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VIA KT400 Chipsatz

/Hardware/Mainboards

VIA neuester Wurf

Schlag auf Schlag

Irgendwann überholt VIA sich noch selbst. Blickt man auf das bisher vergangene Jahr zurück, so gab es aus der taiwanesischen Chipschmiede bereits zwei Chipsätze, den KT266A und dessen Nachfolger, den KT333. Letzterer hat sich, wenn überhaupt, gerade mal etabliert - und schon wieder steht der Nachfolger parat, um um die Gunst des Käufers zu werben.

KT400 heißt der neue Chipsatz, und bevor wir diesen bei einem Roundup der verschiedenen Mainboards mit VIAs jüngstem Spross unter die Lupe nehmen und durch unsere Benchmarks schicken, möchten wir Ihnen den Chipsatz erst einmal in der Theorie näher vorstellen.

Gerade zum KT400 gab es im Netz bereits zahlreiche Gerüchte, Spekulationen und Vorab-Informationen. Was der Chipsatz wirklich kann und was nicht, werden wir in diesem Artikel klarstellen.

Wie üblich werden wir dabei nicht zu technisch, so dass auch der Laie mit diesem Chipsatzbericht etwas anfangen kann.

Der KT400

Neue North- und Southbridge

Der KT400 setzt sich, wie fast jeder aktuelle Chipsatz, aus einer North- und einer Southbridge zusammen. Die Northbridge trägt die Bezeichnung VT8377, die Southbridge nennt sich VT8235. Es handelt sich beim KT400 also um einen komplett neuen Chipsatz.

Der Einsatz besagter VT8235 Southbridge wurde seitens VIA eigentlich erst für die Kombination mit einer KT400 oder P4X400 Northbridge angedacht. Und dennoch hat VIA den Mainboardherstellern offensichtlich einen Weg aufgezeigt, diesen zum Vorgänger VT8233 kompatiblen Chip mit einer KT333 Northbridge zu kombinieren. Dort kann dieser Peripherie Controller aber seine Fähigkeiten nicht vollends ausspielen. So ist in diesen Fällen zum Beispiel die Verbindung zwischen North- und Southbridge auf 266 MB/s beschränkt. Zudem scheinen Tests zu zeigen, dass der Controller dann lediglich im ATA100 Mode arbeitet und keine Burst Rates eines ATA133 fähigen Controllers leistet. Beide Punkte mögen in der alltäglichen Praxis irrelevant sein, nichts desto trotz vermag die VT8235 mehr zu leisten, eben in Kombination mit der VT8377 Northbridge.

Die Northbridge "kümmert" sich bekanntlich um die Anbindung des Speichers, der Grafik und natürlich des Prozessors. An der Southbridge "hängen" der PCI-Bus, USB, die IDE-Kanäle, die seriellen Ports, der Parallelport, Netzwerkanschluss und dergleichen. Natürlich sind North- und Southbridge miteinander verbunden, bei VIA über das so genannte V-Link (dazu aber gleich mehr).

Schaut man sich an, wofür sich North- und Southbridge zuständig sind und bedenkt dann, dass es sich bei beiden um neue Versionen handelt, so müsste der neue Chipsatz einige neue Features mit sich bringen. Welche das sind, dazu kommen wir jetzt.

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