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Intel Core i7-5960X - Haswell-E und Intel X99 Chipset

Intel Core i7 5960X: Haswell-E mit 8 Kernen und DDR4-Unterstützung

Intel hat mit den neuen Prozessoren der Haswell-E-Generation, dem dazugehörigen Sockel LGA 2011-v3 und dem X99-Chipsatz die High-End-Plattform für Desktop-PCs und Workstations komplett runderneuert.

Bereits seit Ende 2011 stellt der Sockel LGA 2011 mit dem X79-Chipsastz die High-End-Plattform von Intel dar. Auch mit der Einführung der Ivy-Bridge-E-Prozessoren im Jahr 2013 hat Intel an der zu jenem Zeitpunkt schon sehr in die Jahre gekommenen Plattform festgehalten. Nach fast drei Jahren warten viele Enthusiasten, Overclocker und auch Workstation-Betreiber auf ein komplettes Update der Plattform. Mit dem neuen Sockel LGA 2011-v3, der Einführung der Haswell-E-Prozessoren sowie dem neuen X99-Chipsatz ist dieses nun endlich da.

 

Mit den neuen Haswell-E-Prozessoren führt Intel auch erstmals Desktop-Prozessoren mit acht physikalischen Kernen ein. Durch die Bereitstellung des HyperThreading-Technologie kommt der neue Core i7-5960X auf 16 logische Kerne. Bislang waren dem Desktop mit dem 4960X nur maximal sechs physikalische Kerne beschert, die Acht-Kern-Versionen der CPUs waren für die Xeon Modelle vorbehalten.

Nicht nur die Anzahl der Kerne wächst mit der neuen High-End Prozessorgeneration auch der DDR4-Standard kommt erstmals zum Einsatz. Ein Wechsel auf die neue Plattform setzt demnach auch den Erwerb von neuen DDR4 Speichermodulen voraus. Die neuen CPUs lassen sich auch nicht in bisherigen Sockel 2011 X79 Mainboards betreiben und neue X99-Mainboards nicht mit den alten Sockel 2011 CPUs, was ein Aufrüsten bisheriger Plattformen unmöglich macht.

Endlich aktualisiert Intel durch den X99-Chipsatz auch die möglichen I/O-Anschlüsse, die beim X79 zuletzt deutlich aus der Zeit gefallen waren waren. Dabei bringt der Chipsatz im Vergleich zu dem Z97-Chipsatz, welcher aktuell für die Consumer-Serie von Intel zum Einsatz kommt, keine größeren Neuerungen. Im Vergleich zum X79 hingegen kommt einiges dazu. Mit der neuen Rapid Storage Technology (RST) wird auch für die High-End-Plattform die Möglichkeit freigeschaltet, Massenspeicher mit mehr als 6 GBit/s an das System anzubinden.

Intel verfolgt mit der neuen High-End-Plattform offensichtlich das gleiche Ziel wie mit der Vorgängergeneration: Mehr Kerne, mehr Leistung. Bei einem Verkaufspreis von 999 US-Dollar für den Core i7-5960X dürfte das Topmodell allerdings auch nur die wenigsten Anwender wirklich interessieren. Die Plattform versteht sich allgemein als Enthusiasten- und Workstation-Plattform - selbst der günstigste Prozessor, der Core i7-5820K wird bei 389 US-Dollar gehandelt und ist damit noch deutlich teurer als das Topmodell für den Sockel LGA 1150 in Form des Core i7-4790K.

Unseren Artikel zum Core i7-5960X werden wir in mehrere Teile splitten, da es uns nicht möglich war, alle Aspekte bis zum Launchtag auf dem gewohnt hohen Niveau durchzutesten. Leider stand unser Zeitplan dieses Mal unter keinem guten Stern; hatten wir die CPU schon dank der Unterstützung von Intel sehr zeitig und auch der Speicher von G.Skill mit satten 3000 MHz lag schon früh bei uns, aber die Mainboards ließen leider dann auf sich warten und blieben zum Schluss auch noch im Zoll hängen.  

Der erste Teil des Artikels wird sich daher auf die Neuerungen und Technik des Core i7-5960X und X99 Chipset konzentrieren. In den kommenden Tagen werden wir in weiteren Artikeln der CPU Performance, der Gaming Performance mit einer Radeon R9 295X2, der Speicherperformance mit DDR4 bis hin zu 3000 MHz und natürlich auch dem Faktor Energieverbrauch auf den Grund gehen.

Testsystem:

Einen Blick auf das Testsystem wollen wir hier natürlich auch schon einmal werfen.


  • Intel Core i7 5960X
  • MSI X99 Gaming 9 AX / Gigabyte X99 Gaming G1 /ASRock X99M Fatal1ty
  • DDR4 G.Skill Ripjaws 4 3000
  • AMD Radeon R295X2 (2x)

Vergleichssysteme:

  • Core i7 4960X, Core i7 3960X MSI X79 Big Bang II
  • Core i7-4790K CPU MSI Z97 Gaming7
  • DDR3 G.Skill TridentX 2933
  • Radeon R295X2, GeForce GTX 750Ti
  • Cooler Master 650 VS / Superflower Leadex 1200
  • WD Blue 1 TB HDD
  • OCZ Vertex 3 240 GB
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