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AMD Llano A8-3850 APU - Lynx Plattform im Test (6/15)

Schlüsselrolle Systemspeicher

Die Bedeutung guten Arbeitsspeichers hat in den letzten Jahren abgenommen. Für diesen Bedeutungsverlust sorgten zusätzliche Cache-Hierarchien und integrierte Speichercontroller in den CPUs und kontinuierlich steigende Taktraten. Die Feststellung, dass in keinem halbwegs aktuellen heimischen Privat-PC der Arbeitsspeicher einen Flaschenhals darstellen kann - es sei denn man hat zu wenig oder ihn grundfalsch konfiguriert - ist durchaus legitim.

Doch mit AMDs A-Series APUs kommt dem RAM wieder eine immens wichtige Rolle zu. Denn er ist zugleich Arbeitsspeicher für die x86 Kerne und Framebuffer für die Radeon HD Grafik. Beide Einheiten der APU müssen sich den Zugriff auf den RAM aufteilen und somit ist schneller Speicher von sehr hohem Wert.

AMD Llano APU Speicherbandbreite

Gleichzeitig stellt diese gemeinsame Speicherverwaltung auch einen enormen Vorteil dar: In der Vergangenheit waren IGPs durch HyperTransport (~10 GB/s bei HT 3.0 und 16 Bit) und/oder PCI Express (~8 GB/s bei 16 Lanes) in der Bandbreite zum Speicher limitiert. Jetzt kann die Grafikeinheit einer APU direkt durch die Northbridge und den Speichercontroller auf den RAM zugreifen, der Flaschenhals entfällt.

Dadurch ergibt sich beispielsweise im 3DMark Vantage Performance Preset ein überdeutliches Leistungsplus von 20 Prozent, wenn der Speicher mit 1866 MHz statt mit nur 1333 MHz betrieben wird, der GPU-Wert steigt dabei gar um 22 Prozent.

Um genügend Bandbreite zur Verfügung zu stellen, können AMDs A-Series APUs nach Spezifikation den DDR3 Arbeitspeicher mit einem Takt von 1866 MHz ansprechen. Dies gilt jedoch nur für eine Konfigurationen mit zwei Modulen für Dual-Channel. Eine Vollpopulation der Speicherbänke mit vier DIMMs ist also nicht empfehlenswert.

AMD Llano APU G.Skill F3-14900CL9d-8GBXL

Nun ist noch wenig darüber bekannt, welcher Speicher denn mit den APUs gut zusammenarbeitet. In unserem Test setzten wir auf G.Skill RipJaws F3-14900CL9D-8GBXL Kit, das aus zwei 4 GB Modulen besteht und nach Spezifikation bei Latenzen von 9-10-9-28 und 1,5 Volt Spannung mit 1866 MHz taktet.

Mit diesen Settings war uns im Test auch Erfolg beschieden, wenn wir die Speicherbänke 1 und 2 des Gigabyte A75M-UD2H bestückten. In den Bänken 3 und 4 hingegen lies sich das System bei 1866 MHz nicht mehr anständig starten. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Verhalten aber durch weitere BIOS-Updates verbesern kann, schließlich ist die Technik noch brandneu.



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