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MSI Nightblade Gaming Barebone im Test (8/8)

Fazit

Es sind allen voran zwei Aspekte, die uns am Nightblade gut gefallen haben. Zum einen ist da die Verarbeitung und Materialqualität, die wirklich auf sehr hohem Niveau liegt. Das verbaute Mainboard MSI Z87i Gaming AC darf man zur Top-Klasse der Z87 MiniITX Mainboards zählen. Als Netzteil wird sogar ein Modell mit 600 Watt und 80 Plus Gold Zertifizierung genutzt. Das Gehäuse selbst ist stabil gebaut und verzichtet auf Extravaganzen. Man beschränkt sich auf nette Effekte wie die rote Beleuchtung im OC-Mode oder das Drachenlogo auf der Seitenwand. Die Optik des Nightblade fällt daher am Ende eher schlicht aus, wirkt auf der anderen Seite aber dennoch wieder auffällig und bekommt durch den schrägen Stand und den großen Fuß/Henkel an der Front das gewisse Etwas um nicht nur ein einfacher Kasten zu sein.

Der zweite Punkt ist die wirklich gute Raumaufteilung bei nur 16 Liter Volumen. Das Gehäuse ist noch einmal deutlich kleiner als übliche Mini-ITX-Cubes, die ein internes Netzteil besitzen und dabei sind sogar bis auf das Mainboard und das Netzteil alle Komponenten sehr gut zu erreichen. Es nutzt endlich einmal in guter Art ein Slim-Slot-in Laufwerke. Eine Grafikkarte kann ohne viel Gefummel einfach unten eingesetzt werden. Die Laufwerke sind in Windeseile eingebaut, auch wenn man hier und da einmal ein paar Schrauben lösen muss. Überhaupt ist die Montage des Barebones auch für Laien recht einfach. CPU rein, Speicher rein, Kühler drauf Grafikkarte rein, Kabel anschließen, fertig.

Die Einschränkungen die einem das Nightblade auferlegt, wie zum Beispiel dass nur eine zwei Slot breite Grafikkarte genutzt, oder dass nur ein 3,5'' Laufwerk montiert werden kann, sind gering. Wer sich einen typischen MiniITX Gaming PC zusammen bauen will, wird da kaum in Probleme laufen. Dafür erhält man aber auch ein kleines und vor allem sehr gut zu transportierendes Gehäuse.

Was die Performance und Lautstärke angeht muss man sich beim MSI Nightblade zwei Seiten ansehen. Man darf unserer Meinung nach nicht dazu verfallen die Konfiguration, die uns MSI zum testen des Barebones geschickt hat, als "Standard" anzusehen und das Nightblade nur aus der Richtung des Highend-Gamers betrachten.

MSI hat den Nightblade für uns - wieso oft für die Presse - mit allem ausgerüstet was geht, um zu demonstrieren wie sehr man dieses wirklich kleine Barebone hoch rüsten kann. Die Performance, die ein Intel Core i7 4770K und eine Radeon R9 290X im Nightblade erreichen, liegt gleichauf mit der eines vergleichbar ausgerüsteten Highend-Gaming-PCs. Das System läuft dabei einwandfrei auch über Stunden und liefert eine beachtliche Performance, die bei älteren Titeln oder reduzierten Details mit der Radeon R9 290X sogar für 4K ausreicht. Das diese Komponenten auf engstem Raum zusammen entsprechend schwerer zu kühlen sind als in einem ausgewachsen ATX-Tower, war zu erwarten. Und so wird das Nightblade in dieser Konfiguration dann auch leider recht laut.

Aber das ist nur die eine Seite, denn wer nicht das Maximum an Leistung will, sondern eher eine Standard-Ausstattung nutzt, wie zum Beispiel einen Core i5 oder i3 in Verbindung mit einer GeForce GTX 750 Ti, der darf sich auch beim Nightblade auf einen sehr moderaten Lautstärke Pegel einstellen. Der CPU Kühler stellt in dieser Konfiguration eigentlich noch die größte Lärmquelle dar.

Insgesamt bekommt man beim MSI Nightblade also einiges geboten, wenn man das Barebone korrekt einsetzt gibt sogar kaum kaum Kritikpunkte. Einzige die Lautstärke kann zu einem Problem werden, wenn man mit der Bestückung zu hoch hinaus will. Das ist allerdings eine Sache, die quasi alle derart kleinen Gehäuse gemeinsam haben. Wer sich ein sehr kompaktes Gaming-Barebone in der Mittelklasse zusammen bauen will, der sollte sich das MSI Nightblade in jedem Fall einmal genauer ansehen.

Zum Abschluss wie immer ein Blick auf den Preis und auch dieser überrascht. Wurde das Barebone anfangs noch recht teuer angeboten, so bekommt man die Z87 Version nun bereits ab 299 Euro. Bedenkt man das alleine das Mainboard 130 Euro, ein 600 Watt 80 Plus Gold etwa 70 Euro kostet, bekommt man also das Gehäuse plus Kühler für 99 Euro und das muss man als äußerst fairen Preis ansehen. Wer nicht auf ein absolutes Silent-System aus ist, für den ist der Nightblade von MSI somit auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Positiv:

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr kompaktes und transportables Gehäuse
  • Leistungsstarkes Gaming-PC-Barebone
  • Sehr gutes miniITX-Mainboard
  • 80-Plus-Gold-Netzteil im Lieferumfang
  • Slot-In möglich.

Negativ:

  • Lüfter können je nach Bestückung laut werden.

06.08.13 / rj

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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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