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Cooler Master Cosmos C700P im Test - Variabler RGB-Designer-Tower (4/7)

Innenleben Rückseite und Layouts

Als nächstes vollziehen wir eine 180-Grad-Wende und schauen uns die Rückseite des Cosmos C700P an. Auch hier gibt es nach dem Öffnen der Seitentür eine kleine Überraschung, denn wir finden erneut eine Blende, die den vorderen Laufwerksbereich des Gehäuses abdeckt.

Die Blende erscheint auf den ersten Blick nutzlos, hat aber durchaus ihren Zweck, denn da die Tür nicht verschraubt ist kann sie recht leicht durch dicke Kabel aufgedrückt werden. Mit der Blende lassen sich Kabel wunderbar verstauen und verstecken, die dann auch das Öffnen und schließen der Tür nicht behindern. Die Position der Blende kann übrigens beliebig nach hinten verschoben werden, man kann sie sogar benutzen um sie in der Vorderseite zu installieren.

Unter der Blende selbst kommt der Laufwerksbereich, den wir schon von vorne gesehen haben, erneut zum Vorschein. Hier sieht man nun besonders gut, dass es sich um einen Träger handelt, in dem die Laufwerkshalter Etagenweise beliebig eingehangen und verschraubt werden können.

Das  gute an diesem Halter, auch er kann im Case verschoben oder komplett umgebaut werden. Wer zum Beispiel die Laufwerke lieber andersrum einbauen will, kann den Halter auch auf die andere Seite verbauen und die Laufwerke dann von hinten einsetzen. Ebenso lässt sich der Träger um mehr Platz zu gewinnen auch nach vorne schieben, wenn zum Beispiel kein Radiator verbaut wird, aber mehr Raum für Grafikkarten benötigt wird. Das gesamte System ist äußerst flexibel

Wird man einen Blick nach rechts, so findet man alte Bekannte. Hier sind zwei Halter für 2,5-Zoll-Laufwerke vorhanden, die wir schon aus anderen Cooler Master Gehäusen kennen. Diese Slip-In Halter erlauben das einfache einlegen einer SSD oder HDD, die dann zusätzlich einfach von Hinten verschraubt wird.

Der Eindruck, dass man zwei SSDs verbauen kann, der täuscht allerdings, denn der linke der beiden Halter ist bereits mit der Elektronik für die Lüftersteuerung und RGB-Controller belegt, weshalb hier auch direkt die Verkabelung zu sehen ist.

Die Elektronik, die sich auf eine einzigen Platine befindet, besitzt insgesamt sechs Lüfteranschlüsse, von denen drei bereits belegt sind und bietet auf der anderen Seite drei RGB-Ausgänge an, von denen bereits zwei belegt sind. Ein zusätzlicher RGB-In Anschluss dient dazu ein RGB-Steuersignal vom Mainboard abzugreifen und so die Beleuchtung des Gehäuses vom Mainboard aus zu steuern und mit anderen Komponenten zu synchronisieren. Leider war bei unserem Muster die Beleuchtung unten im Gehäuse defekt, so dass wir vorerst auf die "Unterbodenbeleuchtung" des Cosmos C700P bis zur Ersatzteillieferung verzichten mussten.

An der oberen Seit des Controllers befindet sich noch ein Anschluss für die Steuereinheit, die sich im Frontpanel befindet und ein SATA-Anschluss, mit dem das Ganze dann mit Strom versorgt wird.

Einen weiteren Interessanten Aspekt sieht man von der Rückseite aus am Mainboard-Tray. Hier erkennt man nämlich einzelne Gummipuffer, die dazu dienen, den kompletten Mainboardtray im Gehäuse in verschiedenen Orientierungen zu befestigen. Die Gummipuffer werden in den vertikalen Rahmen eingegangen und so hat der Tray bereits ohne Verschraubung einen Haltepunkt, was die Montage erheblich vereinfacht. Dennoch muss für den Umbau natürlich reichlich geschraubt werden und man muss zudem auch wissen wie und wo man den Tray befestigen muss. Etwas rumprobieren kann hier bei der ersten Montage durchaus anfallen, denn die Montagelöcher im Halterahmen sind nicht beschriftet.

Zu guter Letzt fällt im Cosmos C700P noch der Montageschacht für das Netzteil auf. hierbei handelt es sich um ein Einbaustück, das wie eine kleine Schaufel geformt ist und ebenfalls frei im Gehäuse positioniert werden kann. Das Netzteil kann also sowohl oben, als auch unten verbaut werden.

Oberhalb des Schachtes sehen wir hier noch einmal die gebogene Netzteilblende mit Kabeldurchführung nach hinten, bei der die Kabel einfach unter das Mainboard-Tray geführt werden können.

Mögliche Layouts

Wie wir bereits mehrfach erwähnt haben, kann das Cosmos C700P komplett umgebaut und nach eigenen Wünschen konfiguriert werden. Eine so hohe Flexibilität hat man zuletzt nur beim be quiet Dark Base Pro 900 gesehen, das hier eventuell für die Idee auch herangezogen wurde.

Auch beim Cosmos C700P besteht das Gehäuse aus einem Hauptrahmen mit Montagelöchern, in die dann alle weiteren Teile verschraubt werden. So kann das gesamte Gehäuse in Teilen gespiegelt, also von rechts auf links gebaut werden.

Cooler Master geht sogar noch einen Schritt weiter. In der Standard Variante kann das Mainboard beim Cosmos C700P sowohl in der üblichen Ausrichtung (links) als auch auf dem Kopf (rechts) verbaut werden. Einmal sind damit die Komponenten auf der linken Gehäuseseite zu sehen und das andere mal auf der rechten. Das tolle daran, auch alle Blenden im Cosmos C700P können entsprechend mitgedreht und getauscht werden.

Als weitere Option steht aber noch eine dritte Möglichkeit parat. Hierbei erfolgt der Einbau in "Kaminbauweise". Dabei wird der Motherboard-Tray so gedreht, dass die Grafikkarten vertikal verbaut sind und die Monitoranschlüsse nach oben zeigen. Es gibt eine Reihe Gehäuse die diese Bauweise standardmäßig verwenden, wie zum Beispiel einige Modelle von Silverstone.

Das besondere am Cosmos C700P ist, das für diese Bauweise auch eine extra Rückseitenblende angeboten wird, denn irgendwie müssen ja die Monitoranschlüsse aus dem Gehäuse herauskommen. Die dazu passende Blende hat extra eine entsprechende Gummiedruchführung und schließt die Rückseite ansonsten ab. Eine sehr elegante Lösung für alle die eine Kaminbauweise bevorzugen.



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