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ARLT Mr. Gamer X-Treme Gaming-PC im Test (2/8)

Innere Werte: Die Konfiguration

Komplettsystemen von ARLT sind wie bereits erwähnt frei konfigurierbar. Sämtliche Komponenten sind also grundsätzlich austauschbar, sofern es die Kompatibilität zulässt. Es ist also jederzeit möglich das System seinen ganz eigenen Vorstellungen anzupassen. ARLT bietet dabei auf die Systeme 3 Jahre Garantie & Service, auch auf die modifizierten oder selbst konfigurierten PCs.

Da uns das System kurz vor dem Launch der neuen Intel Sockel 1150 Haswell CPUs erreichte, setzt unser Testsystem noch auf den Sockel 1155 und den Core i7 3770K (Ivy Bridge). Das System wurde mittlerweile aber auf den neueren Sockel 1150 und den Core i7 4770K angepasst, wobei die CPU und das Mainboard auf die neueren Versionen umkonfiguriert wurden, der Rest des Systems ist gleich geblieben. Die Konfiguration des ARLT Mr.-Gamer X-Treme 7990 umfasst ausschließlich hochwertige Markenkomponenten und sieht im Detail wie folgt aus:

Intel Core i7-3770K, 4x 3.50GHz, boxed (BX80637I73770K)Prozessor: Intel Core i7 3770K / Intel Core i7 4770K

Beim verbauten Prozessor handelt sich bei uns um den schnellsten Sockel 1155 Prozessor aus der Ivy-Bridge Generation, den Intel Core i7 3770k mit 4 Kernen, Hyperthreading und 3.5 GHz Taktfrequenz. Von der Leistung her unterscheidet sich das Modell nur geringfügig vom neuen Core i7 4770k.

 Core i7 3770K/4770k gelten im Highend-Bereich derzeit als die "Vernuftsprozessoren". Die größeren 6 Kern-Modelle für den Sockel 2011 bieten gerade in Sachen Gaming eine nur geringfügig bessere Performance, die in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten von Prozessoren und Mainboards steht. Wesentlich größeren Einfluss auf die Performance beim Gaming hat da die separat verbraute Grafikkarte und die hat es bei unserem System dann auch in sich.

Grafikkarte: AMD Radeon HD 7990

Um das Geschehen der brandneusten Games auch mit allen Details auf den Bildschirm zu zaubern, schlummert im ARLT Rechner eine AMD Radeon HD 7990, die derzeit als die schnellste Grafikkarte der Welt gilt. Alles wichtige über das Modell kann man in unserem Test der Radeon HD 7990 erfahren. Prinzipiell handelt es sich um einen Crossfire-Verbund von zwei Radeon HD 7970 GHz Editions auf nur einer Karte, die dementsprechend weniger Platz im PC in Anspruch nimmt. Es wäre sogar möglich den PC um eine weitere dieser Karten zu erweitern, so dass dann 4 GPUs in dem System zusammenarbeiten würden.

Die Radeon HD 7990 bietet eine wirklich extreme Performance und stellt hier die teuerste, gleichzeitig aber für die Leistung des Gaming-PCs wichtigste Komponente dar. Aktuell spielen in der Top-Liga der Grafikkarten drei Modelle, die GeForce GTX 690 (Dual-GPU), die GeForce Titan (Single-GPU) und natürlich die Radeon HD 7990 (Dual-GPU). ARLT bietet natürlich all diese Komponenten zur Auswahl, setzt hier in unserem System aber auf das derzeit schnellste Modell.

MSI Z77A-GD65 Gaming (7751-040R)Mainboard: MSI Z77 GD65 Gaming / MSI Z87 GD65 Gaming

In einem Gaming System kommen eine Menge Eigenschaften zusammen, die ein passendes Mainboard vorweisen sollte. Dazu gehören neben dem stabilen Dauerbetrieb, eine hohe Leistungsfähigkeit, gute Netzwerkkomponenten und eine ordentliche Soundlösung. Optional sollte auch eine Übertaktung der CPU möglich sein. Das MSI Z77 GD65 Gaming, dessen kleinen Bruder MSI Z77 GD45 Gaming wir auch schon getestet haben, erfüllt diese Anforderungen ohne dabei zu übertreiben. Das GD65 unterscheidet sich hauptsächlich durch eine noch bessere Spannungsversorgung und die Anzahl der Anschlüsse von dem von uns getesteten Modell. Zu den gerade für Gamer besonders interessanten Eigenschaften gehört der auf der Board verbaute Killer Netzwerk Chip und die softwareverbesserte Onboard Soundlösung mittels Soundblaster Cinema Sound.

Das Board ist in sehr ähnlicher Form auch als Sockel 1150 für den Core i7 4700k als MSI Z87 GD65 Gaming verfügbar, welches in der neuen Sockel 1150 Version des  ARLT Mr. Gamer X-Treme 7990 auch genutzt wird.

Kühlung: Corsair H100i Kompaktwasserkühlung

Ein Gaming-PC soll heute nicht nur besonders hohe Performance liefern sondern auch leise arbeiten. Neben der Grafikkarte stellt vor allem der CPU Kühler immer wieder eine Lärmquelle im System dar. ARLT verbaut in unserem Testsystem eine Corsair H100i Kompaktwasserkühlung, bietet alternativ aber auch Luftkühler an. Der Vorteil der Corsair Wasserkühlung liegt hier in Zusammenhang mit der Radeon HD 7990 auf der Hand. Die Radeon HD 7990 befördert aufgrund der Kühlerkonstruktion keine Luft über das Slotblech nach außen. Die Entlüftung des PCs müssen also andere Komponenten im System mittragen. Dazu eignet sich eine Wasserkühlung wie die H100i hervorragend. Der in das Gehäuse oben eingebaute Radiator der Wasserkühlung saugt die Luft mit zwei 120mm Lüftern aus dem PC-Gehäuse und pustet sie dann durch den Radiator an der Oberseite des Case heraus. So wir die warme Luft im Gehäuse abtransportiert und man spart sich dabei gleich noch Lüfter im System, da die beiden Lüfter der Wasserkühlung hier eine Doppelfunkion übernehmen und sowohl als CPU Kühler und Gehäuselüfter arbeiten.

Arbeitsspeicher: 32 GB (4x8) Corsair Vengance CMZ32GX3M4X1600C10

Der im ARLT Mr.Gamer X-Treme 7990 genutzte Speicher ist ebenfalls eine Vernuftslösung und verspricht gleichzeitig hohe Kompatibilität. Die aktuellen Intel Sockel 1155 und 1150 unterstützen beide offiziell DDR3 1600 MHz. ARLT nutzt auch genau diese Taktfrequenz bei den verbauten Modulen und bestückt das Mainboard mit der maximal möglichen Menge von 32 GB Speicher in vier 8 GB Modulen. Zwar könnte auf dem Board auch deutlich schnellerer Speicher genutzt werden, dies verspricht allerdings kaum eine Performanceverbesserung, es sei denn man nutzt die interne Grafikeinheit der CPU was hier nahezu ausgeschlossen ist. Der Corsair Vengance Speicher den ARLT einsetzt ist für seine recht gute Kompatibilität bekannt und arbeitet auch auf dem MSI Mainboard absolut einwandfrei ohne Probleme.

SSD-Laufwerk: Samsung SSD 840 256 GB

Für einen schnelle PC gehört heute eine SSD zum Pflichtprogramm, denn diese beschleunigt das Betriebssystem von allen Komponenten gefühlt am meisten. Leider sind große SSDs immer noch extrem teuer so das ARLT hier auf einen Mix aus einer 256 GB SSD (der derzeit gängigsten Größe) und einer 2 TB Festplatte setzt. Das verbaute Modell ist die Samsung MZ-7TD250 auch als Samsung SSD 840 Series bekannt. Die SSD konnten wir ebenfalls bereits in unserem Roundup von 250 GB SSDs testen und als Preis/Leistungssieger ausmachen. Diese SSD hat zwar nicht die schnellste Schreibgeschwindigkeit, gehört aber dafür beim Lesen zu den besten SSDs. Gerade für einen Gaming-PC auf dem überwiegen - außer bei der Installation - gelesen wird, macht die SSD eine gute Figur. Wer auch eine besonders hohe Schreibgeschwindigkeit wünscht kann den PC auf die 840 Pro Series, die derzeit zu den absolut besten SSDs gehört, aufrüsten.

HDD-Laufwerk: Western Digital Caviar Green 2000GB, SATA 6Gb/s (WD20EZRX)

Seit der Siegeszug der SSDs begonnen hat, hat sich die Anforderung an Festplatten etwas geändert. Wer hohe Performance braucht, greift heute in der Regel zu SSDs. Eine Festplatte in einem Gaming PC, sollte daher eher eine hohe Kapazität haben und leise arbeiten aber dennoch eine recht hohe Lesegeschwindigkeit bieten. Die Western Digital Caviar Green 2000GB gehört insbesondere aufgrund des attraktiven Preises und der hohen Zuverlässigkeit zu den derzeit beliebtesten HDDs.

Optisches Laufwerk: LG BH16NS40

Das Gamer öfters große Datenmengen hin und her schieben ist bekannt. Überhaupt werden die Datenmengen mit denen wir umgehen immer größer. Mittlerweile ist auch das Aufzeichnen von Gaming-Sessions mit speziellen USB Rekordern ein beliebtes Hobby geworfen. Wer aktuell große Datenmengen dauerhaft nicht nur auf Festplatte speichern will, kommt an der Blu-Ray eigentlich kaum vorbei. ARLT hat deshalb dem PC direkt einen Multi-Disk-Brenner spendiert und zwar den LG BH16NS40. Dieser interne Brenner brennt Blu-Rays mit bis zu 16x Speed und kann auch sonst alle gängigen Formate lesen und schreiben, darunter natürlich auch Double-Layer DVDs oder DVD-RAM.

Netzteil: Corsair AX 860

Eine leider sehr oft unterschätzte Komponente, insbesondere bei leistungsstarken Gaming-PCs ist das Netzteil. Der Stromversorger in solch einem PC muss Schwerstarbeit leisten. Dabei ist die Wattleistung heute gar nicht mehr das wirklich Problem, sondern die extrem schnellen und vor allem großen Lastwechsel, die im Betrieb auftreten. Kann der PC unter Volllast schnell bis zu 500 Watt verbrauchen, so sind es im Idle Betrieb auf einmal nur noch 60 Watt. Dazu muss das Netzteil dann auch noch in beiden Bereichen Effizient zu Werke gehen. Beim Netzteil geht ARLT dementsprechend kompromisslos vor und setzt auf die derzeit beste Netzteilserie von Corsair. Die Corsair AX Serie wird von Seasonic hergestellt und gehört seit längerem zu den besten Netzteilserien auf dem Markt, was natürlich auch seinen Preis hat. Das hier genutzte Corsair AX 860 ist ein voll Modulares 80 Plus Platinum Netzteil. Das Single Rail Netzteil leistet bis zu 860 Watt  und kann auf der 12V Schiene maximal 71A verkraften was in diesem PC sicher nicht erreicht wird. Abgesehen von "Markenvorlieben" dürfte sich kaum eine bessere Wahl für den PC finden.

Corsair Obsidian Series 650D mit Sichtfenster (CC650DW)Gehäuse: Corsair Obsidian Series 650D mit Sichtfenster

Das richtige Gehäuse für einen Gaming-PC zu finden ist oft Geschmackssache. Der eine mag es knallig bunt, der andere lieber ganz dezent. Auch hier geht ARLT auf Nummer sicher und wählt die dezente Fassung. Da in jedem Fall klar ist, das die obige Konfiguration einiges an Platz und vor allem auch eine gute Belüftung braucht, fällt die Wahl auf einen größeren Midi Tower. Der Corsair Obsidian Series 650D Tower ist der kleine Bruder des Obsidian 700D. Die Corsair Obsidian Serie gilt als Vorreiter in Sachen Kabelmanagement und aufgeräumter PC. Mit 546mm (L) x 229mm (W) x 521mm (H) ist der Midi-Tower zwar recht groß, bietet im Inneraum aber dafür auch extrem viel Platz und vor allem eine sehr gute Belüftung, was für den Einsatz von leistungsstarken Grafikkarten wichtig ist. Neben dem Platzangebot fällt das Gehäuse auch in Sachen Verarbeitung und Ausstattung positiv auf. Hinter einer Frontblende verstecken sich die Anschlüsse und auf der Oberseite ist sogar ein HDD-Dock vorhanden.

Wie man sieht ist die Konfiguration des PC sehr auf Qualität ausgelegt und gerade da wo notwendig wird kompromisslos auf die hochwertigste Komponenten gesetzt, so dass an der vorgelegten Konfiguration von unserer Seite wirklich nichts auszusetzen auszusetzen ist.

 



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