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AMD Richland A10-6700 im Test (6/6)

Fazit

Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum. Eingehend hatten wir die Frage aufgeworfen, ob das Einläuten der neuen Generation gerechtfertigt werden kann, ohne dass AMD einen moderneren Fertigungsprozess anwendet und ohne dass das Unternehmen an der Mikroarchitektur der Chips etwas ändert.

Die Antwort lautet ganz klar: ja.

Unsere Test-APU A10-6700 zeigt, dass AMD von "Trinity" zu "Richland" ein deutlicher Satz nach vorne gelungen ist, was die Performance pro Watt betrifft. Das geht so weit, dass das neue "Stromsparmodell" bei der Rohleistung sogar das alte Spitzenmodell hinter sich lässt.

Gelungen ist dies durch die Neujustierung einiger Stellschrauben. Sicherlich haben Optimierungen bei der Fertigung zu einem Teil dazu beigetragen. Viel wesentlicher ist aber, dass AMD die Chips besser ausbalanciert. Der Turbo kann in der A10-6700 APU feinstufiger geregelt werden, die berechnete Prozessortemperatur wird mit einer gemessenen unterfüttert, der Algorithmus zur Leistungsbereitstellung zwischen den gegebenenfalls konkurrierenden Einheiten der Chips vermeidet nun Flaschenhälse besser.

AMD Richland A10-6700 APU

Und weil sparsame Prozessoren ohnehin im Trend liegen, hat AMD angekündigt, dass im Mainboard-BIOS künftig die TDP manuell eingestellbar sein soll. Das wiederum ist natürlich davon abhängig, wann und ob die Mainboard-Hersteller entsprechende Updates zur Verfügung stellen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat leider noch keiner der Hersteller von Sockel FM2 Mainboards, über die wir verfügen, solch ein BIOS-Update herausgebracht. Schade, denn wir hätten es nur zu gerne getestet - ein andermal eben.

Auch auf ein andermal müssen wir den Test dessen verschieben, was AMD in seinem Reviewer's Guide als "Personal Cloud Gaming" bezeichnet: Zocken auf einem Mobilgerät (Notebook, Ultrathin, Tablet), während die APU im Desktop-System die Render- und Rechenarbeit übernimmt. Die auf AMDs APUs optimierte Version von Splashtop ist noch nicht fertig und konnte daher für unseren Test nicht bereitgestellt werden.

Aus diesem Grund bleibt am Ende festzuhalten, dass wir nun zwar einerseits wissen, wie es um die Leistungscharakteristik der "Richland" APUs allgemein und von A10-6700 speziell steht. Andererseits konnten wir Antworten auf interessante Fragen, welche das Plattform- und Software-Umfeld des "Richland"-Launches betreffen, noch nicht finden - "Richland" wird uns also sicherlich noch weiterhin beschäftigen.

05.06.12 / jm

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