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Fractal Design Define R6 im Test (6/6)

Fazit

Das Define gilt schon lange als eines der Paradebeispiele für ein Gehäuse, dass mit einem hervorragend designten Innenraum, guter Dämmung und toller Verarbeitung glänzt. Das schlichte aber elegante Design ist bei PC-Usern in Deutschland äußerst beliebt. Es ist also nicht leicht, dieses Erfolgsmodell auch in der sechsten Generation noch einmal zu verbessern.

Fractal Design hat es mit dem neuen Define R6 aber tatsächlich geschafft, die bereits sehr gute Define-Serie noch einmal deutlich aufzuwerten. Das ist vor allem deshalb gelungen, weil man die Flexibilität des neuen Define deutlich erhöht hat. Neben den im Zentrum stehenden neuen modularen Möglichkeiten, was die Ausstattung oder auch die Erweiterung angeht, sind es auch wieder kleine Feinheiten, die dem Define R6 den letzten Schliff geben.

Dazu gehört zum Beispiel die neue Front, die nun nicht mehr nur aus Kunststoff besteht, sondern ein Inlay aus echtem gebürstetem Aluminium besitzt. Das verleiht der eh schon schicken Optik des Define noch mal einen besseren Touch.

Dank ModuVent kann der Nutzer beim Define R6 selbst entscheiden, ob er eher ein auf Silent getrimmtes System haben möchte, das weitgehend geschlossen ist, oder maximale Kühlleistung mit einer Luft oder Wasserkühlung oder sogar etwas dazwischen bauen will. Das Define R6 bietet hier genügend Spielraum für sämtliche Vorlieben. Auch viele Radiatoren für eine große Custom-Wasserkühlung können hier ihren Platz finden. Die neue Abdeckung  für das Top, die aus einem geschlossen Gehäuse ein offenen mit echtem Lüftungsgitter macht, anstelle der sonst gern verwendeten magnetischen Auflagen, liefert einen komplett anderen Look und eine verbesserte Wertigkeit des Define R6.

Die Außenhaut des Define R6 weiß wie schon beim R5 sehr zu gefallen und präsentiert neben einer hochwertigen Verarbeitung auch das klassische und zugleich sehr beliebte dezente Design der Define-Serie. Einfach zeitlos gut!

Viel Kabeldurchführungen sowie Platz für große Kühler und Grafikkarten sowie ein 5,25'' Schacht runden das Gesamtpaket ab. Auch beim Einbau gibt es fast nichts zu bemängeln. Einen kleinen Abzug bei der sonst positiven Bewertung haben wir dennoch gefunden. Das Netzteil ist zur eigentlichen Rückseite nicht entkoppelt gelagert und wenn der Festplattenkäfig umgebaut ist, lassen sich die Laufwerke auf der Rückseite aufgrund der Näher zum Mainboard-Schlitten etwas schwer verkabeln.

Weitere neue Features wie der Lüfter Hub, das austauschbare I/O-Panel oder auch das Kit zum vertikalen Montieren der Grafikkarte werten das neue R6 zudem weiter auf und bieten in der Version mit Seitenpanel aus Glas Anreize zum Basteln. Das Fractal Design diese Komponenten separat anbietet und nicht in den Lieferumfang packt, wird alle User freuen, die auf derlei "Schnick-Schnack" verzichten und ihn nicht mitbezahlen müssen.

Und wer seine Hardware richtig schick in Szene setzten möchte, greift daher zur Variante mit Hartglassichtfenster. So kann auch eine senkrecht eingebaute GPU ihre vollen Design-Stärken ausspielen. Mit dem Define R6 zeigt Fractal Design dass man das Rad nicht immer komplett neu erfinden muss. Meist sind es die kleinen Feinheiten, die gute Dinge noch einmal besser machen.

Mit vielen kleinen Details überzeugt das Define R6 als waschechter Alleskönner in vielen PC-Lebenslagen und präsentiert sich dennoch dabei in gewohnt dezenter & bescheidener Define-Manier. Mit dem Define bekommt man nun quasi gleich mehrere Modelle in einer Version und kann den Umbau selbst erledigen. Dieses Modell wir sicherlich den Erfolg der Vorgänger weiterführen.

Vorteile:

  • Schönes schlichtes Design
  • Front nun aus echtem Aluminium
  • Viel Platz im Innenraum
  • Relativ kompakte Abmessungen
  • Gute Staubfilter
  • Gute Verarbeitung
  • Hervorragendes Kabelmanagement
  • Platz für große GPUs und Kühler
  • Modularer Aufbaue (Silent oder starke Kühlung)
  • I/O USB 3.1 Type-C Bracket (separat zu kaufen)
  • Großes Sichtfenster aus Hartglas auf Wunsch

Nachteile:

  • Nur halb entkoppeltes Netzteil
  • Laufwerksanschluss nach Umbau schwierig

20.12.17 / jrf

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