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Test: Battlefield 1 - Frisches Setting, frischer Spaß (4/4)

Fazit

Mit 'Battlefield 1' ist es Electronic Arts und Dice gelungen, der ehrwürdigen Shooter-Serie neues Leben einzuhauchen, nachdem die vorangegangen Titel doch deutlich erkennbare Spuren im Lack hinterlassen hatten. Das frische Setting, die erstklassige Präsentation, die abwechslungsreichen Karten und das in Details überarbeitete Gameplay ergeben ein Ganzes, dass einen vor allem mit Freunden wieder stundelang vor dem Bildschirm fesselt. Dazu ist es Dice gelungen, das Zusammenspiel in einem Squad wieder aufzuwerten. Als Einzelkämpfer über die Karte zu stürmen, wie es in 'Battlefield 4' noch problemlos möglich war, bietet in 'Battlefield 1' weitaus weniger Erfolgsaussichten. Damit einhergehend hat Dice das Squad-System optimiert, so dass es zumindest im Spiel mit einer Gruppe seinen Dienst nun ordentlich erfüllt, im Gegenzug allerdings Schwächen (Lock-System) hat, wenn man sich alleine in den Kampf stürzt.

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Auch technisch zeigt sich 'Battlefield 1' von der besten Seite. In Punkto Grafik und Sound kann derzeit weder die Call-of-Duty-Serie noch ein anderer Multiplayer-Shooter dem Dice-Shooter das Wasser reichen. Vor allem aber überzeugt der verbesserte Netcode, der in den letzten Titeln oftmals für Frust gesorgt hat. Das wichtigste an einem Multiplayer-Shooter ist und bleibt eben die Abgleichung der Server- und Client-Informationen.

Nichts destotrotz ist auch bei 'Battlefield 1' nicht alles Gold, was glänzt. So ist fällt etwa die Kampagne nicht nur sehr kurz aus, auch das Gameplay im Singleplayer wusste nicht vollends zu überzeugen. Die Zwischensequenzen sind zwar nahezu filmreif, aber der ganz große Spielspaß bleibt in der Kampagne auf der Strecke.

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Ebenso hinterlässt das Vertriebsmodell ein Geschmäckle. Dass man für das Spiel deutlich über 100 Euro bezahlen muss, wenn man das Grundspiel samt Season-Pass möchte, daran hat man sich als Battlefield-Spieler bereits gewöhnt, doch dass EA den Release zerstückelt und für teures Geld Vorab-Spielzeit verkauft ist unserer Meinung nach ein No-Go. Diese Kritik richtet sich jedoch ausschließlich an das Vertriebsmodell und nicht an das Spiel selbst. Auf der anderen Seite muss man positiv festhalten, das EA im Gegenzug viele Pay2Win-Aspekte der Vorgänger - zumindest derzeit - aus dem Spiel eliminiert hat. So etwa die für Echtgeld kaufbaren Battlepacks (und damit die indirekt kaufbaren XP-Boosts), sowie die Shortcut-Packs, mit denen man sich diverse Waffen und Vorteile freischalten konnte, ohne diese auf klassische Weise freizuspielen zu müssen.

26.10.16 / tj

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