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Intel Core i5-750 und P55 Chipsatz im Test - Benchmarkvergleich (9/9)

Fazit

Streich gelungen?

Intels Ziel war es ganz klar, die Performance und Features der Nehalem-Architektur für den "Mainstream" verfügbar zu machen. Das klingt sehr schön, ist aber ein nicht so einfach zu erreichendes Unterfangen. Denn für den Mainstream beinhaltet natürlich auch eine attraktivere Preisgestaltung. Es dürfte aber auf der Hand liegen, dass sich Intel da einiges hat einfallen lassen müssen. Man musste Abstriche machen, die aber nicht zu stark an der Performance kratzen durften. Mit dem Lynnfield musste Intel quasi eine Art Drahtseilakt vollführen.

Core i5-750 Box

Und das ist durchaus gut gelungen. Intel hat dem Lynnfield, und damit auch dem hier heute vorgestellten Core i5-750, einen integrierten Speichercontroller spendiert, der aber nur Dual-Channel-Support bietet. Triple-Channel bleibt dem Nehalem (Bloomfield) vorbehalten. Dafür werden offiziell von Haus aus DDR3-1333 unterstützt, beim älteren Core i7 (Bloomfield) waren es nur DDR3-1066 (inoffiziell läuft aber deutlich mehr, weswegen es auch DDR3-2000 RAM gibt). Im Gegensatz zum Bloomfield wurde aber nicht nur der Speichercontroller in den Prozessor integriert, sondern die gesamte Northbridge inklusive PCIe-Controller. Da die Mainboards nun keine Northbridge mehr benötigen, dürften sie günstiger zu produzieren sein. Wie eben erwähnt muss halt der Preis stimmen, und da sind die genannten Maßnahmen schnell greifend (Triple-Channel ist nunmal teurer als Dual-Channel usw.).

Die meisten interessieren sich aber nicht so sehr für die technischen Details. Preis und Leistung müssen stimmen.

Was den Preis angeht, so ist der Core i5-750 - während diese Zeilen entstehen - für 175,90 Euro zu haben und lag zwischenzeitlich sogar schon unter 170 Euro - wohlgemerkt reden wir hier von einer CPU, die offiziell noch gar nicht vorgestellt war, als diese Preise ausgerufen wurden! Man kann davon ausgehen, dass die Preise noch weiter sinken werden.

Was die Performance betrifft, so wird der Core i5-750 in unseren Benchmarks fast nur vom Core i7-920 geschlagen. Der kleinste der Bloomfield-Prozessoren ist allerdings auch rund ein Drittel teurer als der der Core i5-750 (tagesaktuelle Preise finden Sie unten auf dieser Seite bei den Preisvergleich-Links). Hinzu kommen die Mehrkosten für Triple-Channel-Speicher und X58-Mainboard.

Bei der Konkurrenz aus dem Hause AMD ist es in unseren Benchmarks eigentlich nur der Phenom II X4 955, der dem Core i5-750 ab und an gefährlich werden und ihn auch mal auf die Plätze weisen kann. Das ist auch ein interessantes Duell, da der Phenom II X4 955 mit derzeit rund 154 Euro auch preislich in einer ähnlichen Liga spielt. Will der Core i5-750 hier deutlich punkten, muss der Preis noch etwas fallen. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass wird den Core i5-750 ohne Turbo-Boost in den Benchmark-Vergleich geschickt haben. Mit eingeschaltetem Turbo-Boost setzt sich der Core i5-750 auch mal vor den Phenom II X4 955, wo er sich ohne Turbo Boost von ihm geschlagen geben muss. Zum Thema Turbo-Boost wird es aber noch einen extra Artikel geben.

Alles in allem ist Intel mit dem Lynnfield und vor allem mit dem heute hier vorgestellten Core i5-750 ein doch sehr interessantes Stück Hardware gelungen. Sollte der Preis in der nächsten noch fallen, dann ist diese CPU für einen neuen Rechner ein absoluter Tipp.

TweakPC Preisvergleich:

Intel Core i5-750
Intel Core i7-920
AMD Phenom II X4 955

08.09.09 / jp

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