASRock Z97E-ITX/AC
• ASRock H170M-ITX/DL
• ASRock H170M-ITX/ac

Das heißt natürlich nicht, dass man nicht einfach auch einfach ein anderes Mainboard benutzen kann, genau das werden wir heute auch tun!
Ich möchte hier zeigen, dass man mit etwas basteln (man muss keine Löcher bohren) auch andere ITX Mainboards montieren kann.
Ansonsten muss man beachten, dass maximal vier 2,5“ Laufwerke sowie eine CPU mit maximal 65-Watt TDP verbaut werden sollen.



Ich setzte hier auf folgendes Testsystem:

• Intel Celeron G3900 (Skylake 51W TDP)
• Alpenföhn Permafrost (Wärmeleitpaste)
• ASUS B150i Pro gaming
• Crucial DDR4-2400 MHz 8GB
• Samsung 120GB SSD

Kommen wir zum Punkt des Mainboard-Einbaus, dies geschieht hier andersrum als man denken würde, also auf dem Kopf.
Zuerst muss das Zwischenstück zwischen Gehäuse und CPU im Gehäusedeckel auf der Innenseite montiert werden.
Das gesamte Gehäuse bildet hier also den Kühlerkörper für die CPU, wie oben angesprochen. Passives-System heißt hier die Devise.



Hier muss man etwas probieren, welche Bohrungen dafür benutzt werden müssen, dass die Mainboard-Ausgänge hinten richtig aus dem I/O-Ausgang hervorstehen.
Die Anleitung ist etwas undeutlich.
Wärmeleitpaste zwischen Gehäuse und CPU-Kühlmodul als auch zwischen CPU und Kühlmodul nicht vergessen.

Da ich auf keines der vorgeschrieben Mainboards setzte, wollte ich natürlich trotzdem das System zum Laufen bekommen.
Die Lösung, dass das Mainboard richtig montiert werden kann, war einfacher als ich selbst dachte.



Die vier Montageabstandshalter habe ich dafür entfernt, das Mainboard wird dann einfach nur mit den vier Schrauben am Kühlkörper montiert. Normale würde das ITX-mainboard mit acht Schrauben fixiert werden.
Vier an den Abstandshalter und die vier um den CPU-Sockel für die Kühlung. Macht bei einem ITX-Mainboard jetzt relativ wenig von der Kraftverteilung aus.



So passt dann auch das offiziell nicht unterstützt Mainboard ohne Probleme in das Akasa Euler M Fanless.
Die vier Mainboard-Abstandshalter sind von Haus vormontiert und können einfach demontiert werden.
Außerdem müssen sämtliche Kabel am Mainboard vor der Montage auf das Kühlermodul eingesteckt werden, da das Board Kopfüber montiert wird.
Zu beachten gibt es noch, ihr dürft keinen hohen Arbeitsspeicher einsetzten, ich bin hier mit einem Crucial Ballistix Sport Riegel mit knapp 4-cm schon an der Grenze.



Die Laufwerke werden dann außerhalb mit den beiden Schienen verschraubt, maximal vier an der Anzahl.
Und im vorderen Bereich des Gehäuses eingebaut.
Schwingungsabsorbierer gibt es keine an den Laufwerksschienen.
Je nach verbauter HDD können hier Resonanzstellen entstehen.



Die kleinen SATA-Kabel haben hier im Akasa Euler M Sinn, im Inneren ist natürlich relativ wenig Platz.
Mit normalen SATA-Kabeln könnte man etwas im Bedrängnis kommen. Ansonsten muss man die Kabel einfach etwas geschickt verlegen und alles passt dann problemlos ins Gehäuse.



Für die Montage sollten etwa 20 Minuten eingeplant werden und es wird ein Schraubendrehern benötigt.
Die Anleitung könnte hierbei etwas besser sein, was die Beschreibung der Montage anbelangt.



Auch hat man hier wieder einen kleinen Stadtplan in der Hand, ein hübsches Handbuch für einen Preis von 160 Euro hätte es hier sein können.

Die Temperaturmessungen


Kommen wir zum interessanten Teil an einem passiven Gehäuse, die Temperaturen.
Nochmal kurz zur Erinnerung, 65-Watt TDP kann das Gehäuse abführen, unser Celeron hat 51-W.
Wir testen das System mit Prime95.
Natürlich habe ich auch Vergleichswerte mit einem Alpenföhn Olymp, als passiven Kühler, bei einem offenen Tischaufbau aufgeführt.
Die Temperaturen wurden nach 180 Minuten Prime95 abgelesen.



Wie man sehr schön erkennen kann, wird die CPU etwas wärmer als unter einem freien Aufbau, jedoch bewegt sich alles selbst unter Volllast im grünen Bereich.
Bonus an dem gesamten System, man hört gar nichts. Außer man hätte lautere 2,5“ Laufwerke installiert. Auch das kleine 80-Watt-Netzteil gibt keinen Ton von sich.

Resümee

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Aksa Euler M Fanless sehr gut gefällt.
Es ist hochwertig verarbeitet und bietet die Möglichkeit sich ein kleines passives System auf Intel-Basis auf die Beine zu stellen. Egal ob Office, Multimedia oder der kleine Retro-Gaming-PC.
Die Montage geht dabei auch einfach von der Hand, einziger Kritikpunkt an der Sache, die Anleitung könnte etwas ausführlicher und hübscher gestaltet sein.
Die Temperaturen bewegen sich mit einem Celeron G3900 ebenfalls im Gründen Bereich, dieee Kühlleistung stimmt also.
Auch gibt es beim Netzteil keine störenden Geräusche. Auch kann bei Bedarf der gesamte Pc hinter den Monitor gehängt werden.



Für 160-Euro bekommt man hier ein sehr gutes und hochwertiges Gehäuse, wenn es um ein passives und vor allem lautloses System auf Intel-Basis geht.


Die Hardwarechecker auf YouTube

Akasa Euler M Fanless bei Caseking


Akasa Euler M Fanless bei Akasa

Geändert von JaRaFi (17.04.2017 um 22:26 Uhr)
JaRaFi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2017, 21:36   #2 (permalink)
Extrem Tweaker
 
Benutzerbild von poiu
 

Registriert seit: 19.10.2013
Ort: Orionarm
Beiträge: 2.558

poiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Mensch

Standard AW: Akasa Euler M Fanless - Passives Intel ITX-Case im Test

AKlasse!
poiu ist offline   Mit Zitat antworten
Für diesen Beitrag bedankt sich:
JaRaFi (17.04.2017)
Alt 17.04.2017, 21:42   #3 (permalink)
Tweaker
 
Benutzerbild von JaRaFi
 

Registriert seit: 17.10.2016
Ort: Im Bilde
Beiträge: 419

JaRaFi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard AW: Akasa Euler M Fanless - Passives Intel ITX-Case im Test

Dankeschön!
JaRaFi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2017, 23:58   #4 (permalink)
Abakus
 

Registriert seit: 09.02.2017
Ort: Allgäu
Beiträge: 31

heike befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard AW: Akasa Euler M Fanless - Passives Intel ITX-Case im Test

schick und schön. nur die 160,- haben mich in erstaunen versetzt.
ich vorher etwa mit maximal der hälfte gerechnet.
heike ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2017, 08:13   #5 (permalink)
Tweaker
 
Benutzerbild von JaRaFi
 

Registriert seit: 17.10.2016
Ort: Im Bilde
Beiträge: 419

JaRaFi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard AW: Akasa Euler M Fanless - Passives Intel ITX-Case im Test

Ja, aber die kleinen Passiven hatten leider schon immer ihren Preis.
Aber ich finde, das Gehäuse ist den Preis wert, wenn man sowas sucht.

Grüße
JaRaFi ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
[Lesertest] Gearbest HYSTOU FMP03 Fanless vs. Wintel Pro CX W8 TV im Test Michalito Erfahrungs- und Testberichte - von Usern für User 6 26.09.2016 10:07
[Test] Test: In Win 303 - Neues Case vom Trendsetter In Win TweakPC Newsbot News 1 25.05.2016 13:45
[Test] Antec P183 V3 Silent Case im Test TweakPC Newsbot News 0 13.05.2011 03:09
[Test] AeroCool RS 4 Gamer Case mit Tragegriff im Test TweakPC Newsbot News 3 03.05.2011 05:50
Euer HDD Case Test Gast Feedback & Fragen an die Crew 0 03.08.2004 19:13


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 06:33 Uhr.




Powered by vBulletin® Version 3.8.10 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, vBulletin Solutions, Inc.
SEO by vBSEO 3.5.2 ©2010, Crawlability, Inc.
Impressum, Datenschutz Copyright © 1999-2015 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved