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Fractal Design Define R6 im Test (2/6)

Äußerlichkeiten

Wer schon einmal ein Define hatte, oder die Serie kennt, der wird auch beim Define R6 von Fractal Design in Bezug auf das dezenten Design keine großen Überraschungen erleben. Unser Testmodell des Define R6 ist komplett in schwarz gehalten und verzichtet auf das Hartglassichtfenster. Für einen MIDI-Tower bietet das neue Define R6 relativ kompakte Abmessungen von 543 mm in der Höhe sowie 465 mm in der Länge, dennoch erweist es sich bei genauerer Betrachtung als sehr geräumig.

Außen gibt es allerdings einen kleinen aber sehr feinen Unterschied. Die Front, schon immer ein Markenzeichen des Define, ist nun aus echtem gebrüstetem Aluminium. Zuvor wurde hier von Fractal Design immer ein Imitat aus Kunststoff genutzt, das aber täuschend echt aussah. Nun besitzt die Front ein Inlay aus echtem gebürstetem Aluminium, bleibt aber sonst auch weiterhin aus Kunststoff.

Die Front besticht wie immer bei der Define-Serie durch ein geschlossenes und dezentes Design. Lufteinlässe finden sich an den Seiten und tragen zum beliebten und schlichten Design maßgeblich bei. Eingelassen in der Oberkante der Front,  ist dann die typische HDD-LED. Alles also wie gehabt.

Die Front ist auf der Innenseite mit Dämmung versehen, dass nur wenig Geräusche aus nach Außen dringen sollen. Daneben kann die Fronttür einfach aufgeklappt werden und je nach Wunsch so montiert werden, dass der Anschlag rechts oder links liegt. Dahinter verbirgt sich dann ein 5,25'' Schacht, Das ist schon eine echte Seltenheit heutzutage, dürfte dem Case aber sicherlich einige Fans mehr bringen.

 Darunter erstreckt sich der mit einer Riffelung ausgestatteter Staubfilter. Dieser schützt die dahinter montierten 140-mm-Lüfter sowie die Hardware im Inneren vor Staub und Verunreinigungen. Der Staubfilter kann zum einfachen Reinigen einfach entnommen werden.

Die Front kann wieder , wie von Fractal Design bekannt, einfach nach vorne abgezogen werden. Sorgen um das I/O-Panel und dessen Kabel muss man sich hier nicht machen, dieses wurde unabhängig von der eigentlichen Front am Rahmen verschraubt und kann bei Bedarf auch einfach ausgetauscht werden. Die Verarbeitung der Front mit dem neuen Aluminium-Inlay ist wirklich gelungen und zeigt, das man auch in der Kombination Kunststoff+Alu eine tolle Optik hinbekomme kann. Die Unterschiede zum alten Modell sind von weitem gesehen zwar minimal, wenn man sich die Front aber genauer anschaut, wirkt das echte Aluminium nun doch schon edler als der Vorgänger.


In unserem Test haben wir das standardmäßig verbaute I/O-Panel auch einmal durch das separat zu erwerbende "Connect 1 USB 3.1 Gen 2 Type-C  Upgrade" ausgetauscht. Dieses bietet neben den zwei USB 2.0 sowie zwei USB 3.0 Anschlüssen auch noch einen modernen USB 3.1 Gen 2 Type-C Stecker. Daneben finden sich ein Power- und Reset-Schalter sowie ein Audio-Eingang bzw. Ausgang auf dem I/O-Panel. Das optionale Panel wird für 29,99 Euro angeboten und das zusätzliche Riser-Kit für 39,9´9 Euro.

Man kann sich denken, dass das Define R6 deutlich teurer ausfallen würde, wenn beide Komponenten direkt im Lieferumfang wären, so dass die Auslieferung als Zubehör den Kunden zu gute kommt, die derartige Erweiterungen nicht brauchen. Es wird wohl die Mehrheit sein, die das Gehäuse in dieser Variante bevorzugt.

In der Front können theoretisch bis zu drei 120-mm-Lüfter oder zwei 140-mm-Lüfter ihren Platz finden. Zwei 140-mm-Lüfter sind bereits vorinstalliert, und hört auf den Namen Fractal Design Dynamic X2 GP-14. Wahlweise kann hier auch ein Radiator der Größe 120-, 240- ,360 -, 140- oder 280-mm installiert werden.

Auf der Oberseite setzt sich dann das bekannte und dezente Design des Define fort. Auf den ersten Blick sieht  die Oberseite komplett geschlossen aus, jedoch hat man auch hier die Möglichkeit gegeben, sich entweder für Dämmung oder maximale Belüftung zu entscheiden.

Die große Deckelplatte kann nach dem betätigen eines Tasters an der Rückseite einfach nach oben aufgeklappt und entnommen werden. Weiterhin wird hier nicht nur die Dämmung auf der Innenseite der Abdeckung sichtbar, auch ein weiterer Staubfilter mit viel Platz bei den Lufteinlässen kommt zum Vorschein. Ist alles entnommen hat man einen Blick auf den Rahmen, der im Deckel integriert wurde.

Hier können wahlweise drei 120- oder 140-mm-Lüfter montiert werden, oder wenn das Innere umgebaut, sprich der Festplattenkäfig entfernt wurde, sogar drei 140-mm-Lüfter.

Mit dem montiert Festplattenkäfig können dann 120-, 240-, und 360-mm-Radaitoren ihren Platz finden. Ist der Festplattenkäfig entfernt, finden sogar 140-, 280- oder sogar 420-mm-Radiatoren ihren Platz. Daneben ist auch eine Öffnung für einen Wasserkühlungsstutzen vorhanden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Mainboard-Komponenten nicht höher als 35-mm sind. Sonst könnten sie mit dem Radiator im schlechtesten Fall kollidieren.

Bei der Rückseite geht man beim Define R6 den konventionellen Weg. Das Netzteil befindet sich am Boden, darüber sieben PCI-Slots mit weißen Blenden. Daneben eine Besonderheit, zwei senkrechte PCI-Slots ermöglichen mithilfe des separat zu erwerbenden Flex VRC-25 Kabel die Grafikkarten so zu montieren, dass der Kühler, wenn ein Sichtfenster vorhanden ist gut sichtbar ist. Sicher eine optisch ansprechende Variante.

Im oberen Bereich befindet sich dann eine Aussparung für die Mainboard-Ausgänge sowie ein Platz für einen 120- oder 140-mm-Lüfter. Ein 140-mm-Lüfter aus der Fractal Design Dynamic X2 GP-14 Serie ist hier bereits vormontiert. Wahlweise kann hier auch ein kleiner Radiator mit den identischen Lüftermaßen seinen Platz finden.

Die beiden Seitenteile sind bei der Variante ohne Sichtfenster dann, wie sollte es auch anderes ein, dezent schwarz lackiert und auf der Innenseite mit Dämmung versehen. In der Theorie rasten die Seitenteile nun auch Ohne Rändelschrauben ein, zum Transport sollte man diese jedoch fixieren.

Auf der Unterseite befinden sich dann neben den vier Kunststofffüßen, die für einen sicheren Stand sorgen noch Öffnungen für den Netzteillüfter oder optional noch für bis zu zwei 120- oder zwei 140-mm-Lüfter. Die gesamte Unterseite wurde mit einem rausziehbaren Staubfilter versehen. Dieser kann einfach nach vorne ausgezogen und gereinigt werden.

Wahlweise können auch am Boden noch ein 120- oder 240-mm-Radaitor seinen Platz finden. Ebenfalls 140-mm oder 280-mm.

Von der Verarbeitungsseite präsentiert sich das neue Define R6 wieder von seiner besten Seite. Die Spaltmaße sind hervorragend, und auch ansonsten ist nichts Negatives weder bei der Materialgüte oder der allgemeinen Verarbeitung aufgefallen.

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