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Test: Silverstone Sugo SG12 - SST-SG12B - Micro-ATX-Cube mit Tragegriff und viel Platz (4/5)

Einbau der Komponenten

Hat man die Laufwerke so montiert, geht es an den Einbau des Mainboards. Der Bereich ist recht gut zugänglich, das der verfügbare Platz aber exakt auf eine Micro-ATX-Platine zugeschnitten ist, ist das einlegen des Boards ein wenig fummelig. Profis werden hier keine Probleme haben. Anfänger werden wohl ein paar mal hin und her schieben bis das Board richtig sitzt. Sobald das Board verschraubt ist, sitzt es bombenfest im Boden des Gehäuses.

Die Montage des Kühlers sollte natürlich vor dem Einsatz ins Board erfolgen, da ein Zugang an die Unterseite des Mainboards später nicht mehr möglich ist. Für den Einsatz im SG12 empfehlen sich besonders flache Küher, da direkt über dem Mainboard das Netzteil gelagert ist. Vom Platzangebot her ergeben sich hier Nachteile, dafür wird über der CPU direkt die Luft durch das Netzteil abgesaugt und nach aussen befördert. Bei kleineren CPUs kann daher beim SG12 auch ein passiv Lüfter eingesetzt werden.

Silverstone bietet mit dem NT06-PRO einen Kühler an auf den das SG12 quasi zugeschnitten wurde. der besonders flache aber dennoch recht leistungsstarke Kühler passt genau zwischen Mainboard und Netzteil und kann zudem mit einem Lüfter unten den Kühlrippen bestückt werden, der den Lüfter des Netzteils unterstützt.

Bei der Montage des Lüfters muss lediglich darauf geachtet werden, dass dieser mit dem Mainboard und eventuell vorhanden RAM-Modulen kompatibel ist. Die RAM-Module sollten hier natürlich Low-Profile Versionen sein.

Hat man Kühler und RAM Module montiert kann einfach darüber das Netzteil von oben eingesetzt werden. Das SG12 kann auch lange und sehr leistungsstarke Netzteile aufnehmen. Dies ist allerdings abgängig davon ob man ein 5,25-Zoll-Laufwerk installiert und welche Länge es besitzt. Netzteil und optisches Laufwerk dürfen zusammen maximal 370 mm einnehmen. Ein durchaus etwas längeres Dark Power Pro P11 von be quiet findet locker auch mir DVD-Laufwerk im SG12 Platz.

Von der anderen Seite kann man nun sehen wie der  NT06-PRO Kühler sich genau unter das Netzteil positioniert und zusammen mit diesem für die Kühlung der CPU sorgt.

Als nächstes kann dann schon der Einsatz von Grafikkarten erfolgen. Hierbei gibt es allerdings einiges zu beachten. Zunächst einmal ist die mögliche Länge der Grafikkarte davon abhängig wie viele 2,5-Zoll-Drives man in den zugehörigen Träger einsetzt.

Je mehr Laufwerke man nutzt, um so weniger Platz bleibt für die Grafikkarte. Bei einer Grafikkarte vom Format einer GeForce GTX im Referenzdesign bleibt etwa Platz für 4 Laufwerke. Auf Platzprobleme wird man hier also weniger stoßen.

Etwas kniffliger ist da schon das zusammenspielt von Grafikkarte und 3,5-Zoll-Laufwerken. Hier ist die Länge der Grafikkarte davon abhängig in welchem Slot auf dem Mainboard das gute Stück eingesetzt wird. Setzt man die Karte in den ersten Slot (was in der Regel der Fall ist), so liegt diese direkt vor dem Laufwerksschacht und die Montage von 3,5-Zoll-Festplatten ist nicht mehr so einfach möglich. In diesem Fall muss man eine kürze Karte nutzen oder auf 3,5'' Laufwerke verzichten, was natürlich den kompletten Platz für den 3,5-Zoll-Block verschwendet.

Besitzt man ein Mainboard, bei dem die Grafikkarte in den zweiten Schacht gesteckt wird (eher selten anzutreffen), ergibt sich dieses Problem nicht  mehr, dann muss man nur noch darauf achten, dass man die Anschlüsse der Festplatten noch erreicht.

Das SG12 erlaubt prinzipiell auch die Montage von zwei Grafikarten und den betrieb im SLI. Danke der zusätzlich montierbaren Lüfter über den Grafikkarten kann hier sogar - gemessen an der Gehäusegröße -für eine relativ gute Belüftung der ersten Karte gesorgt werden. Die Verkabelung eines solchen Gespanns im SG12 kann aber je nach Netzteil und Kabellänge eine Herausforderung werden.

Die Aufnahme von kleinen Grafikkarten wie zum Beispiel der neuen AMD Radeon R9 Nano ist für das SG12 geradezu ein Kinderspiel, auch im Doppelpack. Hier steht dann sogar noch die volle Kapazität für alle Laufwerke zur Verfügung.


Nach dem Einbau der Grafikkarte und nachdem alles verkabelt ist, was wie gesagt je nach Bestückung doch komplizierter werden kann, wird einfach der Querträger wieder eingesetzt, alles verschraubt, der Deckel geschlossen und das komplette Gebilde steht.

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