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Test: Factorio - Gelungener Mix aus Fabrik-Aufbau und Tower Defense (3/3)

Fazit

Bei Steam wird 'Factorio' aktuell in den Himmel gelobt. Von den über 1000 Reviews der ersten Tage geben 99 Prozent der Käufer eine Empfehlung ab und wenn man einmal an den Punkt angelangt ist, an dem man die Grundprinzipien verinnerlicht hat und seine ersten automatisierten Förderstraßen entwickelt, wird man tatsächlich mit einer Gewalt in das Spiel gesogen, die ich zuletzt in den frühen Anno-Titeln erlebt habe. Potenzierend wirkt dabei, dass 'Factorio' Spielelemente bietet, die so in dieser Form noch nicht da waren. Die Kombination von Fließbändern und Greifarmen benötigt komplett neue Herangehensweisen und ist eine gelungene Bereicherung und Abwechslung zu vielen anderen Aufbauspielen. Auch die Idee, dass man nicht allmächtig und jederzeit auf der ganzen Karte bauen kann, sondern mittels einem Charakter, der über die Karte gesteuert werden muss, die Anlage aufbaut, ist kreativ gelöst und bringt bis zum Ende eine Prise von Minecraft in das Spiel. Erwähnt werden müssen in diesem Zusammenhang auch die Aliens, die auf dem Planeten wohnen, und dem Spieler je nach Einstellung feindlich gesinnt sein können. In solch einem Fall kommt noch eine Prise Tower Defense mit ins Spiel rein, da man sich um Schutzwände und Geschütztürme kümmern muss,. Letztere müssen regelmäßig remunitioniert werden, was weitere Automatisierungsaufgaben mit sich bringt.

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Möchte man etwas kritisieren, ist es vielleicht der zu Beginn etwas zähe Einstieg. Je nachdem wie viel man sich zuvor über das Spiel schlau macht, kann es schon mal eine Weile dauern, bis man den Punkt erreicht hat, an dem man versteht, wie sinnvolle Automatisierungen funktionieren und warum diese notwendig sind. Hat man diesen Zwischenschritt aber einmal gemacht, gibt es kein Halten mehr und 'Factorio' wird zu einem wahren Zeitfresser.

Hilfreich für einen gelungenen ersten Einstieg ist die Kampagne, die in vier Teile aufgeteilt ist, die einem die Grundlagen des Spiels näherbringen. Die erste Kampagne kann zudem als kostenlose Demo auf der offiziellen Homepage heruntergeladen werden. Sie bietet eine Spielzeit von etwa 45 bis 60 Minuten und bietet einen Einblick in die Spielmechaniken. Das freie Spiel, dass 'Factorio' vor allem ausmacht, fehlt in der Demo allerdings.

29.01.16 / tj

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