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Test: Battlefield 1 - Frisches Setting, frischer Spaß (2/4)

Vielfältige Kampagne

Der Einstieg ins Spiel ist fulminant und stürzt einen direkt in den erbarmungslosen und menschenverachtenden Grabenkrieg des ersten Weltkriegs. Hat man den fantastisch inszenierten Auftakt gemeistert, stehen fünf weitere Kriegsgeschichten zur Verfügung, die den Spieler an unterschiedliche Schauplätze des Krieges führen, die den Unsinn und die Brutalität des ersten großen Krieges teilweise sehr anschaulich darstellen. Abgerundet werden die Geschichten von historischen Fakten. Zur Verfügung stehen Kriegsgeschichten französische Stadt Cambrai, in die Luftschlachten über der Westfront, in die Wüsten des Mittleren Ostens, in die Alpenfront zwischen Italien und Österreich-Ungarn und nach Gallipoli, quasi dem D-Day des Ersten Weltkriegs mit über einer Million Soldaten. Dabei bietet jede Geschichte nicht nur ein anderes Setting, sondern auch einen anderen Schwerpunkt beim Gameplay. Einmal sind es die Panzerschlachten, ein anderes Mal der Luftkampf und wieder ein anderes Mal der Infanteriekampf, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen

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Dennoch wird die Singleplayer-Kampagne mit ihrer episodenhaften Aufmachung wohl nicht jedem gefallen. So stark die Inszenierung und so filmreif und stimmungsvoll die Zwischensequenzen sind, das eigentliche Gameplay der Missionen war nach unserem Geschmack zu geradlinige und zog sich stellenweise sehr in die Länge. Das liegt zum Teil daran, dass es Dice wie schon bei 'Battlefield 4' verpasst hat, eine fortlaufende Story in Form einer klassischen Kampagne einzubauen, vor allem aber liegt es an dem wenig reizvollen Gameplay, den wenig spannenden Aufgaben in den Missionen und der stumpfen KI. So dienen die Massen feindlicher Soldaten oftmals lediglich als Statisten, die problemlos aus dem Weg geschafft werden, was so gar nicht zu der sonstigen Inszenierung passen will. So ist das Setting des Singleplayers zwar interessant und die Präsentration umwerfend, doch das Gefühl immer weiter spielen zu wollen, wie in einer klassischen Battlefield-Kampagne, etwa im Stile von 'Bad Company 2', der Fall war, hat dieses Stückwerk bei uns nicht erreicht.

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Auf der anderen Seite gelingt es durch die verschiedenen Geschichten einen weitaus breiteren Teil der historischen Geschehnisse aufzugreifen, als es mit einer klassischen Kampagne a la guter Allianz-Soldat gegen die bösen Achsenmächte wäre der Fall wäre. In solchen Fällen etwa wird der Kampf im osmanischen Riech oftmals völlig ausgeblendet und auch wenn es der Kampagne an Tiefe fehlt, um wirklich großartig zu sein, so ist der Einwand von Seiten Dice, dass man nur so die Vielfalt der Geschehnisse abbilden könne nicht völlig von der Hand zu weisen.

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