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Alt 01.12.2017, 09:01   #1 (permalink)
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Oromis wird schon bald berühmt werden

Standard ACGAM AG-109R - mechanische Tastatur im Test - Switches und Tastatur aus der Ferne

ACGAM AG-109R - Switches und Tastatur aus der Ferne

- Die Tastatur
- Technik, Design, Layout
- Beleuchtung, Makros
- Software
- Fazit

Die Tastatur
Die Firma ACGAM (Kurzform für „Action Gaming“) ist noch nicht mal ein halbes Jahr alt und bietet schon sechs Produkte an: Je zwei Mäuse, Tastaturen und Mauspads.
Die teurere der beiden Tastaturen, die ACGAM AG-109R, ist heute im Test.

Diese setzt auf blaue Switches aus dem Hause Outemu (Auch bekannt als „Gaote“), die zumindest laut Spezifikation dem gleichfarbigen Äquivalent von Cherry entsprechen.
Mit dabei ist auch die heutzutage übliche RGB-Beleuchtung sowie eine Metalloberfläche. Makros und Einstellungen werden über eine Zweitbelegung per FN-Taste realisiert; als Layout kommt eine Mischung aus dem Deutschen und dem Amerikanischen zum Einsatz. Gamer freuen sich zudem über ein vollständiges N-Key-Rollover.

Mit einem Preis von circa 50€ ist die ACGAM auf dem Niveau anderer Importtastaturen.

Das Sample wurde freundlicherweise von Geekbuying bereitgestellt, einem der (weltweiten) Anbieter der Tastatur. Bei lokalen Anbietern wie Mindfactory, Caseking oder Alternate ist die Tastatur bislang nicht erhältlich.

Spezifikationen
Grundfläche: 436x130 mm
Kabellänge: 1,8m
Tastenart: mechanisch; Outemu Gaote Blue
Makros (Zweitbelegung): 4x Multimedia, 15xEinstellung
Hintergrundbeleuchtung: RGB
Rollover: N-Key
Aktueller Marktpreis: ~50€
Herstellergarantie: 18 Monate

Lieferumfang
Die AG-109R wird in einem schlicht bedruckten Pappkarton geliefert. In diesem befindet sich, neben der Tastatur noch eine Treiber-CD, ein Tastenentferner und eine knappe Anleitung in mehreren Sprachen. Die Übersetzung derselben ist wie von Importprodukten gewohnt verständlich, weist aber die üblichen kleinen Fehler auf.


Technik, Design, Layout
Während das Gehäuse der Tastatur aus schwarzem Kunststoff besteht, wird die gesamte Oberfläche unterhalb der Tasten, lobenswerterweise, von einer gleichfarbigen Abdeckung aus Aluminium bedeckt. Diese ist an den Seiten abgeschrägt und glänzt an dieser Schrägung.
Durch die Metallplatte ist die Tastatur recht schwer und verwindungssteif, was beides der Ergonomie zuträglich ist.

Beim Layout kommt bei der Tastatur, wie bereits gesagt, ein Mix aus zwei Standardlayouts zum Einsatz: Die Taste für „#“ rutscht einfach in das obere Feld der deutschen Enter-Taste. Der Rest der Tastatur ist im für uns gewohnten Layout: Z befindet sich in der obersten Reihe und die Zweitfunktionen der Zahlenreihe sind auch wie gewohnt und nicht dem US-Layout entsprechend.
Die rechte Windows-Taste ist, wie oft zu sehen, als FN-Taste ausgeführt.

Bei den Status-LEDs setzt ACGAM auf vier unterschiedliche Farben. Von links nach rechts: Rot, Grün, Blau und Lila.

Die Tastenkappen bestehen, wie für beleuchtete mechanische Tastaturen üblich, aus einem transluzentem Kunststoff (ABS) auf den die schwarze Beschichtung aufgebracht wurde. Die Oberfläche ist konkav geformt.
Der Kunststoff wird von der unter dem Schalter verbauten RGB-LED angestrahlt und leuchtet dementsprechend. Dieses Leuchten wiederum sieht man an an den nicht vom Lack bedeckten Stellen. Der Rest des Lichtes wird reflektiert und beleuchtet so die Räume zwischen den Schaltern. Da dieser bei der AG-109R schwarz ist fällt das nicht allzu stark auf.

Wie für das Preissegment üblich sind die Tasten an der Unterseite nicht entgratet; was aber ohnehin allenfalls ein kosmetischer Makel ist. Ansonsten lässt sich an der Verarbeitung der Tastenkappen nichts kritisieren; die Haptik ist an genehm und der Lack sauber aufgetragen. Höchstens zu erwähnen ist der etwas eigenwillige Font: Das „O“ lässt sich optisch kaum von einer „0“ unterscheiden.

Bei den verbauten Stabilisatoren setzt der Hersteller auf die Cherry-Bauart und dementsprechend Haltekreuze. Die Kreuzstecker der Switches sind vollständig zu denen von Cherry kompatibel, ein Wechsel auf andere Kappen (z.B: Metall) ist also möglich.

Das Tippgefühl entspricht dem, das man von (Cherries) MX-Blues erwartet: Der Druckweg ist taktil und bricht nicht aus. (Teil)Defekte oder anderweitig negativ auffallende Schalter sind nicht zu finden. Sowohl Akustik als auch Tippgefühl stehen der deutschen Konkurrenz hier nicht nennenswert nach – ob das auch auf die Haltbarkeit zutrifft ist dadurch aber natürlich nicht gesagt.

Auf der Unterseite der Tastatur sind vier Gummidämpfer angebracht; auf den Aufstellfüßen befinden sich ebenso welche. Dank des hohe Gewichts rutscht die Tastatur beim schreiben weder flach noch aufgestellt. Die beiden ausklappbaren Kunststofffüße erhöhen das Heck des Geräts um weitere 7 auf insgesamt 30 Millimeter.

Die Verbindung erfolgt über ein fest installiertes Kabel an der Unterseite der Tastatur. Von dort aus kann dieses über einen Kabelkanal entweder mittig, oder links bzw. rechts versetzt herausgeführt werden. Am Ende der jeweiligen Kanäle ist eine Verengung, die das Kabel dort fixiert; indem die sehr dicke Kabelisolierung dort eingedrückt wird. Auf einen Kabelsleeve wird verzichtet, dafür ist der Stecker vergoldet.

Die Verarbeitung der Tastatur ist gut: Das Gehäuse ist stabil und knarzt nicht; die Tastenkappen sind sauber lackiert und wie das Gehäuse angenehm in der Haptik. Wie im Preissegment üblich sind die Kappen an der Unterseite nicht entgratet.

Das Rollover der Tastatur funktioniert problemfrei: Blockaden, Verzögerungen oder andere Auffälligkeiten beim Drücken mehrerer Tasten gleichzeitig treten keine auf.

Beleuchtung und Makros
Die Beleuchtung der ACGAM AG-109R kann sowohl über das Gerät selbst als auch über die Software eingestellt werden.

Sie kann eigentlich standardmäßig in fünf Helligkeitsstufen geregelt werden, zumindest bei diesem Modell zeigt das aber keine Funktion: Die Beleuchtung bleibt unverändert auf ihrem Level. Dieses ist hell aber nicht aufdringlich. Als kleine Sonderfunktion deaktiviert die Tastatur nach 10 Minuten ohne Eingabe die Beleuchtung.

Über F5 und F6 können jeweils fünf Beleuchtungseffekte angesteuert werden, über die Software stehen sogar ganze 72 vordefinierte Effekte (sowohl statische als auch dynamische) zur Verfügung. Eigene statische Beleuchtungen können zudem über die Software kreiert und aufgespielt werden.

Lobenswert ist, dass bei keinem Effekt und keiner Helligkeitsstufe ein Spulenfiepen zu vernehmen ist.

An Multimediamakros bietet die Tastatur Einstellungen für die Systemlautstärke mit den Tasten F1 bis F4; anschließend folgt die Einstellungen für Beleuchtung und Profile.
Über die Software können noch weitere Makros (u.a. auch programmierbar) gelegt werden. Da diese allerdings durch den Druck der Taste ausgelöst werden – ohne gesonderte Freigabe per FN – verliert die belegte Taste dadurch ihre eigentliche Funktion.

Software
Wie bereits erwähnt gibt es für die Tastatur auch eine passende Software. Diese ist rund 30MB groß und kann über die Herstellerwebsite – die auf Mediafire verweist – heruntergeladen werden.
Das Programm ist schnell installiert und durchaus intuitiv zu bedienen. Der Punkt „DIY Backlight“ ist bislang nur ein Platzhalter, in den anderen Punkten können Makros zugewiesen und die Beleuchutngseinstellungen vorgenommen werden.

Leider steht bei der Farbauswahl nur ein gewöhnlicher Colorpicker zur Verfügung, eine (optional) exakte Eingabe per RGB-Wert wie ihn die Konkurrenz bietet ist leider nicht vorhanden.

Fazit
RGB, mechanisch und ein Preis von rund 50€ - das ist eine Kombination die man in bei Tastaturen von deutschen Händlern so nur selten findet.

Für den Preis erhält man mit der ACGAM AG-109R eine durchaus anständige Tastatur, die vor allem durch die Metalloberfläche und den Kabelkanal an der Unterseite zu gefallen weiß. Die Verarbeitungsqualität ist dabei dem Preis entsprechend gut; das Gehäuse und die Tastenkappen sind anständig verarbeitet.

Auch die Beleuchtung ist prinzipiell gut umgesetzt: Eine anständige Farbwiedergabe und der geräuschlose Betrieb überzeugen; dass allerdings die Helligkeitseinstellung (momentan) nicht funktioniert ist ein Makel. Und auch das Makros nicht per Zweitbelegung abgerufen werden, sondern direkt, ist ein Schönheitsfehler – ebenso wie der Softwaredownload über Mediafire. Hier wäre ein Download direkt über den Hersteller schlicht eine sauberere Lösung gewesen.

Alles in allem ist die Tastatur also perfekt für Leute die eine mehrfarbige Beleuchtung und blaue Switches haben wollen, denen aber Makros oder eine Helligkeitseinstellung wiederum nicht wichtig ist. Ein anderes Modell mit dieser Ausstattung ist für den Preis auch so schwer zu finden.

Positiv:
- Solide Verarbeitungsqualität
- Kein Spulenfiepen
- Für den Preis überdurchschnittliche Features (Metalloberfläche, Kabelkanal)

Negativ:
- Keine Helligkeitsänderung
- Makros nur sehr eingeschränkt nutzbar

Vielen Dank an Geekbuying.com für die Bereitstellung des Samples.

Freundin? Ich? Heißt Vega.
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Stichworte
acgam, ag109r, switches, tastatur


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