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Elite Dangerous - Die Horizons-Erweiterung

Der Stand der Dinge im Elite-Universum

Als 'Elite Dangerous' am 16. Dezember 2014 in den Verkauf ging, erhielt die Neuauflage des Klassikers aus dem Jahr 1984 überwiegend positive Resonanzen. Sowohl Magazine als auch Käufer lobten die solide Grafik, die gelungene Inszenierung und die nahezu unendliche Größe der Welt mit insgesamt 400 Milliarden Sternensystemen, die zum Erkunden und Entdecken einladen. Nicht zu vergessen das komplexe und detaillierte Flugsystem, das spannende Dogfights ermöglicht. Im Laufe des ersten Jahres - vom Entwickler Frontier mittlerweile auch als Season 1 bezeichnet - erhielt das Elite-Universum zudem diverse Erweiterungen. Eine der größten Änderungen war das Powerplay-Update (zu Deutsch: 'Machtspiele'), das das Elite-Universum neben den drei großen Fraktionen und den tausenden Kleinstfraktionen um die sogenannten Mächte (Powers) erweitert, denen Spieler die Treue schwören können und deren Ziele von Spielern unterstützt werden können. Auf diese Weise können Spieler die Geschicke im Elite-Universum bis zu einem bestimmten Grad mitbestimmen.

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Dass die Powerplay-Mechaniken eher langsam und träge Auswirkungen auf das Universum haben ist einerseits realistisch, führt aber andererseits dazu, dass ein wirksames Powerplay-Spiel einen nicht unerheblichen Grind-Anteil enthalten kann und man als einsamer Wolf eher nur am Rande mitwirkt. Nicht direkt ein Spiel-Feature - und vom Gelegenheitsspieler, der seine Zeit im Solospiel (ohne auf andere Spieler zu treffen) verbringt, vielleicht nicht einmal wahrgenommen - ist die Möglichkeit, eine Spielerfraktion zu beantragen. Diese Funktion ist für Clans und andere Spieler-Community gedacht, die eine eigene Kleinstfraktion im Universum darstellen möchten. Auf diese Weise können Clans und andere Gruppen eigene Systeme und Stationen beherrschen und über eine Hintergrundsimulation im Spiel in weitere Systeme expandieren. Eine solche Spielerfraktion muss händisch bei Frontier beantragt werden und wird von den Entwicklern ebenso händisch in das Spiel eingepflegt.

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Größter Wehrmutstropfen bleibt aber auch mit dem Powerplay-Update die im Vergleich mit MMOs wie World of Warcraft oder der Guild-Wars-Serie eher sterile und leere Welt. Bis auf einige Stationstypen und einigen speziellen Systemen wird in der prozeduralen Elite-Welt weit weniger Abwechslung geboten als in den bis ins Detail ausgefeilten Welten anderer MMOGs. Dazu wird die vorhandene und auch durchaus spannende Story nur in sehr kleinen Häppchen im Hintergrund entfaltet und sticht dadurch nicht direkt ins Auge. Damit hat man auf der einen Seite eine quasi unendlicher Welt, die aber auf der anderen Seite eher selten diese speziellen Wow-Effekte erzeugen kann, wie die Welten anderer MMOGs.

Zudem besteht Elite Dangerous für Einzelspieler nach wie vor aus quasi nur vier Spielelementen, die man mehr oder weniger stark abgrinden kann. Die Kopfgeldjagd auf NPCs oder auch mal auf Realspieler, das hin-und-her-fliegen von Waren, das Erkunden leerer Welten und der Abbau von Ressourcen. Das Powerplay gibt diesen Spielfunktionen zwar einen weiteren übergeordneten Sinn, doch wirklich mehr zu tun als beim Release gibt es im Elite-Universum auch ein Jahr Später nicht.

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Abhilfe schaffen soll nun das erste kostenpflichtige Upgrade mit dem Namen 'Horizons', das die von Frontier sognannte Season 2 einleitet. Was 'Horizons' neues bringt und ob sich der Kauf lohnt, wird auf Seite 2 gezeigt.

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