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Test: Mafia III - Story hui, Technik pfui? (2/4)

Repetitive Mission

Die Missionen hingegen bieten Licht und Schatten. Während die Missionen zu Beginn noch die nötige Abwechslung bieten, werden sie im weiteren Verlauf des Spiels zunehmend repetitiv. Wenn man zum x-ten Mal eine Zielperson ausschalten muss, um einen neuen Unterboss ins Spiel zu bringen oder ein weiteres Gebiet einzunehmen verliert dies nach einigen Spielstunden merklich an Reiz und irgendwann arbeitet man viele Missionen nur noch halbherzig ab. Hier hat Hangar 13 eindeutig Potential verschenkt, zumal auch die offene Welt nicht genügend in das Story-Design einbezogen wurde. In den meisten Fällen reihen sich die Missionen in nächster Nähe aneinander, und die nicht eben kleine Stadt verkommt zu einer offenen Karte, die kaum genutzt wird. Missionen die eine wirkliche Abwechslung bieten, kommen zwar immer mal wieder vor, sind aber letztendliche Mangelware.

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Fehlende Details

Ein echter Rückschritt gegenüber 'Mafia II' stellen die Details und die Open-World-Features dar. Während man in 'Mafia II' beispielsweise an Tankstellen noch bedient wurde, passiert in 'Mafia III' schlicht gar nichts, wenn man eine Tankstelle anfährt. Gleiches gilt für die Autowachanlagen und Werkstätten, die in 'Mafia II' noch eine echte Funktion hatten, in 'Mafia III' aber nur noch Deko sind. Und wenn man an einen hell beleuchteten Diner anhält, um dann zu merken, dass sich im Diner rein gar nichts abspielt und man auch nicht die Möglichkeit hat, ein Essen zu bestellen, dann fehlt der offenen Welt einfach die Tiefe. Vom fehlenden Schadensmodell bei den Fahrzeugen und der nicht ausgereiften Kollisionsabfrage und Physik wollen wir hier lieber gar nicht erst anfangen zu sprechen, das ist stellenweise unterirdisch.

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Auch die möglichen Interaktionen mit Objekten fallen in 'Mafia III' weitaus geringer aus. Zwar ist es für das Spielgeschehen nicht von Bedeutung, ob man eine Toilette tatsächlich benutzen kann, doch an die durch solche Details erzeugte Immersion des Vorgängers reicht 'Mafia III' durch die fehlenden Details nicht heran. Man hat einfach deutlich weniger da Gefühl in eine lebendigen Stadt einzutauchen, als dies seinerzeit bei 'Mafia II' der Fall war. Wieso etwa kann man sich keine neuen Klamotten zulegen und läuft stundenlang in einer abgewetzten Jacke der US-Army herum. Hier war 'Mafia II' mit der Möglichkeit, sich neue Klamotten anzulegen einen ganzen Schritt weiter.

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