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Test: The Division - Mutiger RPG-MMO-Shooter-Mix von Ubisoft (3/4)

Das Deckungssystem

In den Kämpfen selbst steht neben dem Aiming vor allem das Deckungssystem im Mittelpunkt. Mit Leertaste bringt man sich hinter Fahrzeugen, Kisten oder Mauern in Deckung und kann so nicht getroffen werden. Nun hat man die Wahl blind zu feuern oder für einige gezielte Schüsse kurzzeitig aus der Deckung zu gehen. Das System ist insgesamt gelungen, hat aber im Detail noch einige Schwächen und wirkt stellenweise noch etwas hakelig, etwa wenn man mit einer Rolle von der einen Deckung zur nächsten huschen möchte, was bei zu vielen Deckungsmöglichkeiten manchmal nicht sauber zu kontrollieren ist. Hier sollte Ubisoft noch etwas nachbessern, wobei das eindeutig Kritik auf hohem Niveau ist.

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Die Darkzone

Während die gewöhnlichen Stadtteile reine PvE-Arenen sind, in denen man ausschließlich KI-Gegner eliminiert, ist die sogenannte Darkzone der Spielplatz für PvP-Spieler. Die Darkzone bietet die Chance auf besonders hochwertige Ausrüstungsgenstände, aber eben auch die Gefahr des schnellen Todes. Möchte man seine Beute aus der Darkzone schaffen, muss ein Transportdienst geordert werden, der einen schnell zum Ziel anderer Spieler macht. Wirkliche Folgen hat aber auch ein Tod in der Darkzone nicht. Zwar verliert man seine neue Beute, die ausgestatte Ausrüstung ist für andere Spieler jedoch tabu, so dass man nach einem Tod quasi keinen Nachteil hat außer ein wenig verlorenere Spielzeit und Einbußen beim Darkzone-Level. Das Permadeath-Gefühl aus anderen Survival-Shootern, das zu extrem spannenden Gefechten führt, fehlt in 'The Division' also komplett, womit die PvP-Arena eher einem Spielplatz als einem angsteinjagendem Schlachtfeld gleicht.

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Solide Technik

Überraschend gut liefen die Server in unserem Test. Trotz eines recht großen Andrangs hatten wir in den ersten Tagen kaum mit Spielabbrüchen oder anderen Problemen zu kämpfen. Hier ist 'The Division' eine wohltuende Ausnahme von der immer schlechter werdenden Veröffentlichungsqualität in der Spielebranche. Auch die technische Umsetzung beim Wechsel von der offenen Welt in die eigene Basis oder in die diversen Safehouses, die als Treffpunkte mit anderen Spielern dienen, ist elegant und solide gelöst. Man wechselt fast nahtlos vom Singleplayer-Koop-Modus in den MMO-Modus und zurück. Auch bei der Performance gibt es wenig zu meckern. Auf der aktuell bei Gamern sehr beliebten GeFeorce GTX 970 zauberte 'The Division' in 1080p und in der Ultra-Einstellung dauerhaft über 40 FPS auf den Schirm. In der Regel hatten wir zwischen 50 und 60 FPS. Richtig schlecht ist allerdings die Unterstützung für Crossfire. Der Einsatz von zwei AMD-Karten führte im Test zu erheblichen Bildfehlern und brachte keinen erkennbaren Leistungsvorteil.

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