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Alt 30.08.2017, 13:15   #1 (permalink)
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Oromis wird schon bald berühmt werden

Standard LC Power LC-Key-Mech 1 – Der mechanische Preisbrecher

LC Power LC-Key-Mech 1 – Der mechanische Preisbrecher

- Die Tastatur
- Spezifikationen
- Lieferumfang
- Technik, Design, Layout
- Beleuchtung, Makros
- Fazit

Die Tastatur
Nach dem mit dem LC-CC-120 kürzlich bereits ein Kühler aus dem Hause LC-Power hier auf dem Teststand war, folgt nun mit der LC-Key-Mech-1 ein weiteres Produkt des deutschen Unternehmens; dieses mal allerdings eine Tastatur.

Diese ist das mechanische Erstlingswerk der Firma, setzt auf rote Cherry-Switches und auf eine gleichfarbige LED-Beleuchtung. Darüber hinaus gibt es diverse Makros und Zusatzfunktionen per Zweitbelegung und eine schwarze Oberfläche aus Aluminium. Das für Gaming-Produkte obligatorische N-Key-Rollover ist selbstverständlich auch mit dabei.

Aktuell kostet das Modell knapp 70€ und ist damit eine der günstigsten Tastaturen mit Cherry-Tastern und Hintergrundbeleuchtung.

Für den Test kommt die momentan erhältliche Tastatur mit roten Schaltern zum Einsatz, diese benötigen zur Betätigung ein Gewicht von 45g und haben keinen spürbaren Auslösepunkt. Eine Übersicht über die Eigenschaften der verfügbaren Switches ist auf der Produktseite von Cherry zu finden.

Spezifikationen
  • Grundfläche: 444x165mm
  • Kabellänge: 1,8m
  • Tastenart: mechanisch; Cherry MX Red
  • Makros (Zweitbelegung): 8x Multimedia, 6xMakro
  • Hintergrundbeleuchtung: Rot
  • Rollover: N-Key
  • Aktueller Marktpreis: 70€
  • Herstellergarantie: 2 Jahre

Lieferumfang
Die LC-Key-Mech-1 wird in einem farbig bedruckten Pappkarton geliefert. In diesem befindet sich, neben der Tastatur, ausschließlich die deutschsprachige Anleitung.


Technik, Design, Layout
Während das Gehäuse der Tastatur aus Kunststoff schwarzem besteht, wird die gesamte Oberfläche unterhalb der Tasten, lobenswerterweise, von einer gleichfarbigen Abdeckung aus Aluminium bedeckt. Dementsprechend ist die Tastatur auch recht schwer und verwindungssteif, was beides der Ergonomie zu Gute kommt.

Beim Layout kommt beider LC-Key-Mech-1 die deutsche Standardkonfiguration zum Einsatz, wobei die rechte Windows-Taste, wie oft zu sehen, als FN-Taste ausgeführt ist. Statt normalen StatusLEDs verbaut LC-Power diese unter einer Maske, so dass anstatt einem schlichten Streifen Symbole aufleuchtet. Das Segment in dem sich die LEDs befinden ist nicht mit Metall bedeckt, hier kommt stattdessen schwarzer Hochglanzlack zum Einsatz.

Die Tastenkappen bestehen, wie für beleuchtete mechanische Tastaturen üblich, aus einem transluzentem Kunststoff auf den die schwarze Beschichtung aufgebracht wurde. Der Kunststoff wird von der unter dem Schalter verbauten, roten, LED angestrahlt und leuchtet dementsprechend. Dieses Leuchten wiederum sieht man an an den nicht vom Lack bedeckten Stellen. Der Rest des Lichtes wird reflektiert und beleuchtet so die Räume zwischen den Schaltern.
Wie für das Preissegment üblich sind die Tasten an der Unterseite nicht entgratet; was aber ohnehin allenfalls ein kosmetischer Makel ist. Ansonsten lässt sich an der Verarbeitung der Tastenkappen nichts kritisieren; die Haptik ist an genehm und der Lack sauber aufgetragen.

Bei den verbauten Stabilisatoren setzt LC-Power auf die Cherry-Bauart und dementsprechend Haltekreuze.

Das Tippgefühl entspricht dem, das man von MX-Reds erwartet: Der Druckweg ist linear und bricht nicht aus. (Teil)Defekte oder anderweitig negativ auffallende Schalter sind nicht zu finden.

Die Kappen sind quadratisch und konkav geformt. Unter ihnen zeigen sich die – in diesem Fall roten - Cherry-Schalter mit den jeweils verbauten, roten, LEDs. Die Platine ist nur unter der Leertaste an einem kleinen Ausschnitt zu sehen, ansonsten ist alles von der Aluminiumoberfläche überdeckt.

Auf der Unterseite der K63 sind vier Gummidämpfer angebracht; auf den Aufstellfüßen befinden sich ebenso welche. Dank des hohe Gewichts rutscht die Tastatur beim schreiben weder flach noch aufgestellt. Die beiden ausklappbaren Kunststofffüße erhöhen das Heck des Geräts um weitere 6 auf insgesamt 32 Millimeter.

Die Verbindung erfolgt über ein fest installiertes Kabel an der Unterseite der Tastatur. Von dort aus kann dieses über einen Kabelkanal entweder mittig, oder links bzw. rechts versetzt herausgeführt werden. Am Ende der jeweiligen Kanäle ist eine Verengung, die das Kabel dort fixiert; indem die sehr dicke Kabelisolierung dort eingedrückt wird. Wie bereits erwähnt wird auf einen Kabelsleeve verzichtet; der Stecker ist aber dafür vergoldet.

Bei der Verarbeitung des Gehäuses erlaubt sich der Hersteller keine Fehler. Das Gehäuse ist stabil und knarzt nicht; die Tastenkappen sind sauber lackiert und wie das Gehäuse angenehm in der Haptik. Wie im Preissegment üblich sind die Kappen an der Unterseite nicht entgratet.

Das Rollover der Tastatur funktioniert problemfrei: Blockaden, Verzögerungen oder andere Auffälligkeiten beim Drücken mehrerer Tasten gleichzeitig treten keine auf.

Beleuchtung und Makros
LC Powers LC-Key-Mech-1 wird ausschließlich über die Tastatur selbst gesteuert; eine Software ist nicht vonnöten. Die Steuerung erfolgt, wie die Realisierung der Makrotasten, über die FN-Taste, die die rechte Windows-Taste ersetzt.

An Multimediamakros bietet die Tastatur Einstellungen für den Windows-Mediaplayer und die Systemlautstärke mit den Tasten F1 bis F8; anschließend folgt die Lichteinstellung, die WinLock-Funktion und, auf F12, eine komplette Tastatursperre um Eingaben vollständig zu unterbinden.

Darüber hinaus ist der Sechserblock über den Pfeiltasten mit programmierbaren Makros zweitbelegt; die direkt an der Tastatur aufgenommen werden. Es können bis zu 30 Zeichen gespeichert werden, wobei die Zeitabstände, in der die Tasten eingegeben werden, nicht mit aufgenommen werden. Stattdessen kommt ein (sehr kurzer) Standardinterval zum Einsatz.

Die Beleuchtung der Tastatur kann standardmäßig in drei Helligkeitsstufen geregelt werden, die über zwei der Pfeiltasten umgestellt werden. Die höchste Stufe ist dabei mehr als ausreichend hell, die unterste wiederum unaufdringlich.
Darüber hinaus stehen neben der statischen Beleuchtung noch zwei weitere Profile – ohne Nummernblock oder nur WASD und die Pfeiltasten – und ein Atmen-Effekt zur Verfügung. Die Einstellung der Helligkeit betrifft nur die statischen Effekte, der dynamische bleibt davon unberührt.

Auffallend ist, dass bei jeder Beleuchtungsänderung selbige kurz ausgeht um direkt danach wieder anzugehen – ein kleiner Schönheitsfehler. Auch ist die Beleuchtung von manchem Symbolen recht ungleichmäßig, das betrifft vor allem Sondertasten wie die Leertaste oder TAB.
Lobenswert ist wiederum, dass bei keinem Effekt und keiner Helligkeitsstufe ein Spulenfiepen zu vernehmen ist - das dürfte die alle Nutzer freuen.

Fazit
Mit ihren geringen Anschaffungskosten und den trotzdem reichlich vorhandenen Features positioniert sich die LC-Key-Mech-1 als Preisbrecher.

Für 70€ erhält man eine grundsolide Tastatur die, für ihren Preis überdurchschnittlich, mit einer Metalloberfläche und einem Kabelkanal daherkommt. Die Verarbeitungsqualität ist dabei dem Preis entsprechend gut; das Gehäuse anständig verarbeitet.

Die Realisierung von Makros über die FN-Taste funktioniert dabei tadellos, eben so wie die Einstellung der Beleuchtung. Bei der Beleuchtung ist anzumerken, dass sie bei Effektwechseln kurz flackert und bei großen oder mehrfach bedruckten Tasten nicht ganz gleichmäßig ausgeleuchtet ist; das ist aber angesichts des Preises zu verschmerzen. Positiv zu vermerken ist außerdem; dass es bei keinem Beleuchtungsmodus ein Spulenfiepen gibt.

Alles in Allem erhält man mit der LC-Key-Mech-1 eine für den Preis überdurchschnittliche mechanische Tastatur, die gerade für preisbewusste Spieler und Einsteiger im mechanischen Segment empfehlenswert ist. Insbesondere auch deswegen, weil Besonderheiten wie die Metalloberfläche und der vergoldete Stecker in der Praxis einen wertigen Eindruck hinterlassen.

Positiv:
- Solide Verarbeitungsqualität
- Kein Spulenfiepen
- Für den Preis überdurchschnittliche Features (Metalloberfläche, Kabelkanal)

Negativ:
- Beleuchtung flackert beim Effektwechsel und ist nicht ganz gleichmäßig

Freundin? Ich? Heißt Vega.
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