Zitat:
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Der hat nach deutschen Umweltnormen recycelt und gut verdient. Aufgrund der aktuellen Rohstoffpreise lohnt sich die Wiederverwertung in Europa eher, als dass man den Kram in Afrika deponiert.
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Das irrsinnige an der Sache:
Die holen sich lediglich das Gold bzw generell die Edelmetalle aus dem Elektronikschrott. Damit lässt sich dann gutes Geld machen.
Der Rest landet dann in der Müllverbrennung, die im Moment Stand der Technik ist was die Abfallentsorgung angeht.
Müllverbrennung fällt also auch unter die "Umweltnormen".
Bei mir geht es darum wirklich alles erneut zu verwenden. Nächster Schritt im "Cradle to Cradle"-Prozess wäre das sogenannte "Urban Mining" wo man alte Deponien wieder öffnet und als Rohstoffquelle benutzt, weil vor Jahrzehnten vieles noch garnicht verwertet werden konnte oder besser gesagt nicht verwertet wurde weil die Beschaffung neuer Rohstoffe einfach billiger war. Die 60er und 70er waren die Hochzeit der Kunststoffe.
Um mal insgesamt auf deinen Beitrag zu antworten:
Bei uns geht es eben um neuartige Verwertungeswege OHNE den Einsatz der bisherigen Chemikalien ( die selbst bei den bisherigen Prozessen fast noch ein größeres Umweltrisiko darstellen als den Schrott direkt zu verfeuern ). Spätestens wenn die Chemikalien aufgrund der großen Nachfrage so teuer werden, dass die Goldgewinnung annähernd gegen null geht werden die ganzen großen "Recycler" verschwinden und der Kram wieder Containerweise in irgendwelchen Dritte-Welt-Ländern abgekippt.
Die verwendete Energie wird auch nicht billiger, bedenkt man dass uns noch ein Atomausstieg bevorsteht und erneuerbare Energien auch nicht ewig subventioniert werden. Dass die Energiepreise in Zukunft noch explodieren werden ist aber ein ganz anderer Schuh.
Man kann also nach aussen ein Image pflegen, das suggeriert man handele Umweltnah da man sich an geltende Umweltvorschriften hält, aber in Wirklichkeit wird aus dem Material lediglich das Gold, Palladium und Silber gezogen - vll noch Kupfer - womit dann auf dem Rohstoffmarkt extrem gute Gewinne zu machen sind. Der Rest - gerade die gefährlichen Bauteile wie Kondensatoren die immernoch umweltschädigende Stoffe enthalten - landen auch weiterhin im Müll.
und die Bauteile, bei denen die Rechnung nicht aufgeht werden auch nicht weiter behandelt.
Vom Mainboard beispielsweise werden die Steckverbindungen und NB/SB aufgrund des Goldgehaltes der Kontakte verwertet. Der Rest landet fast 1:1 im Abfall.
Bei uns geht es um den mikrobiellen Abbau der Rohstoffe - für alles hat die Natur irgendwelche Organismen entwickelt. Diese zu selektieren und für die Zwecke zu nutzen spart erstens eine Menge Geld da nicht soviel Energie und Chemikalien notwendig sind, und schont die Umwelt.
Das Schreddern müssen wir daher eh selbst "neu erfinden", da die Korngröße wesentlich kleiner sein muss - im µm-Bereich.
PS:
Wo dein verlinkter "bevorzugter" Verwerter mit dem Zeug bleibt ist selbst mir schleierhaft, da die namhaften Scheideanstalten hierzulande längst nicht den Preis bezahlen. Gerade wo der Goldpreis kürzlich wieder gesunken ist wundert es mich, dass er stoisch an dem Preis festhält.
Die meisten Internetseiten dieser Ankäufer weisen keine Bescheinigung als zertifizierter Entsorger auf. Nach geltenden Gesetzen muss eigentlich der Nachweis für die Beschaffung der Entsorgungsgüter und der weitere Verbleib protokolliert werden.
Auch wenn es um "wertvolle" Rohstoffe geht ist und bleibt es Abfall. Spätestens wenn die Wertstofftonnen eingeführt werden wird das ganze eh Gebietsweise vergeben. Es kann ja auch nicht jeder wild seine eigenen Mülltonnen verteilen.