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Nvidia GeForce GTX 960 im Test - ASUS vs Gainward vs MSI (2/10)

Die ASUS GeForce GTX 960 STRIX

Klein und semi-passiv

Schauen wir uns als erstes Modell dem Alphabet nach die Karte von ASUS an. Die STRIX Serie gilt derzeit als eine der beliebtesten unter den Grafikkarten und kann vor allem mit dem semi-passiv Kühler punkten. Das Design der Karte fällt eher schlicht aus und setzt auf den ersten Blick keine wirklich besonderen Akzente. Allerdings wurde der Name der Karte nicht zufällig gewählt, denn wenn man genau hinschaut, sehen die beiden Lüfter inklusive Abdeckung wie die Augen einer Eule aus. Und Strix ist, soweit wir informiert sind, der zoologische Fachbegriff für eine Gattung von Eulen.


Die ASUS Karte ist die einzige in diesem Vergleich, die über eine Backplate verfügt. Das gerade einmal  22 cm lange Modell wiegt 607 Gram und ist damit schwerer als man es erwarten würde.

Bei den Taktraten setzt ASUS auf einen Basistakt von 1253 MHz und einen Boost von 1317 MHz. Die Karte ist damit um 127 MHz gegenüber den Referenzvorgaben hoch getaktet. Auch der Speicher läuft bei diesem Modell etwas schneller und zwar mit 1800 MHz anstelle der üblichen 1752 MHz.

Bei den realen Taktraten liegt die Karte deutlich über den Angabe und taktet im Boost auf bis zu 1430 MHz und das konstant. Wie man hier am Beispiel des 3DMark 11 sehen kann, wird das Powerlimit dabei nicht einmal dauerhaft ausgelastet. Es besteht also noch Platz nach oben.

Aufgrund der sehr geringen TDP von nur 120 Watt kommt die neue GTX 960 mit nur einem  PCIe-6-Pol Anschluss aus. ASUS bietet auch genau diesen einen Stecker an und verdreht ihn lobenswert auf dem PCB, so dass die Haltenase nach außen steht. So lassen sich die PCIe Stecker deutlich besser wieder von der Karte abziehen.

In Sachen SLI bleibt alles beim Alten. Wie auch ältere Modelle in der Mittelklasse besitzt die GTX 960 einen SLI Anschlüss, man kann also zwei Karten zu einem leistungsstärkeren Verbund zusammen schalten.

Ein Blick in die Augen der Eule zeigt, dass die ASUS GeForce GTX 960 STRIX über zwei 7,5 cm Lüfter verfügt, die im Vergleich zu anderen aktuell angebotenen Karten eher klein ausfallen. Das Modell arbeitet damit aber semi-passiv, dass heißt die Lüfter stehen bei geringer Belastung still.

Die Lamellen des Kühlers der GTX 960 von ASUS laufen horizontal, wodurch eine bessere Luftführung zum Slotblech und aus dem PC heraus erreicht wird.

Der Kühler verfügt über vier Heatpipes, die in U-Form in die Kühler-Lammellen eingelassen sind. Da die Karte selbst kürzer ist als der Kühler, stehen am Ende sowohl Kühler als auch Lüfter über. Das hat allerdings keine Nachteile, sondern kann sich in bestimmten Fällen sogar positiv auswirken, da der Luftstrom im Gehäuse von der Karte zusätzlich nach oben befördert wird und sich nicht unterhalb verfangen kann. Insbesondere in sehr kompakten Gehäusen dürfte die STRIX sich daher gut machen.

Bei den Heatpipes setzt ASUS auf das Direct-Touch-Verfahren, bei dem die Heatpipes direkt auf der GPU liegen und auf eine Bodenplatte zwischen GPU und Heatpipes verzichtet wird. Da die GPUs allerdings immer kleiner werden, wird dies zunehmend zu einem Problem. Bei der STRIX decken gerade einmal 2 Heatpipes die GPU ab, die äußeren zwei hängen quasi in der Luft und müssen die Wärme durch quer oder über die Abdeckung ableiten, was die Leistung des Kühlers negativ beeinflussen kann. Wie sich das auf die Temperatur auswirkt werden wir dann später sehen.

Ein Blick auf die Anschlüsse macht klar, dass der Displayport bei Nvidia der neue bevorzugte Standard ist. Gleich drei Displayport-Anschlüsse schmücken die Karte. Dazu kommen noch ein HDMI und ein DVI Anschluss. Vier Bildschirme können an den Karten simultan betrieben werden.

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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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