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Alt 13.08.2017, 11:37   #1 (permalink)
The real MacGyver
 
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Standard Brother MFC-J5930DW 4-in-1 Tinten-Drucker mit Cloud-Anbindung

Brother: MFC-J5930DW
4 in 1 Gerät zum Drucken, Scannen, Faxen und Kopieren
2017-08-05 // FaKK-AsRock Usertest

Brothers Geräte gehen online und verknüpfen sich mit mobilen Geräten und Cloud-Diensten. Mit dem MFC-J5930DW ist nun auch ein Business-Grade Gerät mit umfangreichen Funktionen im Portfolio vorhanden.

Highlights
  • DIN A4 Vorlagenglas sowie 50 Blatt Duplex-Dokumenteneinzug
  • Schnelle erste Seite in 6 Sekunden
  • USB 2.0 Port und Host-Anschluss, Lan 10/100 BaseTX, WLan 802.11 b/g/n und NFC
  • PCL 6, PostScript 3 Emulation, PDF Version 1.7, XPS 1.0
  • 2 x 250 Blatt Papierkassette, 100 Blatt MF-Zufuhr
  • Bis zu 22 ISO-Seiten pro Minute in S/W bzw. 20 ISO-Seiten pro Minute in Farbe (beide DIN A4)
  • 3 Jahre Vor-Ort-Herstellergarantie und PRINT AirBag für 100.000 Seiten
  • Benutzerverwaltung per NFC Tags
  • Umfangreiche Connectivity mit Cloud-Diensten und Mobile App
Ausstattung und Lieferumfang

Lieferumfang
  • Gerät MFC-J5930DW
  • 4 Starterpatronen: Schwarz für ca. 2.400 Seiten, Cyan, Magenta, Gelb für je ca. 975 Seiten
  • Netzkabel
  • Faxanschlusskabel
  • Anleitungen Installationsanleitung, Benutzerhandbuch, Handbuch auf CD-ROM
  • Software Drucker-, Scanner- und PC-Faxtreiber für Windows und Mac, Control Center 4 & Nuance® Paper Port® 14 (Win), Control Centre 2 inkl. Nuance® OCR Modul (Mac)
USB- und Netzwerkkabel liegen nicht bei.


Technische Daten
In diesem Abschnitt sind die wichtigsten technischen Daten zusammengefasst bzw. selbst recherchiert worden (Kursiv). Das vollständige Datenblatt am Ende angehängt.
  • Maße (B x H x T)
    • Grundmaß: 53 x 38 x 40 cm
    • Betriebsbereit mit ausgeklappter Papierlade: 53 x 38 x 61 cm
    • Mit offenem Deckel: 53 x 62 x 61 cm
  • Gewicht ca. 21 kg
  • Speicher 512 MB
  • Energieverbrauch:
    • Kopieren: 30 W
    • In Bereitschaft: 6,5 W
    • Schlafmodus: 1,6 W
    • Ausgeschaltet: 0,04 W
Bedienung
  • 9,3 cm Touchscreen-Farbdisplay
  • physisches Zahlentastenfeld


Connectivity
  • USB 2.0 Host-Buchse für USB-Stick bis 256GB (mobile Festplatten werden nicht unterstützt)
  • USB 2.0 Typ B PC-Anschluss (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • ISDN Anschluss (Fax)
  • NFC Empfänger für NFC-Karten (Authentifizierung)
  • NFC Schnittstelle zur Kommunikation mit Mobilgeräten (iPrint&Scan App)
  • WiFi Direct mit WPS Funktion
  • WLAN 2.4Ghz 802.11b/g/n mit bis zu 72Mbit/s (1x1, 20Mhz Kanalbreite)
  • LAN-Schnittstelle 10BaseT/100Base-TX (nicht im Lieferumfang enthalten)
  • Management Embedded Web Server zur einfachen Konfigurierung
  • Zugriff auf FTP und SMB Freigaben
  • Emailversand über POP3, IMAP4, SMTP
  • Diverse Web Services (Druck/Scan)


Scannen und Kopieren
  • DUAL-CIS Farbscanner
  • Farbtiefe 24 Bit mit 256 Graustufen
  • Vorlagenglas 215,9 mm x 279 mm (B x L)
  • Scanauflösungen:
    • Vorlagenglas bis zu 2.400 x 1.200 dpi (optisch)
    • Einzugsscanner, Scannen am Gerät und Kopierer bis zu 600 x 600 dpi
  • Funktionen:
    • Grundfarben-Entfernung; 1-auf-2 Scan; Leere Seiten überspringen, DIN A3 Scan
    • Scan-to-E-Mail/Datei/Bild/Text/USB-Stick/Web-Dienste/E-Mail Server/FTP/Netzwerk (SMB)/ SharePoint,
    • Clouddienste: Facebook, FLICKR, Google Drive, EVERNOTE, Dropbox, Box, OneNote und OneDrive
  • Kopiergeschwindigkeiten
    • bis zu 12 Seiten/Min. in S/W
    • bis zu 9 Seiten/Min. in Farbe


Drucken

  • Piezo-Technologie, 4 separat auswechselbare Tintenpatronen mit pigmentierter Tinte
  • Druckgeschwindigkeiten
    • bis zu 22 ISO-Seiten/Min. in S/W
    • bis zu 20 ISO-Seiten/Min. in Farbe
    • bis zu 35 Seiten/Min. in S/W (Entwurfsmodus)
    • bis zu 27 Seiten/Min. in Farbe (Entwurfsmodus)
  • Druckauflösung bis zu 4.800 x 1.200 dpi, jedoch bis zu 600 dpi in den Druckeinstellungen auswählbar
  • Automatischer Duplexdruck bis zu DIN A4
  • PCL 6, BR-Script 3 (PostScript 3 Emulation), PDF Version 1.7, XPS Version 1.0
  • 2 x 250 Blatt Papierkassetten; 100 Blatt Multifunktionszufuhr, mit Papierstands-Sensoren
  • Unterstützte Papierformate:
    • Papierkassette 1
      • Querformat: DIN A4, LTR, EXE
      • Hochformat: DIN A3, Ledger, Legal, Folio, DIN A5, DIN A6, Foto (10x15cm), Karteikarte (127x203mm), Foto-L (89x127mm), Foto-2L (127x178mm), C5, Com-10, DL Umschlag, Monarch
    • Papierkassette 2:
      • Querformat: DIN A4, Letter
      • Hochformat: DIN A3, Ledger, Legal, Folio
    • Duplexdruck: DIN A4, Letter, EXE, DIN A5
    • Kopieren: DIN A4, Letter, DIN A5
    • Automatischer Einzug: Breite: 105 bis 215,9 mm Länge: 148 bis 355,6 mm
    • MF-Zufuhr
      • Querformat: DIN A4, Letter, EXE
      • Hochformat: DIN A3, Ledger, Legal, Folio, DIN A5, DIN A6, Foto (102x152mm), Karteikarte (127x203mm), Foto-L (89x127mm), Foto-2L (127x178mm), C5, Com-10, DL Umschlag, Monarch
    • Randloser Druck: DIN A3, DIN A4, Letter, DIN A6, Foto, Karteikarte, Foto-L, Foto-2L, Ledger
  • Verbrauchskosten
  • Tintenpatrone, Schwarz: Brother LC-3217BK und LC-3219XLBK (550 Seiten bzw. 3000 Seiten)
  • Tintenpatrone, Cyan: Brother LC-3217C und LC-3219XLC (550 Seiten bzw.1500 Seiten)
  • Tintenpatrone, Magenta: Brother LC-3217M und LC-3219XLM (550 Seiten bzw. 1500 Seiten)
  • Tintenpatrone, Gelb: Brother LC-3217Y und LC-3219XLY (550 Seiten bzw. 1500 Seiten)
Daraus ergibt sich ein Seitenpreis von 7,1 ct in Farbe und 1,4 ct Schwarzweiß über ca. 15.000 ISO Seiten gerechnet.


Faxfunktion
  • Übertragungsgeschwindigkeit 33.600 bps
  • Sende- und Empfangsspeicher bis zu 200 Seiten (ITU-T Test Seite #1/MMR)
  • PC-Fax-Funktion Senden und Empfangen unter Windows; Senden unter Mac und Linux
  • Faxvorschau über das 9,3 cm Touchscreen-Farbdisplay
  • Faxen ohne PC über DIN A4 Vorlagenglas und 50 Blatt Duplex-ADF
  • Adressbuch mit 100 Kontakte mit je 2 Nummern oder E-Mail-Adressen, über das Webinterface eingebbar
Eine direkte VoIP Unterstützung mittels integriertem Client ist nicht vorgesehen.


Test

Verarbeitung
Das Gerät wird fertig vormontiert und einsatzbereit geliefert. Der Korpus besteht - wie für Geräte Bis DIN A3 üblich - vollständig aus Kunststoff, der seinen Zweck erfüllt und nebenbei das Gewicht reduziert. Alle Wartungsklappen sind leicht zugänglich und fallen bei Betätigung nicht auseinander. Es handelt sich um einen typischen Drucker, wie sie schon seit Jahrzenten gefertigt wird, ohne empfindliche Hochglanzflächen oder Schnick-Schnack.

Inbetriebnahme

Nach dem Auspacken sollten zu aller erst die Schutzhalterungen entfernt werden, die zur Transportsicherung geklebt wurden. Anschließend kann das Gerät mit Strom versorgt und initialisiert werden. Dabei fragt das Gerät anfangs das Datum ab - dies ist notwendig um mit der Gültigkeit von Sicherheitszertifikaten zur Datenverschlüsselung umgehen zu können. Sobald eine Netzwerkverbindung steht, wird die Uhrzeit von einem konfigurierbaren Webdienst abgerufen.
Vor Einsetzen der Tintenpatronen muss die orangene Halterung entfernt werden. Mithilfe von Gummidichtungen verhindert sie, dass Tintenreste aus dem Gerät laufen, falls keine Patronen montiert sind. Damit sie nicht verloren geht, besitzt sie einen eigenen Lagerplatz im Gerät. Anschließend wollen die Patronen 15x geschüttelt und eingesetzt werden. Die Erst-Initialisierung dauert rund 7-8 Minuten und endet mit einem Testdruck, der die Düsen auf Verstopfung prüft.


Um das Gerät mit dem Netzwerk zu Verbinden kann sowohl auf LAN und WLAN zurückgegriffen werden. Um die Ersteinrichtung zu vereinfachen, bietet Brother eine Erstkonfigurationsroutine, bei der sich ein mobiles Endgerät über WiFi-Direct mit dem WLAN -HotSpot des Druckers verbindet. Das Verbinden über das Nutzermenü ist ohne Probleme möglich, dank des Touchscreens lassen sich Eingaben unkompliziert auf der virtuellen Tastatur tätigen. Zur Eingabe von Ziffernfolgen können gleichzeitig auch die Hardwaretasten zum Einsatz kommen.


Beachten sollte man allerdings, dass das WLAN Modul nur im 2.4 GHz-Bereich funkt. Aufgrund der 1x1 Antennenkonfiguration und schmalen Kanalbandbreite von 20MHz ist die Übertragungsgeschwindigkeit auf 72 MBit/s gedeckelt. Bei der Nutzung der LAN-Schnittstelle erreicht man mit einer 100MBit/s Voll-Duplexanbindung etwas höhere Datenraten, was sich aber nur bei der Übertragung sehr großer Druck- oder Scandaten spürbar auswirkt. Im geöffneten Gerät können die Telefon-, das LAN- und USB-Kabel sauber verlegt werden. Außer dem Faxanschlusskabel ist dieses Zubehör nicht im Lieferumfang enthalten.


Nachdem das Gerät im Netzwerk integriert ist können die weiteren Einstellungen komfortabel über das Webinterface getätigt werden. Dazu wird die IP-Adresse über ein sich ebenfalls im Netzwerk befindliches Gerät über einen Webbrowser aufgerufen.
Die Einstellungen sind wie folgt gegliedert:
  • Allgemein
    • Übersicht der Verbrauchsmaterialien Tinte und Papier
    • Energie und Lautstärkeeinstellungen
  • Adressbuch
    • Eingabe von bis zu 100 x 2 Telefonnummern für den Faxbetrieb
    • Im- und Export
  • Fax
    • Faxanschlusseinstellungen und -konfiguration
  • Drucken
    • Drucklautstärke
    • Papierfacheinstellungen
  • Scannen
    • Emailversand
    • FTP und SMB Scaneinstellungen
    • 5 vordefinierte Scanprofile
  • Administrator
    • Firmware-Update
    • Benutzerrechteverwaltung (10 Benutzer)
    • Zählerverwaltung
  • Netzwerk
    • Netzwerkkonfiguration
    • E-Mail-Berichte


Achtung: Während der Drucker internetbasierte Apps ausführt, können Einstellungen nicht gespeichert werden.

Druck- und Scantest

Installation
Zur Installation des Netzwerkdruckers muss der Treiber aktuell direkt von Brother bezogen werden, über das Windows Update wird er noch nicht bereitgestellt. Wer auf die beiliegende CD-ROM nicht zugreifen kann/will, geht auf der Herstellerseite auf Support\Software und Treiber (Auf der Produktseite sind unter Downloads nur die Datenblätter gelistet). Anschließend muss nach dem Gerätetyp gesucht werden. Zur Auswahl stehen neben der umfangreichen Software-Suite auch abgespeckte Downloads, die nur den Treiber beinhalte. Die komplette Softwaresuite ist fast 400 MB groß, die Komponenten können einzeln abgewählt werden.


Druck
Der Drucker druckt schnell und makellos. Der Treiber erweitert die Druckeinstellungen in gewohnter Art und Weise, um Druckqualität, Farbverwaltung und Auflösung anzupassen. Entgegen der Herstellerangaben ließ sich die Druckauflösung nicht über 600dpi einstellen.


Anbei eine Testseite, die bei maximaler Druckqualität und 600 dpi auf Normalpapier gedruckt wurde. Anschließend wurde sie mit 1200dpi gescannt. Neben dem Referenzbild ist ein älteres Brother Modell, ein MFC-5890CN (BJ 2009), als Referenz zum Einsatz gekommen.


In den Detailaufnahmen wird der deutlich höhere Kontrast der Pigmenttinte sofort sichtbar. Schwarze Anteile fallen deutlich dunkler aus im Vergleich zu herkömmlicher Druckertinte. Im Gegensatz zu Laserdrucken glänzt sie nicht im Gegenlicht.
Brother MFC-J5930DW Detail 1:
Spoiler:


Brother MFC-5890CN Detail 1


Referenztestbild detail2


Brother MFC-5890CN - Detail2


Brother MFC-J5930DW Detail 2


Scan
Erfahrungsgemäß speichern Scanner ihr Scangut nur in bescheidener JPEG-Qualität - so werden auch hier Bilder in JPEG-quality 33gespeichert .


Die aktive Funktion "Leere Seite überspringen" erzwingt die Nutzung des Einzugsscanners - hier wäre ein Außerkraftsetzen bei Nutzung des Vorlagenglases wünschenswert. Daher sollte man in den Scanprofilen diese Option nicht aktivieren, falls man nicht ausschließlich den Einzugsscanner verwenden möchte.


Hohe Auflösungen von über 600 DPI müssen über die PC Software durchgeführt werden. Dabei stehen bis 1200 DPI nach der abgespeckten Treiberversion über die Windowseigene WIA-Unterstützung zur Verfügung. Für höhere (aber eh nur interpolierte) DPI Auflösungen muss die Softwaresuite installiert werden. Im Scan Utility lassen sich nun bis zu 19.200 DPI auswählen. Im Test verweigerten WIA-Schnittstelle jedoch den Dienst für Auflösungen > 4800DPI, getestet über die Grafikprogramme IrfanView, Photoshop und das mitgelieferte Scan-Tool.


Neben ORC bietet das mitgelieferte Scan-Tool auch einen Scan-Modus für Ausweise, die nacheinander beidseitig gescannt und automatisch auf eine DIN A4 Seite zusammengeschnitten werden. Die datenschutzrechtlich geforderte Maskierung wird nicht durchgeführt. Das Scannen von geldscheinähnlichen Motiven wird sofort nach der Erkennung mit einer leeren Fehlermeldung abgebrochen.


Apps, Netzwerk, Cloud & mobile Nutzung
Benutzerverwaltung und NFC-Tags
Die Benutzersteuerung kann mittels NFC Tags benutzt werden. Hierfür können bis zu 10 unterschiedlicher Benutzer mit individuellen Rechten angelegt werden, wobei die ID des Tags als Zugangsschlüssel fungiert. Sollte diese nicht bekannt sein, lässt sich problemlos mit einschlägigen NFC-Readern auslesen, die Eingabe erfolgt ohne Trennzeichen ':'. Im Test funktionierte das Anmelden mit Kreditkarten, Personalausweisen, NFC-Tags und üblichen Mitarbeiterausweisen ohne Probleme. Die Nutzung von MIRFARE Zugangsschlüsseln schlug jedoch fehl, da die ID-Länge nicht ausreichend war. Sobald ein nicht bekannter NFC-Tag erkannt wird, spuckt das Gerät eine Fehlermeldung aus. Über die Benutzerverwaltung können sich freigeschaltete Benutzer auch mittels 4-stelligem Zahlencode anmelden.


WiFi-Direct
im WIFi-Direct Modus erstellt der Drucker einen WLAN Hotspot, über den sich Geräte mit ihm verbinden können. Diese Variante bietet sich für Umgebungen an, in denen keine Netzwerk-Infrastruktur zur Verfügung steht, wie z. B. Messestände.

LAN und WLAN
Die maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit bei hochaufgelösten Scans wurde mit rund 8-9 MB/s über LAN ermittelt. Für papierlose Büros stellt der Scan ans Netzwerk eine besonders komfortable Möglichkeit da, Papierschriftwechsel zu digitalisieren. Dabei lässt sich direkt auf ein freigegebenes Computerverzeichnis scannen oder auf eine Netzwerkfreigabe von Servern, NAS-Systemen oder Routern. Ein Scannen auf ftp-Server funktioniert ebenfalls problemlos. Mithilfe der Vorgaben lässt sich schnell der passende Typ auswählen, bspw. PDF-Dokument oder JPEG-Bilddatei. Die Benennung kann mit eigenen Prä- und Suffixen angepasst werden.
Angenehm ist auch die Möglichkeit, Scans über den Brother SMTP an die eigene E-Mailadresse zu senden. E-Mailadressen müssen dafür nicht registriert werden, bleiben im Gerät gespeichert und lassen sich per PIN gegen unbefugtes Scannen sichern. Die Einbindung ins Active Directory wurde im Rahmen dieses Reviews nicht getestet.

CloudDienste und Apps
Die genannten Aps stellen zum einen Quellen und Senken für die Druck- und Scanfunktion dar, zum anderen bieten sie aber auch spezielle Funktionen z. B. zum Scannen von DIN A3 Bögen auf durch Kombination zweier DIN A4 Scans, von Notitzen oder Aufnahmen mit hohem Kontrast..


Um die Clouddienste zu verbinden, muss eine temporäre ID über den Brother Webservice angelegt werden, mit der die Zugangsdaten an den Drucker übertragen werden. Diese temporäre ID ist 24h gültig und wird erstellt, ohne dass Personenbezogene Daten abgefragt werden. Anschließend lassen sich beliebig viele Dienste mit der ID verknüpfen, wobei sehr wohl personenbezogene Daten erhoben werden können (z.B. des verknüpften Facebook-Profils).


Beim Erstmaligen Zugriff auf einen Cloud-Dienst fragt der Drucker die temporäre ID ab, um die Accounts abzurufen. Vermutlich werden die Zugangsdaten in einem Brother-Dienst hinterlegt, der als Vermittler zwischen Endgerät und Cloud fungiert. Auf diese Art und Weise kann die Kompatibilität einfacher und ohne notwendige Firmware-Updates aufrechterhalten werden. Während des Tests wurde das Gerät auf die Firmwareversion G1706051234 aktualisiert.
Bei jedem Zugriff auf Apps erscheint überdies eine Information zum Zugriff auf Internetdienste, gefolgt von der Frage, diese Information abzuschalten. Trotz Abschaltung poppte die Info im Test aber jedes Mal wieder auf.


Im Beispiel von Facebook werden Scans "as is" in ein Facebook-Album geladen, die weitere Bearbeitung (Zuschnitt, Bearbeitung, Benennung etc.) erfolgt nicht über den Drucker. Andersherum lassen sich Bilder aus Facebook drucken oder auf einem lokal angeschlossenen Speicherstick speichern:
Spoiler:



An Facebook gescannte Dokumente werden sofort mit den bei der Freigabe eingestellten Sichtbarkeitseinstellungen gepostet:


Brother-Cloud mit QR-Code
Eine interessante Möglichkeit, Dokumente unkompliziert zu versenden, ist die Freigabe mittels QR-Code. Das eingescannte Dokument wird dabei auf einem Brother-Server gehostet und der Zugangslink als QR-Code angezeigt. Mit dem Code oder Link sowie dem angezeigten Pin-Code kann anschließend auf das Dokumnet zugegriffen werden - beide passt beispielsweise in eine SMS.


App Connectivity
Über einen QR-Code kann die App mithilfe des Druckers direkt bezogen werden. Alternativ sucht man nach dem App-Namen "Brother iPrint&Scan".



Die App verbindet sich nun über die IP-Adresse des Druckers, am schnellsten funktionierte es im Test durch die manuelle Eingabe. Durch die manuelle Eingabe können auc hDrucker in fremden Netzwerkbereichen verbunden werden, die beispielsweise über VPN gekoppelt sind! Der jeweilst zuletzt genutzte Drucker wird in der App gespeichert, sodass sich nach dem Start direkt darauf zugreifen lässt.


Nach einer erfolgreichen Verbindung kann der Gerätestatus in der App überprüft werden.


Entgegen einiger Nutzerberichte die das Arbeiten mit der App selbst auf 4 Jahre alter Smartphonehardware flüssig und ohne Probleme, sowohl mit aktuellen als auch 8 Jahre alten Brother Geräten.
Nach dem Verbinden werden die jeweilig nutzbaren Funktionen: Drucken und Scannen angezeigt. Generell können Drucker auch über WiFi-Direct, Bluetooth und NFC verbunden werden-


Über NFC können die Funktionen Scannen und Drucken von Mobilgeräten genutzt werden, ohne dass sich diese im Netzwerk befinden müssen. Zum Übertragen der Daten muss das Endgerät Kontakt mit der freien Fläche links neben dem Touchscreen haben und halten, da kein Handover zu Bluetooth o.ä. möglich ist. Das Übertragen eines rund 500kb großen Scans dauert rund 10 Sekunden und damit etwas länger, als der Scanvorgang selbst.


Etwas Schneller geht die Datenübertragung über das Netzwerk. Die Physische Entfernung spielt dabei natürlich keine Rolle mehr, sodass auch Geräte über VPN-Verbindungen hinweg angesprochen werden können. Soblad das Bild auf dem Smartphone geladen ist, kann es entweder gespeichert oder geteilt werden.


In der App können leider keine Bearbeitungen an dem gescannten Bild vorgenommen werden. An dieser Stelle kann aber auf andere einschlägige Mobil-Apps zurückgegriffen werden.


Wählt man keine Option aus, so wird es wieder verworfen.


Fazit
Der Brother MFC-J5930DW zeichnet sich durch seine hervoragende Integrierbarkeit in (Business-) Netzwerkumfeldaus. Er bietet eine Benutzerverwaltung für den Einsatz in kleinen und mittleren Büros und Arbeitsgruppen. Durch seine Mobilegeräte-App- und Cloud-Anbindung ist er dem heutigen Büro-Alltag sicherlich bereits einen Schritt voraus.
Durch die Verwendung pigmentierter Tinten eignet er sich für anspruchsvolle Druckerzeugnisse ohne Laser-typische Lichtreflexionen und natürlich wischfest.

Funktionsumfang, Connectivity
Sehr schnelles Drucken ohne nervige Geräuschkulisse
Umfangreiches Webinterface
Einfache Benutzeridentifizierung mittels NFC-Tags
Erstinitialisierung über WiFi vorgesehen: kein USB Kabel beiliegend
WLAN-Anbindung und Cloud-operationen teilweise langsam

Weitere Informationen
Herstellerseite

Bezugsquellen
Amazon.com

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf datenblatt_mfc-j5930dw.pdf (1,26 MB, 1x aufgerufen)
Fakk-asrock ist gerade online   Mit Zitat antworten
2 Benutzer bedanken sich für den Beitrag:
Oromis (14.08.2017), poiu (13.08.2017)
Alt 14.08.2017, 17:08   #2 (permalink)
Extrem Tweaker
 
Benutzerbild von poiu
 

Registriert seit: 19.10.2013
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poiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Menschpoiu ist ein sehr geschätzer Mensch

Standard AW: Brother MFC-J5930DW 4-in-1 Tinten-Drucker mit Cloud-Anbindung

Schöner Test, Test zu Druckern sieht man ja heute nicht mehr so oft wie vor einigen Jahren

Geändert von poiu (14.08.2017 um 18:03 Uhr)
poiu ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
brother, business, drucker


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