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Test: Civilization 6 - Gelungener Mix aus alt und neu

Viel Neues

Nach dem unrühmlichen Versuch die Civilization-Serie mit 'Beyond Earth' in einem Sci-Fi-Setting anzusiedeln, haben sich das entwickelnde Studio Firaxis und der Publisher 2K Games bei 'Civilization 6' wieder auf das traditionelle Setting besonnen und lassen den Spieler die Geschicke der Menschheit von der Steinzeit bis in die Gegenwart lenken. Das grundlegende Spielprinzip unterschiedet sich dabei kaum von den Vorgängern. Wieder heißt es eine Stadt zu gründen, die Karte zu erforschen, die Stadt durch den gezielten Bau von Gebäuden zu verbessern und weitere Städte zu gründen. Dazu müssen Finanzen, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Religion in Einklang gebracht werden und mittels Krieg und Diplomatie das eigene Volk zum Sieg geführt werden. Im Detail hat Firaxis dann aber doch deutlich am Gameplay geschraubt und im Gegensatz zu 'Civilization 5' zahlreiche Veränderungen eingebaut.

Die wohl größte und augenscheinlichte Änderung gilt den Städten, bei denen die Entwickler kaum einen Stein auf dem anderen gelassen haben. Weiterhin heißt es zwar durch genügend Nahrungsanbau neue Bürger zu generieren und diese auf den umliegenden Geländefeldern sinnvoll einzusetzen, doch darüber hinaus gibt es einige zentrale Änderungen. Anders als in den Vorgängern werden die meisten Gebäude nicht mehr in der Stadt selbst gebaut, sondern in sogenannten Distrikten, die nun ein eigenes Geländefeld beanspruchen. Insgesamt gibt es über zehn Distrikte, was es schwer macht in allen Städten alle Distrikte aufzubauen.

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Distrikte und Wunder

Möchte man etwa eine Bibliothek bauen, benötigt man zunächst einen Campus. Auf diesem kann dann im weiteren Verlauf zunächst die besagte Bibliothek, später die Universität und dann das Forschungslabor gebaut werden. Für religiöse Gebäude benötigt es den Distrikt Heilige Stätte, der Platz für einen Schrein, einen Tempel und - je nach Glaubenssatz - eine Kathedrale oder vergleichbare Gebäude Platz bietet. Wer dagegen auf Produktion setzt, benötigt den Distrikt Industriegebiet, wo eine Werkstatt, eine Fabrik und Kraftwerke ihren Platz finden. Für Kultur sorgt der Distrikt Theaterplatz. Geld bringt der Distrikt Handelszentrum, der nicht nur Platz für Banken, Börsen und Co. bietet, sondern auch jeweils einen neuen Handelsweg bringt. Dazu benötigen auch Wunder nun ein eigenes Geländefeld und werden nicht mehr in der Stadt gebaut.

Die Folge: Riesige Superstädte, wie sie in 'Civilization 5' noch möglich waren, sind in 'Civilization 6' weitaus schwieriger zu realisieren, da man sich die Geländefelder, die die Stadt umgeben, weitaus strategischer einteilen muss. Baut man etwa zehn Wunder in das Stadtgebiet, so bleiben naturgemäß nicht mehr viele Geländefelder für Distrikte und die auch weiterhin bestehenden Geländefeldverbesserungen übrig. Man muss also von vornherein genauer überlegen, welche Distrikte und Wunder eine Stadt benötigt und welche Distrikte und Wunder sich gut ergänzen. Zudem bieten die Distrikte Nachbarschaftsboni, die in Kombination mit bestimmten anderen Distrikten und bestimmten Wundern besonders gut zur Geltung kommen. Wie viele Distrikte gebaut werden können, wird wiederum durch die Einwohnerzahl bestimmt. Man sieht also, die Balance zwischen Einwohnerzahl, Gebäudewahl und Wunderbau erfordert mehr Balance als in 'Civilization 5'.

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Weiter: Der Stadtbau
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