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Cooler Master MasterBox 5 weiß im Test - schickes Case für kleines Geld (6/6)

Fazit

Wie gut kann ein Gehäuse für 60 Euro sein? Sehr gut, wie wir beim Testen der MasterBox 5 sehen durften. Das Gehäuse beweist eindrucksvoll, das gutes eben nicht teuer seine muss, wenn es intelligent gebaut ist. Die weiße Version der MasterBox 5 ist zudem ein Beleg dafür, dass auch günstige Gehäuse toll aussehen können.

Gegenüber der etwas langweiligen schwarzen Version mit Mesh-Front setzt sich die weiße Version mit tollen schwarz/weiß Kontrasten ab und bietet mit der getönten Frontscheibe ein echtes dezentes Highlight, wenn man dahinter LED-Lüfter verbaut. Insgesamt sieht ein so gebautes System nach weit mehr als ein 60-Euro-Gehäuse aus. Von der gesamten Aufmachung und vom Konzept her, ist die MasterBox 5 sicherlich eines der Jahreshighlights 2016 im unteren Preissegment.

Die MasterBox 5 bietet nahezu alles, was ein gutes Gehäuse für einen PC mitbringen muss. Einige Abstriche werden zwar bei der Ausstattung gemacht, aber diese tuen kaum weh. Wer sich einen normalen PC im üblichen Umfang zusammenbaut, wird an der MasterBox 5 wenig bis gar nichts vermissen.  In dem sich Cooler Master vor allem bei der Anzahl zu verbauender SSDs/HDDs beschränkt, eine einfache aber sehr effektive Konstruktion des Towers nutzt und auf Extras wie gummierte Durchführungen oder Lüftersteuerung verzichtet, erreicht man mit der MasterBox 5 ein wirklich tolles Preis/Leistungsverhältnis.

Es erstaunt sogar etwas, dass Cooler Master zum Preis von knapp über 60 Euro sogar ein Seitenfenster, eine Netzteilabdeckung, eine gelungene Lackierung und gute Verarbeitung, zwei brauchbare -wenn auch nicht tolle - Lüfter und die schöne getönte Frontscheibe unterbringen kann.  Zwar gibt es in der Preisklasse der MasterBox5 noch einige weitere gute Tower, optisch kann sich die weiße MasterBox 5 von diesen aber massiv abheben, vor allem eben dann, wenn man gerne ein paar Lichtspielereien haben möchte.

Kühlung und Belüftung bieten bei der MasterBox 5 für Standardsysteme ausreichend Potential. Die zwei verbauten Lüfter überzeugen zwar nicht auf ganzer Linie, da sie ungeregelt recht laut sind. Man kann sie aber über das Mainboard im Zaum halten. Bei einem Preis von 60 Euro kann man sicherlich auch keine verbauten Highend-Lüfter erwarten.

In den meisten Fällen wird man den Tower sowieso mit beleuchteten Lüftern ausstatten wollen um den wirklich tollen Effekt der Frontscheibe zu bekommen. Bei einer Vollbestückung mit SLI/Crossfire System fehlt es der MasterBox 5 leider etwas an Entlüftungsoptionen. Da der Deckel komplett geschlossen ist, kann die Luft nur über die Slotbleche und den hinten 120 mm Lüfter entweichen, was am Ende sicherlich zu einer höheren Temperatur und Laustärke führt.

Der einzig wirklich größere Kritikpunkt, den wir bei der MasterBox 5 anbringen wollen, ist das Fehlen eines Staubfilters in der Front, genau dort wo die gesamte Luft angesaugt wird. Dies gilt allerdings nur für die weiße Version, denn bei der schwarzen ist in der Meshfront ein Staubfilter integriert. Man kann sich hierbei aber selbst behelfen, indem man zum Beispiel die seitlichen Lüftungsöffnungen selbst mit einem Staubfilter (z.b. Fliegengitter) versieht.

Die MasterBox 5 von Cooler Master ist ein wirklich gelungenes Gehäuse zum sehr attraktiven Preis. Auch mit kleinen Budget können sich PC-Freaks auf Basis der MasterBox einen PC zusammenbauen, der ihnen alle Optionen offen lässt, später aufzurüsten, umzubauen oder einfach den Look des PCs zu verbessen. Mit ganz einfachen Mitteln wie ein paar LED-Lüftern kann man aus der MasterBox 5 einen echten Hingucker zaubern, der es locker auch mit deutlich teureren Gehäusen aufnehmen kann. Primär gilt das - wie wir finden - für die weiße Version der MasterBox 5, denn die schwarze ist uns tatsächlich ein wenig zu langweil. Die schöne getönte Front aus Plexiglas hätte der schwarzen MasterBox 5 sicherlich auch gut zu Gesicht gestanden.

Geeignet ist die MasterBox 5 unserer Ansicht nach vor allem  für typische Gaming-PCs mit einer Grafikkarte, ein bis zwei HDDs und ein bis zwei SSDs. Eine Wasserkühlung bringt das Gehäuse dazu auch noch relativ leicht unter. Wer sich einen schönen PC in dieser Form bauen will, der kann für 60 Euro hier kaum etwas falsch machen.

Vorteile:

  • Schickes Design / Tolle Optik mit Beleuchtung
  • Sehr attraktiver Preis
  • Getönte Frontscheibe aus Plexiglas
  • Insgesamt gute Verarbeitung / Lackierung
  • Sehr variabel im Innenraum
  • Großes Sichtfenster
  • Netzteilblende
  • Ausreichend Raum für Kabel
  • Werkzeuglose Montage 3,5'' und Frontlüfter
  • Zubehör soll angeboten werden
  • Kabelschloss für Maus/Tastatur im Expansion-Slot

Nachteile:

  • Kein Staubfilter in der Front
  • Wenig Entlüftung (nur über 120 mm an Rückseite)
  • Keine Vibrationsdämpfung der Lüfter
  • Nur ein Halter für SSDs

14.12.16 / rj

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