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Test: Grand Theft Auto V (GTA V)

Zurück in Los Santos

Juhu, endlich! GTA V bringt uns auf dem PC zurück nach Los Santos und in das umgebende Hinterland. Lange haben wir uns darauf gefreut und zugegebenermaßen sind wir auch schon voreingenommen: Die Erwartungen an die vier Säulen eines Games, nämlich Storytelling, Gameplay, Grafikqualität und Performance, sind enorm. Neue Maßstäbe werden gesetzt, sie müssen sogar gesetzt werden. Nicht weniger ist der Anspruch.

Diese Voreingenommenheit, die sich aus Erwartungshaltung und Anspruchsdenken zusammensetzt, macht es für Rockstar nicht leicht, mit GTA V zu reüssieren. Der Hype um GTA V für den PC ist gigantisch und damit auch die Fallhöhe exorbitant. So ist es ganz allgemein schon eine Kunst für sich, die genannten vier Eckpfeiler eines Computerspiels unter einen Hut zu bringen. Die meisten Spiele-Titel scheitern daran: Grafikqualität und Performance stehen ohnehin einem Spannungsfeld und viele Spiele, die zumindest an dieser Stelle gut ausbalanciert sind, leiden an holzschnittartigen sowie nur kurzen Plots. Letzteres gilt insbesondere für Titel, deren Fokus auf dem Multiplayer-Modus liegt, der nun auch mit GTA Online eingeführt wird.

GTA V PC
(GTA V verspricht eine Menge, benötigt rund 62 GB Speicherplatz)

Doch GTA ist als Open-World-Game auch extrem abhängig vom Gameplay: Laufen, Rennen, Fahren mit verschiedensten Fahrzeugen, Fliegen mit unterschiedlichen Flugzeugen, Schwimmen und Tauchen (als Charakter oder bei der Steuerung eines (U-)Boots, Prügeln, Schießen und so weiter. Das ganze in verschiedenen Perspektiven (First-Person, Third-Person, Kino-Modus) und im Zweifelsfall hat der Spieler in GTA dabei noch das Handy am Ohr. Viel Raum also für Unzulänglichkeiten beim Gameplay, die GTA V am PC zum Verhängnis werden können.

Vergleichen wir also die Erwartungshaltung mit den Herausforderungen, so scheint es fast unmöglich, dass GTA V am PC das alles unter einen Hut bekommen kann. Bei GTA IV - das wir in den vergangenen Wochen noch einmal komplett durchgespielt haben, um uns angemessen auf GTA V einzustimmen - war diese Quadratur des Kreises nicht gänzlich gelungen. Die Steuerung von Niko Bellic zu Fuß war am PC mit Tastatur und Maus extrem hölzern, optische Qualität und Performance stehen in GTA IV auch heute, sieben Jahre nach dem Launch, noch in einem weitgehend unvereinbaren Gegensatz.

Doch GTA V steht gar nicht so sehr in der Tradition von Liberty City, sondern hat seine Wurzeln in GTA San Andreas. Und GTA:SA, in dem wir dereinst den Fahrraddieb Carl "CJ" Johnson durch seine kriminelle Karriere steuerten, darf zurecht als Meilenstein unter den PC-Spielen gelten. Insofern bleibt zu hoffen, dass GTA V eher in die Fußstapfen seines Vor-Vorgängers tritt, als in die des Vorgängers.

Ob das klappt und wie, das analysieren wir auf den folgenden Seiten. Möge das Spiel beginnen!

Weiter: Story
Inhaltsverzeichnis:
[1] GTA V
[2] Story
[3] Gameplay


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