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ARLT Mr. Gamer BTO SSD - Gaming-PC mit Kaby-Lake Core i5 7600K im Test (2/8)

Innere Werte: Die Konfiguration

Um den Preis einer PC-Konfiguration nicht zu hoch werden zu lassen muss man die Auswahl der Komponenten so wählen, das sie gut zueinander passen und nicht in einzelnen Bereichen ausufern. Wer das Geld in die falschen Komponenten steckt, der bekommt anstelle von Leistung schnell "blingbling" oder die Leistung einer Komponente A verpufft weil Komponente B falsch gewählt wurde. Wer schon 350 Euro in ein Mainboard steckt, der bekommt dafür oft zwar Tonnen Features aber noch lange keine bessere Performance, und wer meint dazu noch die größte CPU kaufen zu müssen, der verbuttert schon für diese beiden Komponenten schnell an die 700 Euro.

Auch der neue Mr. Gamer BTO SSD von ARLT wurde maßgeblich nach dieser Richtlinie gebaut. Im Gegensatz zum letzen PC nutzt man hier aber eine K-CPU um damit besseres Overclocking zu ermöglichen. Die Bestückung des von uns getesteten PCs sehen in der Kurzübersicht wie folgt aus:

  • Fractal Design Define S
  • MSI Z270A PC-Mate
  • Core i5-7600K Kaby-Lake
  • Kingston HyperX Fury DDR4 2400 (2x4GB)
  • be quiet! Pure Rock
  • MSI GeForce GTX 1060 Gaming 6G oder Radeon RX 480 Gaming 8G
  • Intel 600p 256 GB M.2 NVMe
  • Pure Power 9 CM 500

Werfen wir also einen Blick auf die einzelnen Komponenten und geben zu jeder eine kurze Einschätzung wieso und warum diese Komponente gut oder schlecht gewählt ist. Da wir die meisten Komponenten im Detail aus Einzeltests bereits kennen, wird das in vielen Fällen nicht schwer sein.

Grafikkarte: MSI GeForce GTX 1060 Gaming 6G oder Radeon RX 480 Gaming 8G

Bei den Grafikkarten setzt die neue Konfiguration auf MSI Modelle der Radeon RX 480 oder der GeForce GTX 1060.  Beide Karten zählen derzeit zu den Spitzenreiter wenn es um das Preis/Leistungsverhältnis geht und man eine stabile und gute Leistung bei 1080p Gaming anvisiert und bei der Grafikqualität kaum Abstriche machen möchte. Mit 8 GB ist die RX 480 Karte für sehr anspruchsvolle Spiele beim Speicher besonders gerüstet und auch der Betrieb von VR-Brillen ist hier bereits möglich, auch wenn die Leistung dabei am unteren Limit des notwendigen steht. Die GeForce GTX 1060 6G besitzt zwar nur 6 GB Speicher, ist dafür von der GPU-Leistung her allerdings etwas besser als die RX 480, aber auch etwas teurer. Welche der beiden Karten man bevorzugt, hängt also durchaus von den persönlichen Präferenzen ab.


Gehäuse: Fractal Design Define S

Beim Gehäuse fällt die Wahl von ARLT auf das Fractal Design Define S, ein wirklich hervorragendes Gehäuse für Gaming PCs. Das Define S, welches wir auch schon im Detail getestet habe, ist eine kostengünstigere Version des Define R, das vor allem auf großes Platzangebot für Gaming-PCs ausgelegt ist, dafür aber auf Laufwerkskäfige für 3,5''-Laufwerke verzichtet.

Für eine kostengünstige Basiskonfiguration im schlichten Design ist das Define S eine recht optimale Wahl und äußerst beliebt. Die Verarbeitung ist großartig, das Design schlicht und schön und sogar die Qualität der ab Werk eingebauten Lüfter stimmt bei diesem Case. Dazu kommt, dass dieses Gehäuse bereits eine  recht wirkungsvolle Schalldämmung besitzt und man den PC so leiser bekommt. Mehr Details zum Gehäuse lassen sich in unserem Einzeltest zum Fractal Design Define S nachlesen.

Mainboard: MSI Z270A PC-Mate

Wenn es um das Mainboard eines PC geht, dann sollte man sich seine Anforderungen auch an zukünftige Aufrüstungen oder Umbauten genau vorab überlegen.  Bei keiner anderen Komponente hat sich der Preis in letzter Zeit so weit von der Performance abgekoppelt wie bei Mainboards. Obwohl sich Mainboards mit dem gleichen Chipset um mehrere hundert Euro unterschieden können, weicht die Performance, die sie am Ende liefern, oft nur um wenige Prozent ab. Die wesentlichen Unterschiede zwischen teuren und günstigen Mainboards liegen heute in der Ausstattung, im Zubehör, der Kühlung und nicht zuletzt im Marketing und Design.

MSI hat mit der PC-Mate Reihe bei seinen Mainboards eine extra Serie für Systemintegratoren und preisbewusste User geschaffen, die gezielt auf alle optischen Aspekte verzichtet und versucht das Preis/Leistungsverhältnis zu maximieren. Mit einem PC-Mate Mainboard von MSI bekommt man quasi die gleiche Leistung wie bei den teureren Mainboards, dafür wird aber auf fast alle Preistreiber wie spezielle Lackierung des PCB, speziell aufgewertete optische Kühler, Abschirmungen des Soundchips usw. verzichtet.

Ein PC-Mate Mainboard ist also wieder "Mainboard pur", wie man es aus alten Zeiten kennt, ganz ohne Schnick-Schnack, aber dennoch in der bekannten MSI-Qualität. Das heißt auch hier findet man MILITARY CLASS 4 Komponenten, Solid-Caps, Dark Chookes, Feuchtigkeitsschutz, Überhitzungsschutz und vieles mehr. Auch die Isolierung der Audio-Schaltkreise auf dem PCB sowie spezielle Audio-Kondensatoren sind vorhanden.

ARLT setzt in dem neuen System das MSI Z270A PC-Mate ein, das eigentlich alles bietet was man als Gamer braucht und dank dem neuen Z270-Chipsatz noch einmal etwas besser als der Vorgänger ist und sogar für Overclocking von Intel K-CPU taugt.

Prozessor: Core i5-7600K Kaby-Lake

Die Auswahl der CPU ist oft der Knackpunkt an einem PC, an dem sich die Geister scheiden. Oft wird angenommen, dass die CPU entscheidend für die Gaming-Performance eines PCs ist. Das Marketing von Intel leistet hier ganze Arbeit, aber Fakt ist, dass in erster Linie die Leistung der GPU, also der Grafikkarte, über die Performance in Games entscheidet. Eine sehr schnelle CPU mit einer langsamen oder Grafikkarte der Mittelklasse zu kombinieren bringt also rein gar nichts. Meistens macht es eher Sinn eine langsamere CPU mit einer schnelleren Grafikkarte zu kombinieren. Da man die CPU natürlich auch nicht zu schwach wählen sollte stellt unter den Intel CPUs der Core i5 für Gaming System immer eine recht gute

Die Core i5 7600K CPU besitzt neben ihrer hohen Leistungsfähigkeit die besondere Möglichkeit über den Multiplikator übertaktet zu werden. In unseren Tests konnten wir die meisten 7600K CPUs relativ leicht bis an die 5 GHz übertakten.

Kühlung: be quiet! Pure Rock

Prozessoren wie der Core i5-6500 von Intel besitzen nur noch eine Verlustleistung von 65 Watt. Da die CPU in dem System auch nicht übertaktet ist, braucht es zur Kühlung keinen 100 Euro teuren Boliden, sondern ARLT setzt für das System auf einen sehr bewährten Einsteigerkühler und zwar den Pure Rock von be quiet!

Das fantastische an diesem Kühler ist nicht etwa seine Kühlleistung, die auf ordentlichem Level liegt, sondern sein sehr leiser Lüfter. Der benutze SilentWings Lüfter mit maximaler Drehzahl von 1500 UPM gilt als einer der leisesten seiner Klasse. Und wie wir später bei der Laustärkemessung sehen werden, ist er so gut wie überhaupt nicht aus dem System heraus zu hören.

Arbeitsspeicher: Kingston HyperX Fury DDR4 2400 (2x4GB)

Beim Arbeitsspeicher wird in der Grundkonfiguration auf "nur" 2x4 GB DDR4 RAM mit einer Taktfrequenz von 2400 MHz gesetzt. Der Speicher kann aber natürlich jederzeit erweitert werden, da nur zwei der vier vorhandenen RAM-Slots belegt sind. Ebenso ist es möglich direkt bei der Bestellung eine Aufrüstung des Speichers vorzunehmen. 8 GB Speicher sind derzeit die Minimalanforderung für einen ordentlichen Gaming PC. 16 GB wären zwar besser, kosten aber eben auch das doppelte.

Die benutzten Module stammen von Kingston aus der HyperX Fury Serie. Die Module sind bekannt dafür problemlos zu arbeiten und stellen eine solide Basis für den Speicher dar. Auch hier wird auf unnötige Optik-Spielereien verzichtet.

Datenspeicher: Intel 600p 256 GB M.2 NVMe

Wer derzeit einen hohen Speicherdurchsatz auf einer modernen M.2 SSD zum günstigen Preis möchte, für den bleibt eigentlich aktuell nur eine einzige Wahl. Es ist die Intel 600p SSD mit M.2 und NVMe. Es gibt zwar SSDs, die in Benchmarks deutlich schneller sind als dieses Modell, allerdings sind sie auch deutlich teurer und die Auswirkungen in der Praxis fallen insgesamt eher gering aus.

Die Intel 600p ist im Moment nahezu alternativlos, wenn man auf NVMe und M.2 setzen will und ein optimales Preis/Leistungsverhältnis im Blick hat. Mit 256 GB Kapazität setzt ARLT hier auf die kleinste sinnvollste Option. Die SSD lässt sich optimal als Systemlaufwerk einsetzen. Auch ein einige wenige Spiele finden dann noch auf der SSD Platz. Wer aber eine größere Steam Bibliothek hat, der wird eine zweite HDD zusätzlich verbauen wollen.

Wer noch mehr über die schnelle und günstige Intel 600p NVMe SSD wissen will findet auch dazu bei uns einen kompletten Test.

Netzteil: Pure Power 9 500

Ein gutes und günstiges Netzteil in Komplett-PCs zu finden ist eher die Ausnahme und nicht die Regel. Oft wird leider einfach das eingebaut was gerade günstig ist. Die Materie Netzteile ist äußerst komplex und wer unsere Artikel zu dem Thema kenn, der weiß, dass wir uns ausreichend intensiv damit befassen.

Mit dem be quiet! Pure Power 9 hat ARLT aber gute Wahl für das System getroffen. Das Netzteil ist nicht nur ungemein leise und mit allen relevanten Schutzschaltungen ausgestattet, seine interessanteste Eigenschafft ist die enorm hohe Effizienz bei niedrigen Lasten.

Obwohl das Netzteil nur 80 Plus Silber zertifizier ist, besitzt es bei 50% und weniger Last eine Effizienz auf nahezu 230V-Gold-Level. (Gemessen bei 115 V sogar Platinum). Da der getestete PC in der Spitze beim Gaming etwa 240 / 280 Watt verbraucht, arbeitet das Netzteil damit immer in einem hoch effizienten Bereich und auf dem gleichen Effizienzlevel deutlich teurere Netzteile.

 Das Pure Power 9 CM 500 ist also in der Tat eine geschickte Wahl für diesen PC was Preis/Leistung angeht und es bietet mit seinen 500 Watt zudem auch genügend Reserven, falls der PC später erweitern werden soll, auch wenn es dann nicht mehr ganz so effizient arbeitet.


(Effizienzkurve des Pure Power 9 CM bei der 600 Watt Version)

Noch mehr Informationen zum be quiet! Pure Power 9 CM gibt es in unserem ausführlichen Einzeltest der 600 Watt Version, die sich nur unwesentlich von der 500 Watt Version unterscheidet.

 



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