TweakPC

Zurück   Computer Hardware Forum - TweakPC > News & Hilfen > Erfahrungs- und Testberichte - von Usern für User

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
Alt 26.04.2017, 19:00   #1 (permalink)
The real MacGyver
 
Benutzerbild von Fakk-asrock
 

Registriert seit: 10.02.2005
Ort: L/A
Beiträge: 5.371

Fakk-asrock ist ein wunderbarer AnblickFakk-asrock ist ein wunderbarer AnblickFakk-asrock ist ein wunderbarer AnblickFakk-asrock ist ein wunderbarer AnblickFakk-asrock ist ein wunderbarer AnblickFakk-asrock ist ein wunderbarer AnblickFakk-asrock ist ein wunderbarer AnblickFakk-asrock ist ein wunderbarer Anblick

Beitrag HEBE M1 RGB Headset von Gamdias

HEBE M1 RGB Headset
Gamdias ist eine neu etablierte Marke auf dem Gaming-Markt, die aktuell Tastaturen, Mäuse und Headsets anbietet. Das HEBE M1 RGB Headset verspricht satten Sound und hohen Tragekomfort zum attraktiven Kurs.

Technische Daten
Abmessungen (LxBxH)188 × 104 × 230 mm
Kabellänge 2m
Gewicht aufgesetzt: 400g
Fernbedienung mit Lautstärke- Beleuchtungs- und Vibrationssteuerung
USB-Anschluss
Lautsprecher: 2 Treiber mit jeweils Ø 50mm, NdFeB Magneten
Sensitivität 119±3dB
Impedanz 32 Ohm ± 15%
Ausziehbares Mikrofon mit Ø 6mm
Unidirektionale Ausrichtung, Sensitivität -40db±3db
30mm Vibrationseinheit


Lieferumfang
Der Lieferumfang beschränkt sich, kurz und knackig, just auf das Headset im Originalkarton. Da Transporttasche oder -beutel fehlt, muss dieser auch zum Verstauen herhalten.
Die zur Installation benötigte Software sowie der Audiotreiber muss beim Hersteller heruntergeladen werden.



Produkttest
Der Kopfhörer selbst ist solide verarbeitet. Der Kopf-Bügel besteht aus stabilen Blechsteifen und auch das Ausziehmikrofon macht nicht den Eindruck, dass man es bei häufigem Gebrauch irgendwann in der Hand halten würde. Das Mikro funktioniert übrigens in beiden Stellungen - das Ausziehen empfiehlt sich jedoch, da damit die Geräuschübertragung (Körperschall) leicht gemindert werden kann. Letztendlich wird die Soundausgabe immer mit aufgezeichnet. Für Gespräche stellt dies jedoch kein Problem dar, solange man nicht laute Musik nebenbei hört.
Die Anschlussleitung ist verflochten und zusätzlich mit einem Plastikschlauch ummantelt - damit werden Probleme beim Aufwickeln verhindert.


Der GSM-Störungs-Test mithilfe eines Smartphones im GPRS Modus erzeugte Störungen erst ab der Fernbedienung. Daraus lässt sich herleiten, dass auch dort der D/A Wandler sitzt - warum ist dann der USB Anschluss mit rund 7cm rund doppelt so groß wie herkömmliche USB Stecker? Für den Anschluss am Frontpanel des PC-Towers sollte man sicherheitshalber eine USB Verlängerung benutzen, da die Hebelwirkung beim versehentlichen Berühren schnell die USB Buchse zerlegen kann. Am Laptop kann man ggf. die rückwärtigen Anschlüsse nutzen, sofern das Gerät nicht auf dem Schoß arbeitet.


Wie bereits erwähnt, lässt sich die Beleuchtung zwar ein und ausschalten, der Farbeffekt (ein sehr weicher RGB-Farbübergang) aber nicht ändern. Die Farbmischung ist sehr harmonisch, die einzelnen Farbkomponenten sind bei allen Übergängen nicht sichtbar. Nach dem Einschalten startet die Animation bei Rot.
Die I/O Latenz liegt bei 96kHz und 24Bit bei rund 30ms.

Ergonomie:
Das Tragegewicht von ca. 400g scheint recht hoch zu sein, jedoch sind die Ohrmuscheln groß genug, um genügend Halt zu finden. Da die Ohren komplett hineinpassen, ist das Tragen auch nach Stunden angenehm, da nichts eingeklemmt wird. Die mit Kunstleder bezogenen Kissen passen sich der Körperform anschmiegsam an. Dadurch ist der Druck auf den Kopf nicht zu hoch und der Kopfhörer fällt bei schnelleren Bewegungen dennoch nicht runter - klasse!


Gut aufpassen sollte man auf die Fernbedienung. Mit rund 60cm ist sie recht weit vom Kopfhörer entfernt - eine Gegend in der sie sich leicht im Bürostuhl verfangen kann. Abhilfe schafft eine aufgeklebte Wäscheklammer oder das fixieren auf dem Schreibtisch, eine integrierte Klammer wäre auf jeden Fall wünschenswert.
Und los geht’s:

Dieses Headset lässt sich leider nur über USB und nicht über herkömmliche Klinkenanschlüsse nutzen (Hier wäre das HEBE E1 RGB ohne Surroundklang das entsprechende Pendant). Erfreulicherweise funktioniert das Headset nach dem Anschließen auch ohne Treiberinstallation sowohl unter Windows 7 bis 10, als auch an Android-Geräten. Der Anschluss ist ab USB 2.0 möglich, hier steht bereits genügend elektrische Leistung zur Verfügung. Allerdings ist das Audioformat dann auf Stereo begrenzt, Vibration und Beleuchtung lassen sich aber bereits nutzen sowie die Lautstärke über die Fernsteuerung kontrollieren. ACHTUNG: Nach dem Neu-Anschluss steht die Lautstärke unter Windows bei 100% - auch bei Nutzung anderer USB Ports!


Um in den vollen Genuss des Raumklanges zu kommen, muss man den aktuellen Treiber beim Hersteller runterladen. Zu diesem Zwecke befindet sich an dem USB Kabel ein Hinweisschildchen, das auf die HERA Software hinweist.


Das PDF-Manual kann man sich aber getrost sparen, sofern man weder Maus noch Tastatur von Gamdias nutzt. Die im Manual beschriebenen Profile und Firmware-Updates scheinen für das Headset (derzeit) nicht verfügbar zu sein.
Die Software bewirbt weitere Produkte und weist zuerst auf den fehlende Treiber hin.


Daher legen wir das Tool zur Seite und Installieren nun den Treiber von der Herstellerseite:

Der Treiber fügt zwei neue Soundgeräte, einen "Lautsprecher" und einen "digitalen Ausgang". Zwar lassen sich DTS, AC3 und WMA Pro Pass-Through im digitalen Ausgang aktivieren, jedoch besitzt das Headset keinen Decoder und bleibt daher stumm. Über PCM Bitstrom unterstütz dieser lediglich 2 Kanäle (Stereo, 44.1 und 48 kHz bei 16 Bit). Daher sollte man sich für den Lautsprecher entscheiden - hier muss man die Kanäle noch manuell auf die gewünschte Anzahl stellen (in der Regel 7.1). Maximal sind hier 96kHz bei 24 Bit einstellbar (wer es denn braucht ...).
Sollte der Sound nach der Installation noch ruckeln, muss der Computer einmal neu gestartet werden.


Sollte alles eingestellt sein kann es richtig losgehen.


Zunächst blieb die HERA Software noch leer, irgendetwas hat mit der Treiberinstallation bei mir nicht geklappt. Zwar wurde der nachinstallierte Audio-Treiber laut Gerätemanager benutzt, dennoch wollte die Software nicht mit dem Headset zusammenarbeiten und zeigt zunächst eine leere Seite:


Der Support wurde kontaktiert (Lösung wird ggf. nachgereicht), für den Test geht es erstmal an einem anderen Computer weiter.
Nach der Installation taucht tatsächlich die Software-Steuerung auf.


In den MAIN SETTINGs lässt sich die Balance und die Abtastrate (44,1 und 48 kHz, obwohl unter Windows auf 96kHz gestellt) umschalten. Merkwürdigerweise lassen sich die Eingangskanäle nur 2 Channel auswählen, die (Analog-?) Ausgangskanäle ebenfalls zwischen 2-Kanal und Headset(?) umschalten. Leider gibt es keine Dokumentation, was genau hier vorgeht. Auswirkungen haben die Umstellungen nicht.


Immerhin - mit dem 7.1 Virtual Shifter bekommt man ein Tool an die Hand, um die 8 Kanäle durchzutesten. Zuerst habe ich mir wieder die Windows Konfiguration vorgenommen und die 8 Kanäle einzelnd durchgetestet, indem ich sie Isoliert an das virtuelle Ohr gehalten habe. Tatsächlich werden 8 diskrete Kanäle übertragen.



Mithilfe von Animationen kann das Klangfeld auch kontinuierlich bewegt werden. Im Blindtest (Film-Szene) konnte ich jedoch keinen Unterschied zwischen Vorne/Mitte/Hinten ausmachen.


Eine Hochrechnung von Stereo-Sound auf SurroundSound gibt es nicht, jedoch kann das Raumgefühl über den Menüpunkt ENVIRONMENT modifiziert werden, indem Signallaufzeiten und Halleffekte berechnet werden.


Im EQUALIZER lassen sich einige Voreinstellung zur Frequenzfilterung wählen. Mit den Bass-reglern lässt sich die Shaker-Intensität ebenfalls etwas steuern.


Unter KARAOKE kann die Tonhöhe verändert und die Vocals der Ausgabe unterdrückt werden. Eine Funktion, die Microaufnahme live auszugeben beinhaltet auch eine Stimmverzerrung - allerdings überschreibt das Routing die Windowseinstellungen nicht. Möchte man diese Funktion nutzen, sollte man in den Windows Soundeinstellungen das Routing aktivieren. Das macht tatsächlich Sinn, falls man Umgebungsgeräusch (Gespräche) auch bei aufgesetztem Headset bemerken will.


Unter Update stehen keine Weiteren Funktionen zur Verfügung.


Leider lässt sich der RGB-Beleuchtungseffekt des Headsets nicht steuern.

Klang
Bereits im Stereomodus überzeugt der ausgewogene Klang des Kopfhörers. Im Vergleich zu den Bose Noise Cancelling Headphones reicht das Spektrum zwar nicht ganz so tief (<50Hz), dafür ist der Hebe aber deutlich Pegelstabiler auch bei voller Lautstärke - und macht richtig Spaß!
Die Lautstärketasten regeln die Gesamtlautstärke des Systems übrigens digital. Die kleinste Lautstärkestufe (1/100) ist daher schon relativ laut - wenn man es leiser haben möchte muss man die Lautstärke der Quell-Software (sofern möglich) weiter herunterregeln.

Die eingebaute Vibrationseinheit verstärkt den Bass klangvoll. Aktiv wird er nach dem Einschalten im Bereich von 50-120 Hz. Sie wird bei entsprechend hohen Lautstärkepegeln aktiv spürbar. Am effektivsten ist er bei Frequenzen im Bereich von 80-100Hz einzusetzen. Bei dominanten Frequenzen unterhalb von 70Hz erzeugt er Oberschwingungen (bei denen man ihn besser abschalten sollte). Sein Einsatz ist also je nach Einsatzgebiet (natürlich subjektiv) unterschiedlich sinnvoll:
- bei Games und Filmen deutliche Effektsteigerung
- bei Hip-Hop und Rap mit entsprechend tiefen Basslines lieber aus
- Bei (älteren) Rock-Genres und Klassik überraschend effektiv, da die Bass-Drum und tiefe Instrumente sehr präsent sind. Bei (Nu)Metal mit tiefer Bassgitarre aber schnell zu viel.
- Bei elektronischer Musik eigentlich recht gut einsetzbar

Bei isolierten Beats und beim Abschalten der Musik bemerkt man, dass der der Shaker noch etwas nachschwingt.


Virtueller Surroundklang mit nur zwei Treibern? Wie geht das eigentlich?
Virtueller Surroundklang wird mithilfe von Frequenzanhebung und Absenkung erreicht, um das Hörempfinden des menschliche Gehörs zu simulieren (vgl. Blauertsche Bänder). Dieses als "Psychoakustik" bezeichnete Phänomen ist unter Anderem der Ausrichtung der Ohren geschuldet, durch dessen Form der Schall aus unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich verstärkt wird. Die bis zu 8 unterschiedlichen Tonquellen im 7.1 Sound werden nach der Frequenzveränderung (siehe Abbildung unten) entsprechend zusammengemischt und auf die beiden Ausgabekanäle verteilt.
[Quelle]

Funktioniert das?
Natürlich muss man bei diesem Konzept Kompromisse eingehen. Zum einen kann das Gehör nur Geräusche lokalisieren, die es bereits (er)kennt. Für computergenerierte und künstliche Geräusche in Musik bzw. Soundeffekten in Filmen und Spielen ist dies eventuell schwierig. Außerdem: Das Lageorgan im Ohr spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, indem Kopfstellung und Schallquelle zusammen ausgewertet werden verstärkt sich der räumliche Eindruck. Der virtuelle Sourroundklang folgt der Kopfbewegung jedoch nicht, was grundsätzlich mit entsprechenden Sensoren aber denkbar wäre (Head-Tracking).

Ich persönlich habe keinen nennenswerten Unterschied zwischen der Stereo- und Surroundwiedergabe gemerkt. Auch Geräusche, die ich zufällig im Raum platziert habe, konnte ich im Blindtest nicht signifikant vorne oder hinten orten - was im echten 7.1 Klangfeld aber funktioniert.

Fazit
Das Headset kann vom Klang her überzeugen. Auch bei hohen Pegeln macht es spaß! Die Verarbeitungsqualität und der Komfort stimmen ebenfalls. Abstriche muss man leider beim Funktionsumfang und bei der Ausstattung machen: wünschenswert wäre z. B. eine Loundness-Funktion, die den Bass bei niedrigen Lautstärkepegeln etwas anhebt bzw. Peaks begrenzt.
Musik hört man mit eingeschaltetem Shaker in einer ganz neuen Dimension. Qualitativ minderwertige Soundquellen, wie z. B. 128kbit MP3 Dateien, enttarnt auch das ungeübte Ohr sofort. Für Games ist die Abmischung aber in Ordnung. Die richtige Konfiguration im Zusammenspiel mit Windows kann frickelig sein (AC3 und DTS Passthrough ohne Funktion, Manuelle Konfiguration der Kanäle und 100% Lautstärke-Problem nach Neuanschluss).

+ Klang und Pegelstabilität
+ Kräftige Bass-Vibration und virtueller Surround Sound
+ Verarbeitung und Tragekomfort
+ Preis/Leistung
- Ausstattung
- Software-Funktionen


Aktueller Preisvergleich

Geändert von Fakk-asrock (13.04.2017 um 15:32 Uhr) Grund: Fixed
Fakk-asrock ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Stichworte
gamdias, gaming headset, headset, hebe, hebe m1 rgb, rgb


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
[News] Xbox One: Headset oder kein Headset, das ist die Frage TweakPC Newsbot News 0 05.07.2013 11:45
[News] Siberia v2 Headset - neue Version des Gamer Headset von SteelSeries TweakPC Newsbot News 0 21.10.2009 02:07


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 07:57 Uhr.




Powered by vBulletin® Version 3.8.10 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, vBulletin Solutions, Inc.
SEO by vBSEO 3.5.2 ©2010, Crawlability, Inc.
Impressum, Datenschutz Copyright © 1999-2015 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved