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Test - Plants vs. Zombies: Garden Warfare

Multiplayer-Shooter mit hohem Spaßfaktor

Während die Konsoleros bereits seit Ende Februar die Level in Plants vs. Zombies: Garden Warfare unsicher machen, können sich seit kurzem auch PC-Spieler in den Gartenkampf werfen und etwa als Sonnenblume mit Heilstrahl die Welt unsicher machen.Mit dem ursprünglichen Plants vs Zombies hat die neue 3D Version fast nur das Setting gemeinsam. Das Game kann man als klassischen 3D Multiplayer Shooter einsortieren. Technisch nutzt Plants vs. Zombies: Garden Warfare die Frostbite Engine von Dice, die beispielsweise auch in Battlefield 4 zum Einsatz kommt. Und so wundert es auch kaum, dass auch bereits Mantle Unrterstützung für AMD Grafikkarten in Garden Warfare integriert  ist.

Überhaupt ist die Verwandtschaft mit der Battlefield-Serie deutlich zu spüren. Wie beim großen Bruder gibt es je Seite vier Spieler-Klassen. Die erwähnte Sonnenblume ersetzt etwa den Medic, während der Kaktus seine Stacheln wie ein Sniper verschießt. Auf Seiten der Zombies übernimmt der Wissenschaftler mit seinem Heilbrunnen den Job des Medics. Die verschiedenen Klassen müssen wie bei Battlefield erst verschiedene Waffen oder Extras freispielen. Dazu kommt eine Art abgespeckter Commander, bei dem ein Spieler wie in Battlefield seine auf - und unter - dem Boden kämpfenden Kameraden unterstützt, etwa durch Luftschläge oder andere Extras. Bis zu 24 Spieler Prügeln sich bei Garden Warfare um die Vorherschaft im Garten. 

Unterschiede gibt es derweil vor allem bei der Grafik und dem Leveldesign. Während Dice bei der Battlefield-Serie eine möglichst realistische Grafik anpeilt, ist Plants vs. Zombies: Garden Warfare in einem kunterbunten - teilweise schon fast kitschigen, dafür aber extrem "knuddeligen" - Comic-Look gehalten.

 Zum Glück hat EA das Spiel mit einer gehörigen Portion Selbstironie geschmückt, so dass der Look am ende sehr gut zum Spiel passt. Die mittelgroßen Level sind meist kleiner als in Battlefield und erinnern vom Aufbau her etwas an die Call-of-Duty-Serie. Erweitert wird das Spielprinzip von einigen Elementen aus dem Tower-Defense-Original, die auch die Einordung als ein Plants-vs-Zombies-Spiel rechtfertigen.

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Mehr Spaß und leichter Einstieg trotz taktische Tiefe

Die taktische Tiefe ist in Plants vs. Zombies: Garden Warfare im Vergleich zu der Battlefield-Serie zwar etwas eingeschränkt, doch auch das "Arcade-Battlefield" belohnt taktisches Vorgehen und Teamplay. Allerdings wird das Ganze mit deutlich mehr Humor verkauft. Mit kuriosen Zombie-Lauten, Knoblauch-Drohnen und Mais-Artillerie kann das Spiel halt selbst in hitzigen Gefechten nie zu ernst genommen werden.

Je nach art des Spielmodus erfordert das Spiel mehr oder weniger Koordination im Team. So muss man im Gärten-und-Friedhöfe-Modus, der sehr an den Rush-Modus aus Battlefield erinnert, auf der Map Positionen einnehmen. Sobald ein Gebiet erobert ist schaltet sich ein weiteres frei. Ohne koordiniertes Zusammenspiel ist ist man hier als Team relativ chancenlos.

Richtig gut für Einsteiger ist der Modus "Türmatte", denn hier wird man um so stärker, je schlechter man spielt. Das heißt als Einsteiger wird man nicht sofort im Sekdundentakt "weggebasht" und hat so Anfangs deutlich mehr Spaß am Spiel.

Für Gamer, die eher alleine oder im Team gegen die KI spielen, ist der Gartenkommando-Modus gedacht. Mit bis zu drei Mitspielern muss man hier seinen Garten gegen immer besser werdende KI-Zombiewellen antreten. In diesem Modus erhält Garden Warfare dann auch ein paar Zusatzelemente aus Tower-Defense. Um den zu verteidigen Garten herum stehen leere Blumentöpfe, die mit verschiedenen "Verteidigungsplanzen" bestückt werden können und die Spieler unterstützen. Zwischen die einzelnen Zombiewellen schiebt Garden Warfare sogenannte Boss-Wellen in denen altbekante "Oberzombies" angreifen und einem das Pflanzenleben schwer machen.

 Ein Element das in Garden Warfare komplett fehlt ist die aus Battlefield bekannte zerstörbare Umwelt.Zwar lassen sich auch in Plants vs. Zombies: Garden Warfare einige Objekte der Welt zerstören, doch im Vergleich zu den Schlachtfeldern des großen Bruders sind die Gärten und anderen Level in in Plants vs. Zombies: Garden Warfare geradezu steril und leblos. Dass wie in Bad Company 2 ein ganzes Level eingeebnet wird, findet man in Garden Warfare jedenfalls nicht.


Plants vs. Zombies: Garden Warfare in maximaler Grafikpracht in 4K auf zwei Radeon 295X2.

Deutlicher schwäher als beim aktuellen Primus Battlefield fällt beim "Zombieshooter" die Möglichkeit aus Multiplayerspiele zu starten. Denn das Game verfügt nicht über einen Serverbrowers. Spiele werden einfach über eine Vorauswahl von ein paar Parametern gestartet. Das direkte eintreten in einen Bestimmtem Server ist derzeit überhaupt nicht möglicht. Insgesamt erinnert Garden Warfare hier an die ersten Versionen von Titanfall, bei dem die Multiplayeroptionen auch sehr rudimentär ausfielen, mittlerweile aber etwas aufgewertet wurden.

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