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05.07.2008, 18:03
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#1 (permalink)
| | Heimkehrer
Registriert seit: 23.02.2003 Ort: Leipzig
Beiträge: 6.989
| Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Am Wochenende hat man ja immer etwas Zeit, die Meldungen in der Presse zu verfolgen.
Jedem PC-Interessierten wird der Name Dietmar Hopp sicher geläufig sein, auch wenn Hasso Plattner sicher der bekanntere SAP-Mitbegründer ist.
Seit seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft konnte man öfter davon lesen, dass Hopp Vereine und Einrichtungen in seiner Heimatregion unterstützt.
Inzwischen ist 1899 Hoffenheim in die 1. Bundesliga aufgestiegen und das Dietmar-Hopp-Stadion ist zu klein geworden. Also wird für die TSG die Rhein-Neckar-Arena gebaut.
Im Vorjahr wurden für 20 Mill. Euro Profis aus Afrika, Brasilien und Schweden gekauft.
Aktuell steht der Transfer von Andreas Beck vom VfB Stuttgart für 3 Mio. Euro ins Haus.
Ist das wirklich noch Heimatverbundenheit und Unterstützung des eigenen Vereins oder ist das schon die Grenze zum Größenwahn? Will hier jemand mit Abramowitsch konkurrieren und aus einem "Dorfverein" ein zweites Chelsea machen?
Ich bin echt mal gespannt, wie sich die Mannschaft in der ersten Saison schlägt.
Vielleicht spielt Ballack ja in 2 Jahren in Hoffenheim.
Fluch oder wirtschaftlicher Segen für die Region? | | |
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05.07.2008, 18:13
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#2 (permalink)
| | TPC Rampensau
Registriert seit: 19.11.2006 Ort: Waterkant
Beiträge: 8.681
| AW: Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Ich finde sowas ne gute Sache.
Durch sowas kommt mal Bewegung in den alteingesessenen Kreis der 2t und 1erst Ligisten und wie du ja schon sagst Geld in die Region.
Das dann hinter dem Aufstieg kein Sport sondern Sponsorgeld kann man nun kritisch sehen oder auch nicht, ich persönlich finde Das aber tausend mal besser als wenn das Geld im Ausland gehamstert oder für Luxusprodukte verpfeffert wird.
Gruß | | |
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06.07.2008, 13:24
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#3 (permalink)
| | semi-diabolisch
Registriert seit: 12.09.2005 Ort: Zwickau
Beiträge: 2.883
| AW: Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Hoffenheim ist ja hier gleich um die Ecke und wenn ich gelegentlich mal wieder gen Osten fahre, komme ich auch am Stadionneubau vorbei... unheimlich wie schnell sowas heutzutage gehten kann.
Die Leute hier jedenfalls stehen der ganzen Sache zwiegespalten gegenüber. Die einen sagen es ist toll, dass ein kleiner Verein von nebanan es so weit schaffen kann, die anderen kritisieren das was hinter dieser Leistung steckt... Geld. Auch wird immer wieder gesagt, dass es kein Tradionsverein sei. Das kann ich so leider nicht einschätzen, aber 1899 ist schon ein recht zeitiges Gründungsjahr -.-
Ich bin der Meinung es ist gut für die Region. Man hat einen neuen Club in der Oberklasse, der sich in den nächsten Jahren beweisen muss. Wenn alles gut läuft waren die Ausgaben des Hopp ja nur eine Art Startkapital.
Wenn das neue Staion in Sinsheim (übrigens direkt gegnüber das Technik-Museums), werde ich sicher mal das ein oder andere BuLi-Spiel angucken gehen.
Im übrigen hätte uns sowas im Osten auch mal passieren können.
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06.07.2008, 13:36
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#4 (permalink)
| | Heimkehrer
Registriert seit: 23.02.2003 Ort: Leipzig
Beiträge: 6.989
| AW: Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Naja, ich hab mich dem Thema unter verschiedenen Aspekten angenähert.
Zunächst einmal wegen meines Interesses an der Person Hopp. Ich finde gut, was er geleistet hat und ich finde es auch gut, dass er sein Geld nicht nur sinnlos verprasst wie die ganzen neureichen Möchtegern-Millionäre, sondern sinnvolle Projekte damit sponsort.
Andererseits finde ich Mannschaften sympathischer, die wenigstens noch ein paar Leute aus der eigenen Region integrieren und nicht nur Fußballer aus aller Welt zusammenkaufen.
Und leider hat "viel Geld" eben den unangenehmen Nebeneffekt, dass sich die reichen Vereine die guten Spieler leisten können und die armen nicht. Die Bewegung im Kreis der Bundesligisten wird sich also eher darauf beschränken, dass ein Verein wie Duisburg, Bochum, Rostock oder Cottbus verdrängt wird.
Natürlich hast du Recht, dass das trotzdem besser ist, als das Geld im Ausland zu bunkern und- bevor das jemand in den falschen Hals bekommt- natürlich kann Hr. Hopp mit seinem Geld machen, was er will.
Allerdings ist der DFB da etwas rückständig.
Im letzten Jahr wollte Red Bull ganz groß in Leipzig einsteigen und den FC Sachsen (ehemals Chemie Leipzig) kaufen. Das ganze scheiterte daran, dass die auch die Namensrechte haben wollte und das in Deutschland nicht erlaubt ist.
In Österreich handhabt man das etwas lockerer, wie das Beispiel Austria--> Red Bull Salzburg zeigt. | | |
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06.07.2008, 15:24
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#5 (permalink)
| | Coxito ergo sum
Registriert seit: 23.02.2007 Ort: Intensivstation
Beiträge: 7.682
| AW: Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Naja, das Geld der großen Vereine fällt ja auch nicht vom Himmel. Die bekommen das für (konstanten) sportlichen Erfolg, aus einer großen Fan-Basis durch Merchandising und als Resultat aus diesen beiden Teilaspekten natürlich auch durch Sponsoring.
D.h. bei jedem der etablierten, großen Vereine stand zuerst der sportliche Erfolg und damit kam dann im Laufe der Entwicklung des dt. Fußballs insgesamt auch das Geld. Bei Hoffenheim ist das andersherum; große Fanbasis? Meisterschaft? UEFA CUP? CL? Pokal? - Haben sie alles nicht, aber trotzdem verhältnismäßig zu viel Geld.
Finde ich nicht gut... sobald der Hopp da aussteigt rasselt der Verein wieder nach unten durch.
LG
EDIT: Bsp. Leipzig... welcher ortsansässige Verein kann das dortige neue Stadion von sich aus unterhalten und es konstant mit Fans füllen...? | | |
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06.07.2008, 15:33
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#6 (permalink)
| | Hardware Freak
Registriert seit: 01.01.2007 Ort: Das nette Erzgebirge
Beiträge: 10.313
| AW: Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Tja die Entwicklung im Fussball geht numal in diese Richtung.....siehe England...kaum ein Verein, wo nicht ein Investor drinhängt, prominentestes Beispiel sicher Roman Abramowitsch bei Chelsea, aber auch Liverpool (sonst hätten die sich nen Fernando Torres für 40mio € niemals leisten können) und MANU, wobei Manchester so schon genug Geld hat.^^
Aber ich find die Entwicklung keinesfalls gut, man sieht ja an einigen großen Vereinen, dass es auch ohne geht (Real Madrid, FC Barcelona, Arsenal London usw...). Und wenn der Investor mal keine Lust/kein Geld mehr hat....tja dann is Sense, Chelsea z.B. wäre ohne Abramowitsch nix mehr, sie können die Gehälter ihrer Söldner net mehr bezahlen und einer nach dem andern geht, dann stehen sie wieder da wo sie vor ca. 6 Jahren mal waren.
€: Gibt übrigens noch ne Entwicklung die ich überhaupt nicht gutheißen kann.....die immer höher werdenden Ablösesummen für Spieler.....bestes Beispiel Cristiano Ronaldo, für den Real mittlerweile 100 Millionen Euro (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) plus Gehalt von wsh. 6-7 Millionen pro Jahr, bietet. | |
Geändert von Killerpixel (06.07.2008 um 15:40 Uhr)
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06.07.2008, 15:59
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#7 (permalink)
| | Tweaker
Registriert seit: 16.02.2006 Ort: Würzburg
Beiträge: 702
| AW: Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Aber bei Hoffenheim ist die Idee wenigstens besser. Man möchte mit jungen Talenten Erfolg haben. Nicht wie bei Chelsea sich für knapp 1 Milliarde Weltstars aus aller Herren Länder zusammenkaufen.
Zudem ist dass, was Hopp in Hoffenheim investiert nur ein Bruchteil zu dem, was er allgemein in die Jugendarbeit in Deutschland steckt. Und internationaler Erfolg hillft dem deutschen Fußball ja auch.
Mehr Kommerz geht im Fußball eh nichmehr! | | |
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06.07.2008, 17:03
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#8 (permalink)
| | Heimkehrer
Registriert seit: 23.02.2003 Ort: Leipzig
Beiträge: 6.989
| AW: Chelsea #2 aka 1899 Hoffenheim Zitat:
Zitat von dr_Cox EDIT: Bsp. Leipzig... welcher ortsansässige Verein kann das dortige neue Stadion von sich aus unterhalten und es konstant mit Fans füllen...? | Keiner und das war auch nie geplant. Auch zu DDR-Zeiten haben die beiden großen Vereine ihre Punktspiele in ihren eigenen Stadien durchgeführt (Chemie im AKS und LOK im Plache-Stadion).
Neben EC- und Länderspielen fanden meistens nur die Derbys dort statt. Das Stadion diente aber schon immer als Austragungsort für Turn- und Sportfeste, sowie für Konzerte und andere kulturelle Großveranstaltungen.
Übrigens passten früher über 100.000 Zuschauer rein und es war öfter ausverkauft. Warum sollte die neue Schüssel mit ihren 45.000 Plätzen also überdimensioniert sein?
Man müßte nur ein Konzept finden, dass- ähnlich wie in München- beide Mannschaften dort zuhause sind. Das scheint aber aus politischen Gründen, die in der DDR-Vergangenheit liegen, bei uns in LE nicht zu funktionieren. Aber das führt sicher zu weit hier.
Momentan ist es die Heimstätte vom FC Sachsen, aber den Fans gefällt das gar nicht.
Leider wurde der Liga-Cup wieder abgeschafft und Confed-Cup sowie WM kommen so schnell auch nicht wieder
Wahrscheinlich wäre Red Bull Leipzig wirtschaftlich die beste Idee gewesen. Entstanden wäre aber eine Retorten-Mannschaft ohne Bindung zu Stadt und Fans. Link | | |
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