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Alt 29.06.2017, 11:00   #1 (permalink)
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Standard Thermaltake Core P3 - Luftige Wandkunst

Thermaltake Core P3 - Luftige Wandkunst



Neben dem Thermaltake Core P5 und dem Core P7 bietet der Hersteller mit dem Core P3 ein Gehäuse mit dem gleichen luftigen Konzept für den "schmalen Taler". Auch wenn das Thermaltake Core P3 mit 125€ Straßenpreis nicht wirklich günstig ist, so ist es doch die günstigste Möglichkeit ein derart ausgefallen Gehäuse zu bekommen. Wie gut es wirklich ist, möchte ich mir heute in einem kleinen Lesertest anschauen.

Features



Verpackung & Lieferumfang

Das Thermaltake Core P3 wird in einem einfachen Pappkarton geliefert.



Auf den Seiten sind eine Abbildungen des Gehäuses - unter anderem eine Detaildartstellung - sowie die wichtigsten Informationen aufgedruckt. An den Seiten befinden sich zwei Griff-Aussparungen, die den Transport ungemein vereinfachen. Entsprechend der Größe des Gehäuses ist die Verpackung so kompakt und das Gewicht so gering wie möglich gehalten, was einen komfortablen Transport ermöglicht. Das Gehäuse ist im Karton gut geschützt. Zum einen ist der Karton selbst ausreichend dick, dass die Verpackung auch bei einem Sturz nicht gleich durchschlagen wird. Gegen größere Unfälle ist das Gehäuse durch zwei Styropor Halterungen geschützt. Diese Halterungen sorgen gleichzeitig für einen entsprechenden Abstand zwischen Karton und Gehäuse sowie eine feste Fixierung der Gehäuse-Einzelteile.



Während der Lieferung musste die Verpackung einiges einstecken, all das hat sie eingesteckt ohne dass es zu Beschädigungen am Gehäuse gekommen ist. Es ist an keiner Stelle zu wenig Schutz vorhanden. Die Reduzierung der Verpackung auf das Nötigste ist sogar eher positiv hervorzuheben, da diese Ressourcen-Verschwendung vermeidet.

Testsystem

Bevor es mit dem Gehäuse und den Messungen weiter geht, erst ein kleiner Blick auf die Testhardware.
  • CPU: AMD Ryzen 5 1400 @ Deepcool Gamer Storm Captain 240
  • MB: Asrock B350M Pro4
  • RAM: 2x 8GB Crucial Ballistrix DDR4-3000
  • GPU: MSI GTX660 Gaming
  • HDD: 1x 2,5" SSD + 2x 3,5" HDD
  • PSU: Thermaltake London 550W
Natürlich entspricht die Testhardware keinesfalls einem HighEnd-System. Viel wichtiger ist aber bei einem Gehäusetest aber auch die Verbaubarkeit der Hardware. Um zu überprüfen, wie gut die Gehäusekühlung arbeitet, reicht das obige System auch aus.

Aufbau & Montage

Von meiner klassischen Struktur mit "Aufbau Innen" und "Aufbau Außen" muss ich bei dem Thermaltake Core P3 diesmal abweichen, da es kein wirkliches "Innen" und "Außen" gibt. Der Bereich im Gehäuse besteht lediglich für die Laufwerksaufnahmen, wo SSD und HDD untergebracht werden können. Platz für ein externes 5,25"-Laufwerk bietet das Thermaltake Core P3 nicht.



Besonderheit ist noch der hier untergebrachte Halter für die Wandmontage. Dieser ist massiv, damit das Gehäuse auch sicher an der Wand hängen bleibt.



Da allerdings der Aufbau des Gehäuses selbst sehr aufwändig ist, werde ich diesem einen extra Absatz widmen.

Gehäusemontage

Das Thermaltake Core P3 wird in Einzelteilen geliefert. Das Gute daran, man hat die freie Kombinationsmöglichkeit, wie man das System aufbauen möchte. Alle Einzelteile sind in einer guten Verpackung enthalten und können Schritt für Schritt mit der der sehr detaillierten Montageanleitung verbaut werden. Es kann beispielsweise die Netzteilhalterung in zwei Orientierungen befestigt werden und für die Halterung für die Grafikkarte gibt es gar drei Optionen. Dementsprechend müssen auch bestimmte Einschränkungen in Kauf genommen werden.
Wird beispielsweise das Netzteil flachanliegend befestigt, lassen sich nur noch Mainboard bis zu einem Formfaktor mATX verbauen. Des Weiteren sieht das Thermaltake Core P3 eine Wandmontage und eine Standfuß-Montage vor.



Da Bilder meist mehr sagen als tausend Worte habe ich mich dazu entschlossen die Montage als Video anstatt als Text darzustellen - viel Spaß beim ansehen.


Hardwaremontage

Ist das Gehäuse erst einmal zusammengeschraubt, kann die Hardware extrem leicht eingebaut werden. Nach Entfernen der Plexiglas-Scheibe und der Rückwand, hat man einen extremen Spielraum für alle Bauteile. Das Mainboard kann einfach eingeschraubt werden. Gleiches gilt für die Grafikkarte, welche je nach Postion entweder direkt auf das Mainboard gesteckt wird oder über eine Halterung und ein Riser-Kabel direkt vor dem Mainboard steht.



Das Thermaltake Core P3 bietet auch für Radiatoren genügend Platz, so dass meine spezielle Version der Deepcool Gamer Storm Captain 240 auch untergebracht werden kann.



Das Netzteil wird einfach in die Halterungen eingeschoben und festgeschraubt. Dabei kann die Position durch die Auswahl der Halter definiert werden und jede Form und Größe von Netzteilen verbaut werden. Die Kabeldurchführungen am Mainboardtray ermöglichen einen elegante Kabelverlegung. Das i-Tüfpelchen wären noch Kabelführungen (bspw. in Form von L-Ständern) aus dem Hause Thermaltake, die dann an bestimmten Positionen befestigt werden können und somit zum "sauberen" Verlegen der Kabel zusätzlich beitragen. Allerdings bietet Thermaltake solche Lösungen garnicht an - vielleicht aber ein Gedanke wert - der Markt sollte vorhanden sein.



An der Rückseite können dann noch die Laufwerke in den dafür vorgesehenen Schächten platziert werden - schon ist der gesamte Aufbau fertig.



Und zum Abschluss noch das Montage-Video für die Hardware - viel Spaß beim Anschauen.


Leistungstest

Bevor ich zum Fazit komme möchte ich mich noch einmal kurz mit der Grafikkartenleistung in diesem Gehäuse beschäftigen. Jetzt wird der ein oder andere sich fragen, wie denn das Gehäuse einen Einfluss auf die Grafikkarten-Leistung haben kann. Da das Gehäuse eigentlich kein solches ist, gibt es natürlich auch keine thermischen Beschränkungen außer die der Hardware-Kühlung selbst.
Da die Grafikkarte allerdings in zwei Positionen im Gehäuse befestigt werden kann, gibt es dennoch hier eine Kleinigkeit zu beachten. Wie ich bereits im Kapitel "Aufbau & Montage" erläuterte, kann die Grafikkarte entweder direkt auf das Mainboard gesteckt oder vor diesem platziert werden - nennen wir es Parallel-Aufbau. Für die elektrische Verbindung von Mainboard und Grafikkarte beim Parallel-Aufbau sorgt ein sogenanntes Riser-Kabel, welches jeweils an Grafikkarte und Mainboard gesteckt wird. Solche Kabel - es gibt auch entsprechende Adapter - haben aber meist einen Einfluss auf die Verbindung zwischen Mainboard und Grafikkarte und wirken sich damit auch direkt auf die Leistung aus.
Gleiches gibt es auch beim Thermaltake Core P3 zu berichten. Wird die Grafikkarte im Parallel-Aufbau betrieben, so sinkt die Leistung der Karte - in meinem Fall - um circa sechs Prozent.

Für die Überprüfung habe ich einen schnellen Unigine Heaven Benchmark 4.0 mit der jeweiligen Konfiguration durchlaufen lassen. Während bei direktgesteckter GTX 660 noch 836 Punkte bzw 33,2 FPS erzielt wurden, kommt das gleiche System beim Parallel-Aufbau auf nur noch 787 Punkte bzw- 31,1 FPS.



Wer also die maximale Leistung aus seinem System herausholen will, der sollte auf den optisch auffälligeren Parallel-Aufbau verzichten.

Fazit

Mit der Core-Reihe hat Thermaltake ein ganz spezielles Klientel im Auge. Wie die großen Brüder richtet sich auch das Core P3 an Leute, die ein auffälliges System bauen wollen und es ganz im Sinne aktueller Trends auch an die Wand hängen möchten. Dieses Gehäuse hat keinen anderen Zweck als eine gute Basis für die Hardware-Show zu bieten und genau das tut es souverän. Dass das Thermaltake Core P3 nichts für Ruhe-Fetischisten ist, braucht man eigentlich nicht erwähnen - das versteht sich bei so einem offenen Gehäuse von selbst. Gleiches gilt natürlich auch für eine Kühlung der Hardware - hier limitiert ausschließlich die Hardware-Kühlung selbst.

Da es trotz des offenen Aufbaus ausreichend viele Laufwerkschächte bietet und zudem noch mit einer hohen Varibilität punkten kann, finde ich die 125€ die aktuell für das Gehäuse bezahlt werden müssen vollkommen akzeptabel. Von mir bekommt es eine bedingungslose Empfehlung - auch wenn man einen fehlenden 5,25"-Slot in Kauf nehmen muss.

positiv

+ außergewöhnliches Design
+ sehr gute Verarbeitung
+ freie Systemgeschaltung möglich
+ genügend viele Laufwerk-Schächte
+ ausreichend Platz für große Tower-Kühler


negativ

- keine Befestigungsmöglichkeit für ein 5,25"-Laufwerk
- Riser-Kabel verschlechtert GPU-Leistung
"Ein Mensch handelt zu jeder Zeit egoistisch. Jede noch scheinbar uneigennützige Tat dient nur dazu dem Bild, dass sich ein jeder von sich selbst schafft, zu entsprechen und ist damit im Egoismus gegründet. Der Held rettet die Jungfrau nicht vor dem Drachen, weil die Jungfrau in Not ist. Er tut es, weil er der Vorstellung von sich selbst entsprechen möchte."

Geändert von MisterSchue (30.06.2017 um 11:43 Uhr)
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poiu (20.06.2017), Robert (30.06.2017)
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Stichworte
core, luftige, thermaltake, wandkunst


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