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Nvidia GeForce GTX 960 im Test - ASUS vs Gainward vs MSI (9/10)

GeForce G-SYNC jetzt auch in 4K

Erster 4K Monitore mit G-Sync auf dem Markt

Eine Grafikkarte ist heute nicht mehr nur ein Stück Hardware, sondern wird immer mehr zum Zentrum eines ganzen "Ökosystems" um die Karte herum. Egal ob Software oder zusätzliche Hardware, wir sehen immer mehr Produkte, die sich um die Grafikkarten herum entwickeln. In Zukunft wird hier sicherlich das Thema 3D und Virtual-Reality eine große Rolle spielen. Bis dahin schauen wir aber noch auf normale Monitore und da ist in diesem Jahr in unseren Augen vor allem ein Thema interessant und das ist die Bekämpfung von Tearing auf 4K Displays. 

Nvidia ist nun schon länger mit seinem G-Sync auf dem Markt, das bekanntlich Tearing und V-Sync-Ruckeln auf dem Bildschirm eliminiert. G-Sync ist eine Technologie für Monitor-Hersteller, die dafür sorgt, dass grob gesagt nicht mehr der Monitor den Takt angibt, sondern die Grafikkarte. Dadurch, dass der Monitor ein Bild genau dann ausgibt, wenn es von der Grafikkarte fertiggestellt wurde, kann man einen deutlich besseren und homogeneren Bildablauf erzeugen. 

Tearing ist einer der wohl lästigsten Effekte, die man beim Spielen am Monitor beobachten kann.  In unserem Artikel über Adaptive-Vsync sind wir auf dieses Problem schon genauer eingegangen und haben es anhand von Videos erläutert.  Setzt man einen Full-HD Monitore ein, und hat genug Performance um hohe FPS zu erreichen und kann so V-Sync aktivieren, so ist das Tearing Problem zumindest ansatzweise gelöst.

Beim Einsatz von 4K-Displays wird das Problem allerdings drastisch verstärkt, denn leider liegt die Framerate in dieser Auflösung bei vielen Karten oft zwischen 30 und 60 FPS. Und das ist leider genau der Bereich in dem Tearing und V-Sync Stottern am heftigsten auftreten. Diese Probleme lassen sich rein auf der Software oder Hardwareseite der Grafikkarte nicht beseitigen und es muss Hand an den Monitor gelegt werden.

Voraussetzung für Nvidias G-Sync ist eine Bildübertragung via DisplayPort. Dort kann G-Sync die Hertz-Zahl des Monitors in den Bereichen von 30 bis 144 Hz anpassen und so mit den erzeugen FPS synchronisieren.

Zum Testen von G-Sync stand uns nun neben dem bereits bekannten ASUS ROG Swift PG278Q, der schon 2560x1440 Pixel Auflösung besitzt und das bei 144 Hz, nun auch noch der erste G-Sync-fähige 4K Monitor zur Verfügung, der Acer Predator XB280HKbprz.

ASUS ROG Swift PG278Q zusammen mit dem Acer Predator XB270HU sind derzeit die einzigen Monitore die bei der 1440p Auflösung mit 144 Hz und G-Sync arbeiten. Dementsprechend teuer sind die Modelle und liegen beim Preis über 700 Euro. Auch wenn G-Sync bei diesen Modellen hervorragend funktioniert, ist der Effekt insbesondre bei sehr hohen FPS von 120 FPS oder mehr eher gering. Je höher die Framerate, um so weniger fallen Tearing und Stottereffekte auf dem Bildschirm eben auf.



Der ASUS ROG Swift PG278Q mit 144 Hz und 2560x1440 Auflösung

Anders sieht die Sache beim Acer Predator XB270HU aus. Der derzeit einzige 4K Monitor mit G-Sync für etwa 600 Euro zeigt drastisch die Unterschiede zwischen einem normalen 4K Display und G-Sync 4K-Display. Während man bei den normalen Displays und aktivem V-Sync ständig zwischen 30 und 60 Hz-Sync switcht oder ohne V-Sync ein extremes Tearing zu sehen bekommt, wirkt das Gameplay auf dem Acer Monitor auch bei 50 oder 40 FPS absolut flüssig. Leider ist dieser Effekt auf einem Video extrem schwer einzufangen, wir werden das aber in einem separaten Review des Acer Monitors noch versuchen.

Acer Predator XB280HKbprz, 28" (UM.PB0EE.005)
Acer Predator XB280HKbprz : erster G-Sync Monitor mit 4K

G-Sync lässt sich sehr einfach einrichten, weil prinzipiell nur die bisher traditionellen V-Sync Settings um G-Sync erweitert wurden. G-Sync muss dazu lediglich im Treiber einmal aktiviert werden, wenn ein G-Sync Monitor angeschlossen ist, aktiviert es sich in der Regel sogar von selbst.

G-Sync vermindert mehr als deutlich das Tearing und auch das typische Stottern, das bei normalem V-Sync besonders bei frameraten von 30 bis 60 FPS auftritt. Die Mehrkosten die bei Monitorpreis entstehen halten, sind durchaus akzeptabel, wenn man sich an er  verbesserten Bildqualität erfreut. Problematischer ist dass G-Sync eben nur mit Nvidia Grafikkarten funktioniert. Sprich wer einen G-Sync-Monitor kauft, legt sich damit zukünftig indirekt auf eine GeForce Grafikkarte fest.

Wer sich nicht mit V-Sync, Adaptive V-Sync und G-Sync ausgkennt, dem sei an dieser Stelle die Nvidia G-Sync Pendel Demo ans Herz gelegt, Die Pendel-Demo ist ein Paradebeispiel um die Probleme von V-Sync zu demonstrieren und neigt dazu an den Säulen extremes Tearing zu generieren.  Auf einem G-Sync Monitor läuft diese Demo absolut flüssig. Auch zu dieser Demo gibt es auf Youtube viele "Versuche" den G-Sync-Effekt auf Video einzufangen.

GeForce Experience mit MFAA / DSR und 4K Shadowplay

Auch mit den neuen Maxwell Grafikkarten bringt Nvidia wieder eine weiterentwickelte Version der Geforce Experience Software.  Um nicht wieder ganz von vorn zu beginnen, wer GeForce Experience noch nicht kennt, findet dazu die meisten Details ebenfalls in unserem Test der GeForce GTX 970.

Mit der neuen Maxwell GPU ist insbesondere Shadowplay noch deutlich leistungsfähiger geworden. Maxwell kommt mit einem neuen erweiterten NVENC (dem eigenen Nvidia Encoder Engine) daher. Dieser unterstützt nun auch H.265 (HEVC) das gegenüber H.264 bei gleicher Qualität Bandbreite spart. Gegenüber Kepler wurde der Durchsatz beim Videoencoding um den Faktor 2.5 erhöht. Das ermöglicht nun in Shadowplay direkt auch Aufnahmen in voller 4K Auflösung bei 60 FPS.

Zwei weitere Neuheiten in Experience findet man in der Auto-Enable Funktion von MFAA und DSR. GeForce Experience kann damit nun auch diese beiden Funktionen automatisch bei der Optimierung aktivieren, wenn sich dadurch bei ausreichender Performance eine Bildverbesserung ergibt. Insbesondere das MFAA Feature dürfte für Besitzer der GTX 960 interessant sein, da die Performance der Karte bei Anspruchsvollen Games mit MSAA oft doch deutlich reduziert wird.

 

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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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