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Test: Grand Theft Auto V (GTA V) (4/6)

GTA V für den PC: Performance

Entgegen einem durchaus verbreiteten Irrtum fordert GTA V der Hardware nicht in Los Santos am Meisten ab und auch nicht unbedingt bei Nacht. In unserem Test zeigte sich, dass vielmehr bei Tageslicht unter bestimmten Bedingungen die Performance einbricht, speziell im Hinterland. Als Ursache dafür lassen sich dort die vergleichsweise hohe Sichtweite und die aufwendige Darstellung der Vegetation ausmachen.

Doch selbst wer die Einstellungen für die Qualität der Grafik so vornimmt, dass in Los Santos und dem amerikanischen Heartland auch mit schnellen Autos zu jeder Zeit die Leistung stimmt, ist nicht wirklich auf der sicheren Seite. Denn es gibt zwei Szenarien, die der Hardware noch deutlich mehr abfordern, als die Heimat der Hillbillies und Rednecks.


(Schnell unterwegs: 46 FPS in Los Santos, nur 23 FPS auf dem Lande)

Zum Einen sind das Tiefflüge mit Flugzeugen oder Helikoptern über Land. Dabei treffen die Extreme aufeinander: Die Sichtweite ist hoch, die unmittelbare Umgebung des Fluggeräts wird gleichzeitig mit maximaler (voreingestellter) Qualität gerendert und die Reisegeschwindigkeit ist deutlich höher als mit jedem PKW. Dabei kann sich sogar der Datenträger, auf dem GTA V installiert ist, als Flaschenhals erweisen; es müssen ständig Daten nachgeladen werden, was auch zu sogenannten Laderucklern führen kann. Als goldener Mittelweg bietet sich in Anbetracht von rund 60 GB für GTA V ein SSHD an, als Kompromiss zwischen langsamer HDD- und teurer SSD-Kapazität.


(In Bodennähe unter 30 FPS, während wir hoch oben wieder jenseits der 40 FPS-Marke schweben)

Zum Anderen stellen sich Tauchfahren mit dem U-Boot als wahre Performance-Killer dar. Unter Wasser ist die Sichtweite zwar vergleichsweise eingeschränkt und die Fortbewegungsgeschwindigkeit gering. Dafür werden aber enorm rechenintensive Filter angewendet, die das Licht unter Wasser brechen und die die Umgebung entsprechend verzerren. Dazu gesellen sich die Darstellung von Partikeln und unterschiedliche Eintrübungen des Wassers. Kommen dann noch Objekte ins Blickfeld, wie Meerespflanzen, Tiere und aufwendige Wrack-Strukturen, dann fordert das der Hardware weit mehr Leistung ab, als bei Autofahrten über Land.


(Unter Wasser säuft auch gerne die Framerate ab)

Nichtsdestotrotz gibt sich GTA V in Anbetracht der grafischen Qualität insgesamt sehr flexibel und dadurch auch genügsam, was die Anforderungen an die Hardware betrifft. Auch mit aktuellen Mittelklassesystemen lässt sich GTA V sehr anständig spielen, ohne dass dabei das Auge leidet. Aber wer es darauf anlegt, kann auch bei einer Auflösung von 1920x1080 Pixeln die optische Qualität so ausreizen, dass selbst aktuelle Premium-Hardware an ihre Grenzen kommt. Abhilfe schaffen dann nur Übertaktung bzw. CrossFire oder SLI. Insbesondere wenn das Bild mit UHD ("4K") aufgelöst wird, führt an Dual-GPU-Lösungen noch kein Weg vorbei, wie unser GTA V Performance-Review in den kommenden Tagen zeigen wird. Weil GTA V recht spät im DirectX 11-Zyklus erscheint, kann es auch noch nicht die Vorzüge von DirectX 12 (ab Windows 10) nutzen, weshalb die Einzelkernleistung von CPUs für GTA V noch eine Rolle spielen kann.

Grundsätzlich gilt daher, dass GTA V bereits mit mittleren bis hohen Einstellungen schon wirklich gut aussieht, das schaffen auch ältere Grafikkarten, ebenso stellen Mittelklasseprozessoren für GTA V kein tatsächliches Hindernis dar. Wichtiger als rohe Rechenleistung ist bei GPUs eher der verfügbare Video-Speicher, er sollte schnell angebunden sein, dabei stellen 2 GB Kapazität für mittlere bis hohe Grafikeinstellungen das sinnvolle Minimum dar, besser sind drei oder vier GB.

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Inhaltsverzeichnis:
[1] GTA V
[2] Story
[3] Gameplay


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