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Test: AMD A10-7800 - auf Sparsamkeit getrimmt (6/6)

Fazit

Es mag etwas altmodisch erscheinen, doch vor dem, was AMD mit A10-7800 gelungen ist, muss man den Hut ziehen. Denn obwohl es sich zahlenmäßig um einen einzelnen Prozessor handelt, entpuppt dieser sich als zwei unterschiedliche Modelle: A10-7800 65 Watt und A10-7800 45 Watt. Und beide haben ihre ganz eigene Charakteristik.

Erstgenannter ist die standardmäßig vorgesehene Variante. Ein "Kaveri" in Vollmontur mit 12 "Compute Cores", der sich in jeder Leistungsdisziplin zuverlässig zwischen A10-7850K und A10-7700K einsortiert. Mit der Energie geht A10-7800 bei 65 Watt TDP vorbildlich sparsam um, wobei dies zu einem Teil durch eine reduzierten Northbridge-Geschwindigkeit von 1600 MHz (A10-7850K: 1800 MHz) erkauft wird.

Das zweite und unserer bescheidenen Meinung nach interessantere Modell, das A10-7800 in sich birgt, zeigt sich, sobald die cTDP von 45 Watt zur Anwendung kommt. Dann geht die Performance im Vergleich zu 65 Watt TDP erwartungsgemäß etwas zurück, insbesondere die CPU-Leistung. Die 3D-Leistung der integrierten Radeon R7 Grafik findet sich mit rund 5 Prozent weniger auf dem Niveau des A10-7700K wieder. Für die GPU-gestützte Compute-Leistung gilt das weniger, denn zwar geht auch diese um rund drei Prozent zurück, doch A10-7700K kann an dieser Stelle wegen seiner geringeren Anzahl an GPU-Cores nicht mit A10-7800 bei 45 Watt cTDP mithalten.

Im Gegenzug für den Verzicht auf Performance erhält der Nutzer traumhafte Verbrauchswerte: Sowohl beim minimalen, maximalen als auch durchschnittlichen Energieverbrauch setzt A10-7800 mit 45 Watt cTDP Bestmarken. Das gilt einerseits gegenüber Intels Core i3-4340, der bei ähnlicher Sparsamkeit in der Gesamtperformance das Nachsehen hat. Andererseits gilt das auch für den Vergleich im Eigenen Haus, bei dem A10-7800 mit 45 Watt cTDP die Gesamtperformance des A10-7700K mit 95 Watt TDP bietet.

AMD A10 Kaveri APU Games Bundle

Doch AMD legt nicht nur bei der Hardware nach. Mit dem Kauf einer APU der A10-Modelle gibt es in den kommenden drei Monaten ein Spiel im Bundle. Zur Auswahl stehen dabei mit Thief, Sniper Elite III und Murdered Soul Suspect drei aktuelle Top-Titel. Das bessert das ohnehin gute Preis-Leistungsverhältnis der Desktop-"Kaveris" temporär zusätzlich auf. Auch sonst schläft AMD nicht, sondern verfolgt beharrlich das Ziel, dem "A" in der Abkürzung APU (das für "Accelerated" steht) durch stete Weiterentwicklung des heterogenen Computings mehr Gewicht zu verleihen.

Zusammenfassend bleibt unter dem Strich: AMD reitet im Sommer 2014 mit A10-7800 als Speerspitze noch einmal kräftig zur Attacke. Statt roher Rechenpower gibt es diesmal energieeffiziente und variable APUs, die insbesondere für kompakte Systeme äußerst attraktiv sind.

31.07.14 / jm

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