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25.11.2004, 22:36
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#1 (permalink)
| | PC Schrauber
Registriert seit: 20.01.2004
Beiträge: 144
| Was ist eine Firewall? Diskussionsthread der künftigen „Firewall FAQ für Fortgeschrittene“ Vorwort: Das ist ein Versuch, eine FAQ in einer bilateralen Form zu erstellen. Du befindest dich in einem einen Diskussionsthread für die künftige „Firewall FAQ für Fortgeschrittene“. Hier kannst du Kommentare zur FAQ schreiben, Fragen stellen, welche zum aktuell diskutierten Thema passen, Änderungsvorschläge unterbreiten, sowie eine Nützlichkeitsbewertung abgeben. All das wird die FAQ beeinflussen. Bitte verwechsle den Titel „für Fortgeschrittene“ nicht mit den Begriff „für Profis“. Davon ist diese FAQ weit entfernt. Es geht hier lediglich um Leser, welche ein wenig über den Tellerrand der „Firewall FAQ für Laien“ hinaussehen wollen. Ziel des Threads: Ziel ist es, einzelne Themen hier mit euch nacheinander zu diskutieren. Nach jedem Thema werden die Erkenntnisse in kurze, blau markierte Beiträge zusammengefasst. Ich hoffe, dass dadurch eine nützliche FAQ entsteht.
Mit dem Wissen um die Sicherheitslücken kannst du die Gefahren richtig einschätzen und dich vor Schaden schützen, indem du dich bei der Verwendung einer Firewall an bestimmte Verhaltensregeln hältst.
Die endgültige Version wird wie ein Buch aufgebaut sein (Inhaltsverzeichnis + untereinander liegende Beiträge). Also keine Debatten und Zusammenfassungen zu den einzelnen Themen mehr. Dieser Thread hier bleibt als reiner Diskussionsthread bestehen, auf die ich dann in den Beiträgen verlinken werde. Bewertung: Die Forumssoftware liefert eine Möglichkeit herauszufinden, ob der Thread für dich hilfreich ist, oder nicht. Leider funktioniert das nicht unter einem Gast-Account. Du musst dich also mit deiner registrierten Kennung anmelden, dann den Thread öffnen und oben auf der Optionsleiste den Menüpunkt „Bewertung“ auswählen. Damit kannst du mir ein Feetback gaben, ob der Thread für dich hilfreich ist, oder nicht. Davon habe ich persönlich nichts – es gibt also KEINE Bonuspunkte für den Account oder dergleichen, die ich mir damit erschleichen könnte oder mit denen du meinem Account schaden kannst.
Neben dem Sterne-"Barometer" (Nützlichkeitsbewertung) benötige ich dringend deine direkte Kritik, denn ich kann nicht Hellsehen. Konstruktive Verbesserungsvorschläge sind natürlich ebenso gerne gesehen. Die FAQ ist für dich gedacht, nicht für mich.
Wenn Dir die FAQ gefällt, dann hält dich natürlich niemand davon ab, auch die helfenden Forumanwender wie z.B. catweazle, sys3, kommune23, tele, io.sys, pirke und Invicta positiv zu bewerten. Dieser Art der Bewertung funktioniert etwas anders und verschafft dem Anwenderaccount motivierende Bonuspunkte.
Und so geht’s: Mit der registrierten Kennung anmelden, auf die oben aufgeführten Kennungen klicken, dann links unten auf die Waage gehen: „[x] Diesen Beitrag positiv bewerten“ ankreuzen, eine kurze Bemerkung und ggf. Deinen Namen angeben, fertig. Wichtiger Hinweis zur Bewertung: Wenn du diesen Thread bewertest, dann beziehe dich bitte auf die Verständlichkeit der blau markierten „Zusammenfassungen“ und nicht auf den chaotischen Aufbau des Threads. Der Grund für das Chaos wird unter dem Abschnitt "Historie" erklärt. Wie unter „Ziel des Threads“ bereits erwähnt, wird die endgültige Version der FAQ natürlich einen anderen Aufbau erhalten. Historie + Hinweis zu den Zusammenfassungen: Die FAQ ist aus einer Reaktion auf den Thread ”Welche Firewall ist die beste??“ von P4 übertakter18 heraus entstanden. Der Thread war ursprünglich für Berater aus dem Security-Forum gedacht und hieß schlicht „Was ist eine Firewall?“. Er sollte helfen, Missverständnisse zu klären. Jeder der sein Wissen erweitern möchte oder weitergeben will, war (und ist noch immer) eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Irgendwann wurde entschieden, den Thread in zwei Teile aufzuspalten. Ein Thread mit dem Titel „Firewall FAQ für Laien“. Der Ursprungsthread hier wurde zur „Firewall FAQ für Fortgeschrittene“. Das hat allerdings zur Folge, dass beide Threads vom Aufbau her chaotisch geworden sind (der neue Thread enthält nun einen Teil der alten Zusammenfassungen ohne die dazu gehörenden Debatten und in diesem Thread hier fehlen nun etliche Zusammenfassungen). Dem Chaos kann man nur noch mit Hilfe des folgenden Inhaltsverzeichnisses Herr werden. Bitte verwende deshalb das Inhaltsverzeichnis als „zentrale Steuereinheit“, wenn du dich durch die bereits erörterten Themen kämpfst. Wie gesagt: In der endgültigen Version wird es das Chaos dann nicht mehr geben. ------------------------- Inhaltsverzeichnis: ------------------------- Das solltest du vorher gelesen haben:Grundsätzliche Fragen:Grundlegende Begriffe:Grundlegende Netzwerkregeln, welche auch bei der Konfiguration einer Firewall benötigt werden:Missverständnisse klären:Der weitere Ablauf ist wie folgt geplant. In welche Richtung wir uns wirklich bewegen, entscheidet natürlich ihr. Ich bin zu jeder Schandtat bereit.- Daraus folgt eine Zusammenfassung der grundlegenden Verhaltenregeln, die man benötigt, um den Firewallschutz nicht „aus versehen“ zu verlieren.
- Um Alternativen aufzuzeigen geht es dann um Tipps im Umgang mit Systemen, die nicht durch eine Firewall geschützt werden.
- Wir werden versuchen zu klären, ob und wann es Sinn macht, eine Desktop Firewall bzw. eine externe Firewall einzusetzen (eine leidige, aber wichtige Diskussion - und zugleich die größte Herausforderung dieses Projekts)
Mir ist klar, dass ich im Laufe des Threads vieles von euch lernen werde. Und darauf freue ich mich schon …
Bye, Ronald
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Fangen wir zuerst mit der ersten, etwas provokanten Frage an: Was ist eine Firewall? Bitte gebe hier keine Links an. Es geht - wie gesagt - um DEIN Wissen. Nur so kann die FAQ helfen, Missverständnisse auszuräumen. Und vergesse solche Aussagen wie „Es gibt keine Firewalls, weil eine Firewall nichts weiter als ein Konzept ist …“ und dergleichen. Damit ist hier niemandem geholfen.
Bye, Ronald | |
Geändert von Ronald (01.10.2006 um 20:25 Uhr)
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26.11.2004, 08:06
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#2 (permalink)
| | Boardopi
Registriert seit: 07.08.2003 Ort: da gibt's sogar 'ne Kneipe, die Catweazle heisst :-)
Beiträge: 1.274
| Hi,
Firewalls sind (Hardware- oder Software) Komponenten, die Rechner/Netzwerke voneinander trennen und dabei nur definierte Zugriffe von einem in das andere Netz zulassen.
ich klammere im Weiteren zunächst einmal Personal Firewalls aus (nicht, weil ich sie schlecht finde, setze ja selber eine ein).
Firewalls können grundsätzlich in zwei Gruppen unterteilt werden
1.) Paketfilterbasierte Firewalls
2.) Application Level Gateway
Die ersten Firewalls waren paketfilterbasierte (Layer 3/4 ISO/OSI) Firewalls, deren Regelwerk hauptsächlich auf Source/Destination und Service basierten (z.B. Cisco Pix).
Demgegenüber standen die sogenannten Application Level Gateways (ALG), welche im Gegensatz zu Paketfilterfirewalls durchlaufende Pakete auch auf ihren Inhalt untersuchten.
ALGs sind sicherer, während Paketfilter robuster und schneller sind.
Aktuelle Hochsicherheitsfirewalls bestehen in der Regel aus einer Kombination aus externem Paketfilter, ALG und internem Paketfilter (PF).
Zweck dieser Kombination ist, den ALG vor nicht zugelassenen Paketen zu "schützen", da die inhaltliche Analyse von Paketen recht aufwändig ist und für die Entscheidung, ob Pakete grundsätzlich zugelassen werden von Paketfiltern wesentlich performanter abgearbeitet werden kann, ein PF kommt mit flood/DOS oder Portscan Angriffen somit grundsätzlich besser zurecht, als ein ALG.
Demilitarisiete Zone (DMZ).
Eine DMZ ist eine Zone, welche sowohl von extern als auch von intern durch die Firewall gesichert ist.
(Drittes Bein der Firewall).
In dieser Zone sind häufig Server angesiedelt, auf welche sowohl vom internen Netz, als auch vom externen Netz zugegriffen wird.
Wenn ein solcher Server extern angesiedelt wäre, wären die Zugriffe der internen Mitarbeiter nicht sicher, würde er im internen Netz stehen, wäre das gesamte Netz unsicher, da Verbindungsaufbauten von aussen zugelassen werden müssten.
Virtuelles Private Netzwerk (VPN).
Neuere Firewalls bringen die Möglichkeit, über sogenannte VPN Module sichere Verbindungen über ein unsicheres Netz (idR. Internet) herzustellen.
Eine Möglichkeit ist, dass an zwei Punkten im Internet Firewalls stehen, welche über eine ssl-Verbindung (secure socket layer) Pakete von einem Rechner aus Netz A an einen Rechner in Netz B sendet.
Für die Nutzer geschieht dies (bis auf etwas längere Laufzeiten) transparent.
So, das war es erstmal, jetzt muss ich erstmal was schaffen  .
Gruesslies
Weazle | | |
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26.11.2004, 14:57
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#3 (permalink)
| | Stickstoff Junkie
Registriert seit: 22.01.2004
Beiträge: 3.538
| Ok.
Wenn ich bei einem Freund/Bekannten eine Desktop/Software-Firewall installiere und die Frage gestellt bekomme: "wofür issn das?" antworte ich in der Regel sowas wie:
Die Firewall hält Programme auf deinem Copmuter davon ab, ohne dein Einverständnis mit der Außenwelt zu kommunizieren und verhindert bösartige oder ungewollte Zugriffe auf dein System von außen.
Eine sehr einfache Erklärung ohne Fachchinesisch.
Vielleicht nicht sehr detailliert - aber inhaltlich doch korrekt, oder?
Ich frage mich aber noch immer, welche Information auf meinem PC den Aufwand und die kriminelle Energie rechtfertigen sollte, dass jemand meine Firewall umgeht?
Vielleicht blauäugig gedacht - aber derjenige könnte sich zigmillionen Systeme aussuchen, die völlig ungeschützt sind. | | |
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26.11.2004, 18:00
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#4 (permalink)
| | Abakus
Registriert seit: 20.11.2004
Beiträge: 21
| Vielleicht jemanden mit dem du momentan im Streit bist. Du hast dich zusammen mit deinen Freunden im IRC ein wenig lustig gemacht und dieser fühlt sich jetzt gekränkt. Was also liegt näher wenn dieser umfangreiches Wissen über Computer, etc. besitzt? Genau
@Ronald
sehr gute Idee mit diesem Thread hier, habe nur leider nicht allzuviel Zeit, da mein kompletter PC nicht mehr angehen will.
grüße | | |
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27.11.2004, 04:08
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#5 (permalink)
| | PC Schrauber
Registriert seit: 20.01.2004
Beiträge: 144
| @Catweazle
Astreines Statement. Ich freue mich sehr, dass Du hier mitmachst. Dadurch wird der Thread garantiert nicht uninteressant.
@Kommune23 Zitat: |
Zitat von Kommune23 Die Desktop-Firewall hält Programme auf deinem Copmuter davon ab, ohne dein Einverständnis mit der Außenwelt zu kommunizieren und verhindert bösartige oder ungewollte Zugriffe auf dein System von außen. | Kurz, sehr verständlich und präzise in einem Satz auf den Punkt gebracht. Respekt. Ich brauchte dafür immer drei Sätze. Darf ich den Satz klauen? 
(Damit für andere Leser keine Missverständnisse aufkommen, habe ich das Wort Desktop in Deinem Satz integriert. Ich hoffe das geht so in Ordnung?) Zitat: |
Zitat von Kommune23 Ich frage mich aber noch immer, welche Information auf meinem PC den Aufwand und die kriminelle Energie rechtfertigen sollte, dass jemand meine Firewall umgeht? | Genau so stelle ich mir diesen Thread vor. Durch Deine Frage hast Du zwei sehr wichtige Themen angesprochen, welche ich sonst übersehen hätte: Welche Gründe gibt es, die Firewall zu umgehen (von innen nach aussen)? Und vor allem: Warum will überhaupt jemand auf Deinen PC zugreifen?
@un.inc
Bleib am Ball. Wir brauchen Dich hier.
Bye, Ronald | | |
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27.11.2004, 04:14
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#6 (permalink)
| | PC Schrauber
Registriert seit: 20.01.2004
Beiträge: 144
| Zusammenfassung zum Thema: Wie eine Firewall im Groben funktioniert
Für Grundlageninfos siehe " Firewall FAQ für Laien".
Eine externe Firewall stellt eine kontrollierte Verbindung zwischen zwei Netzwerken her. Das könnten z.B. ein privates Netz und das Internet sein.
Eine Personal- oder Desktop Firewall kontrolliert die Verbindung zwischen dem PC und dem Netzwerk, an dem der PC angeschlossen ist. Sie ist also in der Lage, Netzwerkzugriffe zwischen dem PC und dem Internet genauso zu kontrollieren, wie die Zugriffe zwischen dem PC und dem lokalen Netz (dem LAN).
In beiden Fällen überwacht die Firewall den durch sie hindurch laufenden Datentransfer und entscheidet an Hand festgelegter Regeln, ob bestimmte Netzwerkpakete durchgelassen werden, oder nicht. Auf diese Weise versucht die Firewall das private Netzwerk bzw. den PC vor unerlaubten Zugriffen zu schützen.
Zusätzlich werden im Bedarfsfall unerlaubte Zugriffe mit Hilfe der Firewall protokolliert, um den Anwender ggf. auf Attacken aufmerksam zu machen. Hierbei werden allerdings lediglich Verstöße gegen eingestellte Regeln als möglicher „Angriff“ erkannt. Von solchen Regelverstößen einmal abgesehen, besteht die Funktion einer Firewall jedoch nicht darin, Angriffe zu erkennen und zu verhindern. Sie besteht lediglich darin, nur bestimmte Kommunikationsbeziehungen – basierend auf Absender-/Zieladresse und genutzten Diensten – zu erlauben.
Für das Aufspüren von Angriffen sind so genannte IDS-Module zuständig (Intrusion Detection System), welche auf eine Firewallsoftware aufsetzen können. Sie gehören jedoch nicht zum Firewallmodul.
Bye, Ronald | |
Geändert von Ronald (30.09.2006 um 22:53 Uhr)
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27.11.2004, 04:19
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#7 (permalink)
| | PC Schrauber
Registriert seit: 20.01.2004
Beiträge: 144
| ------------------------------------------------------------------------- Und hier kommt auch schon die nächste Frage an euch: Ist eine Firewall auch dann notwendig, wenn Du nichts zu verbergen hast? Weshalb sollte jemand versuchen, in ein System einzudringen, welches KEINE relevanten Daten für den Eindringling bereithält? Ist solch ein unwichtiges System überhaupt schützenswert?
Bye, Ronald | |
Geändert von Ronald (21.01.2005 um 15:37 Uhr)
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27.11.2004, 09:36
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#8 (permalink)
| | Gast | Langeweile, Neugierde, Machtgefühl, Hintertürchen freihalten bzw in Deinem Namen dann andere Strafbare handlungen ausführen | | | |
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27.11.2004, 20:30
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#9 (permalink)
| | Extrem Tweaker
Registriert seit: 17.09.2002
Beiträge: 1.906
| Zitat: |
Zitat von Ronald Und hier kommt auch schon die nächste Frage an euch: Weshalb sollte jemand versuchen, in ein System einzudringen, welches KEINE relevanten Daten für den Eindringling bereithält? Ist solch ein unwichtiges System überhaupt schützenswert? | Wenn jemand auf dem System eindringt, könnte er
- einen kostenpflichtigen Dialer installieren
- einen Keylogger installieren, der auf die nächste PIN/TAN-Homebanking-Session wartet
- eine Hintertür installieren, die es ihm erlaubt, über den kompromitierten Rechner SPAM zu versenden oder ihn als Server zum Download für illegale Dateien zu missbrauchen
Aber, Du hast schon recht, für Daten wie das letzte Schreiben an Deine Brieffreundin interessiert sich tatsächlich absolut niemand... | | |
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27.11.2004, 23:42
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#10 (permalink)
| | PC Schrauber
Registriert seit: 20.01.2004
Beiträge: 144
| Hier kommt eine These, die zum Thema passt und bisher immer eine größere Diskussion ausgelöst hat. Ich bin mir der folgenden Ausführung nicht 100%’ig sicher. Es gibt viele widersprüchliche Aussagen dazu.
Also, was meint ihr wohl hat es für eine rechtliche Konsequenzen, wenn ein Hacker über ein heimlich installiertes Hackertool in Deinen PC eindringt. Dann geht er von dort aus - sozusagen unter Deinem Namen (also Deiner IP-Absenderadresse) - auf das System, welches er angreifen will. Der Angriff fliegt auf. Deine IP-Adresse ist dort registriert und das Opfer verklagt DICH (wenn es Dein privater PC war) oder den Betreiber des Netzes (also z.B. Deinen Arbeitgeber, wenn der Angriff über Deinen Arbeitsplatz-PC hinweg vorgenommen wurde). Voraussetzung für den hier konstruierten Fall ist, daß die Übernahme Deines PCs durch den Hacker mit Hilfe einer Firewall hätte verhindert werden können. Das Problem: Auf Deinem System bzw. in dem Netz Deines Arbeitgebers befindet sich keine Firewall.
Was soll schon passieren? Niemand kann von euch erwarten, dass ihr IT-Experten seid. Und von einer Firewall oder gar Hackertools habt ihr noch nie etwas gehört. So könntet ihr argumentieren. Nur helfen wird es euch nicht.
Das Problem: Eigentum verpflichtet.
Ich denke, ein Beispiel aus dem täglichen Leben kann besser verdeutlichen, was ich meine: Jeder Mensch darf sich ein Auto kaufen. Vor der ersten Fahrt auf öffentlichen Straßen ist er aber gezwungen, sich mit der Materie Autofahren auseinanderzusetzen. Er muß den Führerschein machen. Danach ist er informiert und man kann davon ausgehen, dass er sich über die Konsequenzen seines Handelns im Straßenverkehr bewusst ist.
In diesem speziellen Fall muß man zuvor also einen Nachweis erbringen, dass man sich mit der Materie auseinandergesetzt hat: Den Führerschein. Ein Radfahrer muß sich ebenfalls vor seiner ersten Fahrt über die Regeln des Straßenverkehrs informieren (ich habe aber das Gefühl, dass das kaum ein Radfahrer macht  ). Er wird in fast allen Belangen genauso wie ein Autofahrer zur Rechenschaft gezogen, wenn er gegen die Regeln verstößt und dabei erwischt wird. Nur braucht er keinen Führerschein zum betreiben seines Rades.
Mit dem PC ist es nicht anders: Jeder darf sich einen PC kaufen. Nur betreiben darf man ihn erst, wenn man sich ernsthaft mit der Materie auseinandergesetzt hat. Im >> schlimmsten Fall << wird der Betreiber des PCs oder Netzwerkes - also Du oder Dein Arbeitgeber - rechtlich zur Verantwortung gezogen. Du haftest schließlich für Dein Eigentum und so obliegt es auch Deiner Verantwortung, Deinen PC (oder Server) vor Missbrauch zu schützen. Abhängig vom Richter kann das Fehlen einer Firewall als grob fahrlässig ausgelegt werden. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Allerdings werden Firmen hier stärker zur Verantwortung gezogen, als Privatpersonen. Und eine „Firewall? Was ist das?“-Argumentation beeindruckt den Gesetzgeber in keiner Weise.
Bye, Ronald | |
Geändert von Ronald (13.08.2005 um 13:10 Uhr)
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28.11.2004, 11:22
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#11 (permalink)
| | Stickstoff Junkie
Registriert seit: 22.01.2004
Beiträge: 3.538
| Ich sags nur, weil der Fehler immer wieder auftaucht: Das Wort "Hacker" wird zu unrecht oft kriminalisiert.
Die kriminelle Variante eines Programmierers nennt man "Crac.ker" (ohne den Punkt  )
Erscheint vielleicht unwichtig - den Hackern ist dieser Unterschied aber sehr wichtig!
Zum Thema:
An Dialer hatt ich gar nicht mehr gedacht! Dank DSL.
Zu der Rechtslage, die Ronald angesprochen hat: Wenn jemand unbemerkt über ein offenes WLAN z.B. rechte Propaganda verbreitet, wird der Betreiber des Netzwerks (also des WLAN) zur Rechenschaft gezogen. Denn die Straftat ist nur bis zu jenem Netzwerk zurückzuverfolgen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es Spuren hinterlässt wenn jemand etwas ähnliches durch eine Hintertür über meinen Rechner leitet.
Das wäre ja schon ein Nachweis für die eigene Unschuld.
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Ich finde eigentlich, dass das Thema Firewall schon ganz gut erklärt ist.
Aber mit Hinweis auf den anderen Thread hab ich noch nichts überzeugendes gehört, warum man eine Desktop-Firewall nicht zur absicherung eines Systems empfehlen kann?
Eine (oder mehrere) Anleitung(en) zum umgehen einer Firewall wären hier sicher fehl am Platz - dann wird TPC nämlich morgen dicht gemacht.
Aber ich brenne darauf zu erfahren, wie ich mich ALTERNATIV absichern soll? | | |
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28.11.2004, 20:29
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#12 (permalink)
| | PC Schrauber
Registriert seit: 20.01.2004
Beiträge: 144
| Statement Teil 1 von 2 zur Frage von Kommune23: Der "böse" Hacker oder C*racker?
Quelle: wiki.Hackerboard.de Prolog Der vergebliche Versuch, den Begriff des „wahren Hackers“ in der Bevölkerung zu etablieren: Die Definition und Verwendung des Begriffs „Hacker“ ist Gegenstand einer anhaltenden Kontroverse zwischen den verschiedenen Hackerkulturen. Der Konflikt geht zurück auf die seit 1983 begonnene Verwendung des Hackerbegriffs durch die Medien, welche damit Personen bezeichneten, die an Einbrüchen in fremde Rechner beteiligt waren. Wie das Jargon File beschreibt, wurden diese Begriffsassoziationen vor allem innerhalb der akademischen Hackerkultur als unangenehm empfunden und seit 1990 als Gegenreaktion der Versuch unternommen, eine Abgrenzung durch die Einführung der Bezeichnung C*racker zu bewirken. Die avisierte Trennlinie war klar und einfach: Jemand der Sicherheitsbarrieren überwindet ist unabhängig von seiner Motivation kein Hacker, sondern ein C*racker. Die Forderung, ein anderes Wort zu verwenden, wurde jedoch von der Presse nicht wahrgenommen oder weitestgehend ignoriert.
Unter den Nachkömmlingen der Phreaking-Kultur, aus der zum einen eine Hackerkultur im Bereich der Netzwerk- und Computersicherheit hervorging, zum anderen eine Hackerkultur des kreativen Umgangs mit Technik jeglicher Art entstand, entwickelten sich dazu Gegenströmungen. Ihre Anhänger erheben weiterhin einen Verwendungsanspruch auf den Hackerbegriff, wobei sie einen anderen Weg beschreiten, seiner Konnotation der Illegalität entgegenzuwirken. Die Trennlinie zum C*racker wollen sie an der Motivation des Hackers orientiert sehen, weshalb dort ausschließlich die destruktiven Elemente aus dieser Szene abwertend als „C*racker“ betitelt werden: Stark vereinfacht ausgedrückt, lösen Hacker Probleme und bauen etwas auf, wohingegen C*racker Probleme erzeugen bzw. etwas zerstören. Im Detail bauen Hacker beispielsweise Informationsnetze auf, machen auf Sicherheitslücken aufmerksam (und erreichen so, dass diese geschlossen werden), schreiben zum Teil freie Software oder betätigen sich konstruktiv in einem anderen Umfeld, welches zu den zahlreichen Definitionen des Begriffs „Hacker“ passt. C*racker legen hingegen Computer- und Telefonnetze lahm, löschen oder verändern wichtige Daten, bereichern sich auf kriminelle Art oder terrorisieren ihre Mitmenschen durch absichtlich herbeigeführte Abstürze der Rechner. Einige Hacker fordern auch hier eine deutliche Abgrenzung zwischen Hacker und C*racker ein, doch spätestens wenn es um politisch motivierte Aktionen geht, wird ersichtlich, dass es an einer wirklich klaren Trennlinie zwischen „gut“ und „böse“ mangelt, was eine solche Unterteilung unpraktikabel macht.
Demgegenüber verwenden die meisten Menschen „Hacker“ weiterhin als Oberbegriff, der im Kontext zur Computersicherheit sowohl die („guten“) Hacker als auch die („bösen“) C*racker einschließt, und dominieren so die umgangssprachliche Bedeutung. Bezogen auf die IT-Sicherheit ist der Begriff „Hacker“ in dieser Form längst zu einem Elementarbegriff geworden. Der neue Weg: Nach jahrzehntelanger, vergeblicher Mühe der Hacker Community, den allgemeinen Gebrauch des Begriffs Hacker grundlegend zu ändern, wird es Zeit umzudenken, was die folgende Initiative ins Leben rief: Ohne die Hackerdefinition an moralische Doktrin zu binden, sollte der Begriff „Hacker“ wieder einheitlich als der Überbegriff anerkennt werden, der alle Hackerkulturen umschließt und innerhalb der Kulturen auch alle destruktiven Facetten des Hackens unter sich vereint. Denn erst die Akzeptanz der sprachgebräuchlichen Definition durch die Hackergemeinschaft ermöglicht es, eigene Positionen allgemeinverständlich darzulegen und den Begriff „Hacker“ zwischen den Verfechtern der Hackerkulturen und der Allgemeinheit benutzbar zu machen.
Die Verwendung des Begriffs Ethickerd stellt eine Folge der Initiative dar. In Bezug auf die Nachkömmlinge der Phreaking-Kultur vereint er White- und Grey-Hat-Hacker unter sich und dient dazu, eine Akzeptanz der Initiative Ausdruck zu verleihen, wobei er jenseits der Computersicherheit auch Hacker aus allen anderen Hackerkulturen umschließt, die ethischen Grundsätzen folgen. So soll der Begriff all jenen als Alternative dienen, welche sich unter den genannten Bedingungen von den destruktiven Elementen unter den Hackern distanzieren wollen. Gegenüber der alten Strategie bietet er die Chance, dies auf eine für die Allgemeinheit verständliche Weise zu tun, ohne fortwährend die Hackerdefinition in den Köpfen der Bevölkerung umkehren zu müssen. Elementar für die Initiative ist es, dass sich dadurch ethische Ideologien nunmehr außerhalb der allgemeinen Hackerdefinition manifestieren lassen. HackerEin Hacker ist ein Computerbenutzer, der sich mit dem Erstellen und Verändern von Computersoftware oder –hardware beschäftigt und dabei ein überdurchschnittliches Fachwissen aufweist oder eine Person, die mit ihren Fachkenntnissen eine Technologie beliebiger Art außerhalb ihrer eigentlichen Zweckbestimmung benutzt, wobei sich ein Hacker mit seinen Tätigkeiten besonders identifiziert.
In der Computersicherheit ist ein Hacker jemand, der mit seinem Fachwissen Sicherheitslücken sucht, ausnutzt und damit (manchmal in Verbindung mit zusätzlichen Taktiken) unter Umgehung der Sicherheitsvorkehrungen Zugriff auf ein Rechnersystem erlangt oder Zugang zu einer sonst geschützten Funktion eines Computerprogramms erhält bzw. dabei hilft, solche Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen.
In der Programmierung ist ein Hacker ein Programmierer, der komplizierte Probleme mit einfachen Mitteln löst. Das kann sich einerseits auf besonders elegante, andererseits auch auf ineffiziente, unschöne und ungeschliffene Lösungen beziehen.
In der Hardwareentwicklung entwickelt oder verändert ein Hacker Hardware auf Gate-Ebene, schreibt Gerätetreiber und Firmware oder beschäftigt sich mit den physikalischen Grundlagen der Netzwerke, insbesondere wenn er dabei Dinge außerhalb der Spezifikation verwendet. Daran angelehnt gibt es auch Strömungen, in denen Hacken allgemeiner als übergreifende Kultur des kreativen Umgangs mit Technik jeglicher Art verstanden wird, wodurch der Begriff „Hacker“ in verschiedenen, auch nicht informationstechnischen Bereichen, Verwendung findet.
Im Hackerjargon wird ein Hacker überdies allgemein als Person mit Fachkenntnissen auf einem beliebigen Gebiet der Technologie bezeichnet. So kann z.B. auch jemand auf dem Fachgebiet der Astronomie ein Hacker sein.
In der Hackerkultur ist ein Hacker eine Person, die einen gewissen sozialen Status erreicht hat und die durch ihre Identifikation mit den kulturellen Werten und durch Besitz hinreichender Fachkenntnisse einen entsprechenden Grad an gesellschaftlicher Anerkennung aufweist.
Dessen ungeachtet findet der Begriff „Hacker“ in den Medien meist im Kontext eines destruktiven Computerexperten Anwendung, der seine Fertigkeiten vornehmlich für kriminelle Zwecke nutzt. Von dieser Verwendung abgeleitet, werden Hacker umgangssprachlich schnell mit kriminellen Menschen in Verbindung gebracht, die böses im Schilde führen und der Gesellschaft Schaden zufügen wollen. Hacker als Programmierer:Innerhalb der akademischen Hackerkultur bezieht sich die Verwendung des Hackerbegriffs seit Anfang der 1990er vorrangig auf die Programmierer der Open-Source- und freie-Software-Bewegung. Hacker in der Computersicherheit: Innerhalb der Computersicherheit wird die wahre Herausforderung des Hackens darin gesehen, Sicherheitsmechanismen zu überlisten und somit Schwachstellen erkennen zu können. Abhängig von der Motivation wird hier unterschieden zwischen destruktiven Hackern, die man abwertend Crasher oder C*racker nennt und konstruktiven, ethischen Hackern, welche als Ethickerd charakterisiert werden. In der Hackerkultur existieren weitere Klassifizierungen, wie beispielsweise Hacktivist als Bezeichnung für jemanden, der seine Fähigkeiten zu politischen Zwecken einsetzt. Seit der Einführung von Strafen für Computerkriminalität wird in der Fachwelt unterschieden zwischen Black-Hat-, White-Hat- und Grey-Hat-Hackern, abhängig von der Motivation und Loyalität zu solchen Gesetzen. Diese Einteilung basiert aus alten Western-Filmen, welche „Cowboys“ auf Grund ihrer Hutfarbe als „böse“ (schwarz), „gut“ (weiß) oder „neutral“ (grau) charakterisiert.
Innerhalb der Computersicherheit unterscheidet die Fachwelt auch deutlich zwischen einem Hacker als Sicherheitsexperten und einem in der Sache unkundigen Skriptkiddie, welches ohne Kenntnis darüber agiert, wie die verwendete Schwachstelle funktioniert. Da die beim Hackerbegriff notwendigerweise tieferen Grundlagenkenntnisse der Materie bei einem Skriptkiddie nicht vorhanden sind, kann es Sicherheitsbarrieren ausschließlich mit Hilfe eines Skripts in Form einer schrittweisen Anleitung und vorgefertigter, stark automatisierter Programme überwinden, doch fehlt ihm die Fähigkeit, im Problemfall zu improvisieren. Dennoch möchten sich auch Skriptkiddies gerne als Hacker verstanden wissen und sind oft durch den Wunsch des aktiven Erlebens des Hackermythos motiviert. Hardware-Hacker:Hacken bedeutet hier vor allem auch Wissen und Einblick in das Funktionieren von Technologie. Ein Hacker der Hardware auf Gate-Ebene anpasst oder Gerätetreiber und Firmware schreibt, genießt für gewöhnlich ein sehr hohes Ansehen in den verschiedenen Hackerszenen. Das begründet sich hauptsächlich im Schwierigkeitsgrad und der enormen Komplexität ihrer Tätigkeit. Während Grundkenntnisse Ende der 1970er Jahre vor allem im Zusammenhang mit eigenen Reparaturen von Heimcomputern oder Selbstbau-Sets recht gängig waren, sind sie in den 1990er Jahren immer seltener geworden.
Der Begriff „Hack“ steht hier allgemein auch für die Erweiterung von komplexen Programmen oder für einen Code, der Zugang zu einem Gerät verschafft bzw. eine neue Funktion verspricht, die in dieser Form vom Hersteller nicht vorgesehen war. Auch ein Umbau der Hardware fällt darunter (z.B. Playstation-Hack). So wird der Begriff des Reverse Engineering ebenfalls der Hacker-Sphäre zugerechnet. Wie so oft verwischt sich hier zumeist die Spur zwischen den Begriffen „Hacker“ und „Software C*racker“.
Selten spricht man auch beim Casemoddern von Hardware-Hackern. Ihnen geht es um das optische (durch ungewöhnliche Gehäuse, Lichteffekten und ähnlichem) und mechanische (Wasserkühlungen) Aufmotzen von PCs. Sie teilen viele Werte mit dem Autotuning.
Der im deutschen Raum hauptsächlich für Belange der Computersicherheit, aber auch darüber hinaus einflussreiche Chaos Computer Club (CCC) sieht das Hacken allgemeiner als übergreifende Kultur des kreativen Umgangs mit Technik jeglicher Art. Wau Holland war einer der großen Leitfiguren des Clubs und prägte den Ausspruch: Wenn man die Kaffeemaschine benutzt, weil der Herd nicht geht, um Wasser heiß zu machen, welches dazu verwendet wird, die Fertigmischung für Kartoffelbrei zuzubereiten, dann ist man ein Hacker. weitere Assoziationen zum Hackerbegriff:Im Allgemeinen besteht eine starke Assoziation zwischen den Begriffen Hacker und Computerfreak oder -spezialist, wobei mit diesen Bezeichnungen auf größeren Erfahrungsreichtum in der Computeranwendung hingedeutet wird, ohne jedoch das für den Hackerbegriff notwendige tiefere Grundlagenkennwissen zwingend vorauszusetzen. Auch nennen sich Leute, die eine Affinität zur Hackerkultur zeigen, gerne „Nerd“ oder „Geek“, was im Computerkontext eine spezielle Art des Computerfreaks charakterisiert.
Menschen, die maßgeblich daran beteiligt waren, das Internet aufzubauen, oder die aktuell dazu beitragen, den Nutzen des Internets entscheidend zu erweitern, werden innerhalb der Hackerkulturen ebenso einvernehmlich als Hacker bezeichnet, wie die Entwickler der wichtigsten Meilensteine in Bezug auf Wissenschaft, Technik und Software.
Unter allen Hackerkulturen versteht man unter einem Hack oft auch eine verblüffend einfache, (manchmal) elegante und pfiffige Lösung eines nichttrivialen Problems. Als besonders geschickter Hacker, der die Dinge mit einfachen Mitteln angeht, wird in diesem Zusammenhang scherzhaft jemand bezeichnet, der sinnbildlich nur mit einer Axt als Werkzeug Möbel herstellen kann.
Im Bezug auf Improvisation versteht man unter dem Begriff „Hacker“ nicht zwingend einen Fachmann. Abhängig von dem Gebiet, in dem er sich betätigt, kann der Hacker durchaus als Synonym für einen Amateur stehen, der einen Hack für die Lösung eines Problems verwendet, weil er den sonst üblichen Weg nicht kennt.
Zudem existiert durchaus die Meinung, dass jeder Mensch, der einen Artikel in einem Wiki anpasst oder gar erstellt, ein Hacker ist (Auszug aus dem Diskussionsbeitrag der Wikipedia vom Dez. 2002 zum Begriff „Hacker“: „… ist die Wikipedia doch ein Hackerprojekt, sogar basierend auf dem Freiheitsgedanken im Sinne von GNU, und jeder, der schon mal nur einen einzigen Artikel angefangen oder nachbearbeitet hat, ist im Prinzip ein Hacker ... Leute, die innerhalb der Wikipedia Tastaturtests betreiben und Artikelinhalte wahllos rauslöschen, sind C*racker ...“).
Der Begriff „Hacker“ gilt auch als Synonym für jemanden, der am Computer seine Befehlszeilen auf eine sehr schnelle Art eingeben kann. Hierbei wird oft auf das Tippgeräusch Bezug genommen, welches so klingt, als würde jemand herumhacken. Hier geht es weiter zum 2. Teil des Beitrages | |
Geändert von Ronald (01.10.2006 um 18:30 Uhr)
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28.11.2004, 22:34
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#13 (permalink)
| | Stickstoff Junkie
Registriert seit: 22.01.2004
Beiträge: 3.538
|  ok - nächste Runde.
Ich hoffe, du kannst unsere einsame Diskussion auch mit ein bisschen Humor betrachten. Zitat: |
Zitat von Ronald wer sagt Dir, dass das Schreiben und / oder die Veröffentlichung solcher TUT’s grundsätzlich strafbar sind? | War nur so'n Gedanke.
Vielleicht nicht grundsätzlich strafbar - aber wie du weißt, wird in letzter Zeit verstärkt nach zweifelhaften Inhalten im Internet gesucht und fröhlich drauflos geklagt.
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Trotz zweimaligen lesens bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich jetzt über Hacker und Crac.ker richtig oder falsch informiert bin.
Ich glaub aber auch, dass das Hacker-interne nuancen sind, die ich nicht zu verstehen vermag.
Mir persönlich ist das aber auch nicht soo wichtig, dass man darüber streiten sollte.
Hier gabs nur letztens 'n lustigen Thread über ein "gutes Hacker tut" - das hat mich ein bisschen angesteckt...
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Mach hier einfach weiter, wie du dir das vorgestellt hast.
Dazu fehlt vielleicht eine Frage!
Und die lautet: Wie benutze ich eine Firewall richtig?
Die, die ich kenne, lernen von selbst. Aber vielleicht ist das ja nicht alles. | | |
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28.11.2004, 23:24
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#14 (permalink)
| | Extrem Tweaker
Registriert seit: 17.09.2002
Beiträge: 1.906
| Zitat: |
Zitat von Ronald ...
In diesem speziellen Fall muß man zuvor also einen Nachweis erbringen, dass man sich mit der Materie auseinandergesetzt hat: Den Führerschein. Ein Radfahrer muß sich ebenfalls vor seiner ersten Fahrt über die Regeln des Straßenverkehrs informieren (ich habe aber das Gefühl, dass das kaum ein Radfahrer macht  ). Er wird in fast allen Belangen genauso wie ein Autofahrer zur Rechenschaft gezogen, wenn er gegen die Regeln verstößt und dabei erwischt wird. Nur braucht er keinen Führerschein zum betreiben seines Rades.
Mit dem PC ist es nicht anders: Jeder darf sich einen PC kaufen. Nur betreiben darf man ihn erst, wenn man sich ernsthaft mit der Materie auseinandergesetzt hat. Im >> schlimmsten Fall << wird der Betreiber des PCs oder Netzwerkes - also Du oder Dein Arbeitgeber - rechtlich zur Verantwortung gezogen. Du haftest schließlich für Dein Eigentum und so obliegt es auch Deiner Verantwortung, Deinen PC (oder Server) vor Missbrauch zu schützen. Abhängig vom Richter kann das Fehlen einer Firewall als grob fahrlässig ausgelegt werden. Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich glaube das klingt nicht so gut. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Allerdings werden Firmen hier härter ran genommen als Privatpersonen. Und eine „Firewall? Was ist das?“-Argumentation beeindruckt den Gesetzgeber in keinster Weise.... | Da gibt es schon einen großen Unterschied, den auch Richter, gerade bei Privatpersonen, wohl diagnostizieren würden: Fahrerlaubnis/Führerschein und deren/dessern Bedeutung ist ein allgemein bekannter Begriff, selbst bei solchen Leuten, die selbst keine/-n besitzen. Bei einer "Firewall" ist das nicht der Fall. Bei der Werbung von Autohändlern kann anders als bei PC-Verkäufern daher nicht der Eindruck entstehen, Vorkenntnnisse seien zum Betrieb nicht notwendig. Bei mancher Werbung im PC-Bereich habe ich dagegen das dumme Gefühl (um es mal ultrafreundlich auszudrücken), exakt dies sei gerade beabsichtigt ("Bin ich schon drin? Das ist ja einfach!", "Windows XP - Alles wird leichter"). | | |
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29.11.2004, 01:07
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#15 (permalink)
| | PC Schrauber
Registriert seit: 20.01.2004
Beiträge: 144
| Statement Teil 2 von 2 zur Frage von Kommune23: Der "böse" Hacker oder C*racker? Hier geht es zum ersten Teil des Beitrages. Fortsetzung:
Quelle: wiki.Hackerboard.de Hackerkultur
Die Definition und Verwendung des Begriffs „Hacker“ ist Gegenstand einer anhaltenden Kontroverse zwischen den Verfechtern der einzelnen Hackerkulturen: Die akademische Hackerkultur (heute hauptsächlich Open-Source-Programmierer): Die Wurzeln der akademischen Hackerkultur liegen in den frühen 1960er Jahren, als der Begriff „Hacker“ auch als Selbstzuschreibung von Computerfreaks an Minicomputern von Universitäten in Amerika verwendet wurde, die vor allem am MIT (Massachusetts Institute of Technology) eine rege Szene bildeten. Das MIT startete damals ein Projekt, um einen Timesharingcomputer zu entwickeln. Dieses Projekt wurde der Kern des AI-Laboratoriums, wo sich die ersten akademischen Hacker unter den Studenten etablierten, die sich zunächst auf Mathematik und Theorien der künstlichen Intelligenz spezialisierten.
Die akademische Hackerkultur entwickelte sich weiter, nahm Elemente aus dem Internet der 1970er und frühen 1980er sowie Teile der Homecomputerszene auf und überschneidet sich in der Gegenwart fast vollständig mit der Open-Source- und Freie-Software-Bewegung. Deren Verwendung des Hackerbegriffs bezieht sich daher seit Anfang der 1990er Jahre vorrangig auf die Programmierer eben dieser Bewegung.
Wie das Jargon File beschreibt, wurde die Assoziation zum Begriff „Hacker“ im Kontext der Computersicherheit von einigen Hackern der akademischen Hackerkultur als unangenehm empfunden, woraufhin seit 1990 der Versuch unternommen wurde, sich von anderen Hackerkulturen zu distanzieren. So sollten sämtliche Hacker, die Sicherheitsbarrieren überwinden, ungeachtet ihrer Motivation nicht als Hacker, sondern als C*racker bezeichnet werden. Damit spricht Eric S. Raymond, der Verfasser des Jargon Files, aber nicht für die gesamte Hackergemeinschaft. Viele Hacker teilen seine Auffassung nicht, wobei es auch einige Hacker gibt, die eine Trennlinie durchaus Beführworten, diese aber eher an der Motivation des Hackers orientiert sehen wollen. Die Hackerkultur des Phreaking (heute Netzwerkhacker, Technikfreaks):Ihre Wurzeln reichen zurück zu den ersten Phone-Freaks, kurz „Phreaker“ genannt, gegen Ende der 1960er (weniger populär) / Anfang der 1970er Jahre, die sich in Fernsprechnetze hackten. Mithilfe von Signaltönen aus selbstgebastelten elektronischen Schaltungen emulierten sie Steuerungsbefehle der Telefongesellschaften und schufen so Verbindungen über dutzende Schalter und Länder hinweg. Mit ihrer Technik konnten sie sich nicht nur in andere Telefonate hängen und deren Verbindungen manipulieren. Vor allem waren sie dadurch in der Lage, kostenlos zu telefonieren, um die hohen Telefonkosten für ihre langandauernden Modem- oder Akustikkoppler- und DFÜ-Verbindungen nicht tragen zu müssen. Phreaking wurde so oft zum Zwecke des Eindringens in fremde Computer betrieben. In diesem Zusammenhang dienten die technischen Schaltungen auch dazu, die Rückverfolgung solcher Aktivitäten zu erschweren.
Allmählich begann die Entwicklung von Computernetzwerken und die Telefongesellschaften wendeten sich computergesteuerten Telefonanlagen zu. Die Telefonhacker entwickelten sich daraufhin zu Hackern der digitalen Computernetzwerke. So entstand die Kultur der Netzwerkhacker, oder allgemeiner die Kultur der Hacker auf dem Gebiet der Computersicherheit. Parallel dazu entwickelte sich als weiterer Nachkömmling der Phreaking-Kultur eine Hackerkultur des kreativen Umgangs mit Technik jeglicher Art, die heute eine Subkultur unter den Hardware-Hackern bildet.
In den 1990er Jahren entwickelten sich mit dem allgemeinen Aufkommen von Gesetzen gegen Computersabotage hieraus Strömungen, die versuchten, ihre Aktivitäten auf legale Weise fortzusetzen. Auch sie verwenden den Begriff „C*racker“, um einer Konnotation der Illegalität des Hackerbegriffs entgegenzuwirken. Im Unterschied zur akademischen Hackerkultur wollen sie die Trennlinie jedoch einzig an der Motivation des Hackers orientiert sehen, weshalb dort ausschließlich die destruktiven Elemente aus dieser Szene abwertend als „C*racker“ betitelt werden. Manchmal wird auch hier eine deutliche Abgrenzung zwischen Hacker und C*racker gefordert, wobei die Reduzierung der Hackerdefinition auf eine Gruppe von Gutmenschen unter den Hackern stark umstritten ist. Nicht zuletzt die Tatsache, dass eine Unterteilung in „gut“ und „böse“ allenfalls vage und subjektiv sein kann, aber auch die Auffassung, dass eine solche Einschränkung zu dogmatisch ist, verhindert bislang eine flächendeckende Akzeptanz deren Definition. Die Hackerkultur der Hobbyisten aus der Homecomputerszene (heutige Softwarec*racker und Demoszene): Der Ursprung dieser Kultur orientiert sich an den bastelnden Amateurfunkern, wie es sie schon seit den 1920er Jahren gibt. Ihr starkes Interesse an Elektronik lieferte fruchtbaren Boden für den Gebrauch moderner Technologie. 1975 kam der erste weit verbreitete Personalcomputer, der MITS Altair 8800, als Bausatz (397 US$), aber auch als Komplettgerät (695 US$) auf den Markt, wodurch der Computer Einzug in die Wohnzimmer vieler Hacker fand. Einige weitere Heimcomputer wurden ebenfalls als Bausätze verkauft und förderten so die Tradition der Hacker, die Technik wirklich zu verstehen.
Heimcomputer wie der Commodore 64 mit Farbdarstellung und für damalige Verhältnisse ansprechender Audioqualität, zogen viele Spieler und Entwickler in ihren Bann. Die kommerzielle Software (hier insbesondere die Computerspiele) wurde von den Entwicklern jedoch immer öfter mit mehr oder weniger ausgeklügelten Kopierschutzmechanismen versehen. Den Kopierschutz auszuhebeln, um die Software für sich selbst und für befreundete Computerbenutzer in einem kopierbaren Zustand zu bringen, entwickelte sich unter diesen Hackern als eine technische Fertigkeit und Begabung. Hacker, welche die Fähigkeit hatten, kompilierten Softwarecode zu manipulieren, nannte man seit Anfang der 1980er Jahre auch „Software C*racker” oder kurz „C*racker“. In den frühen 1980er Jahren entstanden hieraus C*rackergruppen und der sich auf das Aushebeln von Kopierschutzmechanismen kommerzieller Software spezialisierende Teil der Warez-Szene, die sich parallel zur Hackerszene entwickelte.
Die C*rackergruppen rivalisierten untereinander. Der erste, der es schaffte, den Kopierschutz einer neuen Software zu knacken, erntete den Ruhm, weshalb die gec*rackte Software entsprechend kenntlich gemacht wurde, um sie einer C*rackergruppe zuordnen zu können. Immer öfter erzeugten sie dafür so genannte „Demos“, meist in Form von musikalisch unterlegten Echtzeit-Animationen, die dem C*rack beigelegt wurden. Es dauerte nicht lange, bis die Macher der Demos untereinander konkurrierten, wobei es zunächst galt, mit dem geringsten Code die bestmöglichen Effekte zu erzielen. Innerhalb der daraus entstandenen Demopartys entwickelte sich eine Plattform, auf der technische und künstlerische Fertigkeiten der Demomacher demonstriert werden konnten. In den späten 1990er Jahren hat sich daraus eine selbständige Demoszene entwickelt, die sich von der Warez-Szene nun distanziert sehen will und sich mehr der ursprünglichen Hackerszene verbunden fühlt.
Jenseits der widerrechtlichen Manipulation kommerzieller Software bildete sich auch eine legale C*racker-Szene begeisterter Programmierer, die mithilfe ihrer eigenen C*rackMes einen Sport auf geistiger Ebene praktizieren. Die Hackerkultur der Hardware-Hacker: Die Wurzeln dieser Kultur sind in allen Hackerkulturen gleichermaßen zu finden. Über den Modelleisenbahnclub des MIT erhielt sie in den späten 1950er Jahren ihren akademischen Bezug, wobei die frühen Zeiten der Homecomputerhobbyisten ihre Kultur ebenfalls stark prägte, gefolgt von den späten Nachkömmlingen der Phreaking-Kultur, aus der eine Subkultur der Hardware-Hacker hervorging, die sich dem kreativen Umgang mit Technik jeglicher Art verschrieben hat. ----
@sys3 Zitat: |
Zitat von sys3 Fahrerlaubnis...ist ein allge. bekannter Begriff... | Gutes Argument. Aber bei einem Fahrrad ist das auch nicht der Fall. Und ein Rad ist noch viel einfacher zu erhalten und zu bedienen. Kaufen, raus aus dem Laden und losfahren. Mehr braucht es nicht, um ohne Licht als Geisterfahrer auf der Stadtautobahn unterwegs zu sein ... Wäre ja egal, wenn die Regeln der Autofahrer für ihn nicht gelten. Schließlich hat er ja keinen Führerschein.
Bye, Ronald | |
Geändert von Ronald (14.07.2006 um 19:48 Uhr)
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