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Nvidia GeForce GTX 980 Ti im Test (2/8)

Die GeForce GTX 980 Ti Karte im Detail

Bevor wir die Karte auf die Probe stellen, zuerst wieder ein paar Details zum eigentlichen Testmodell. Wir testen zum Launch ein Referenzdesign von Nvidia. Wie man uns mitteilte, gibt es anders als bei der Titan X, die eigentlich nur im Referenzdesign angeboten wird, bei der GTX 980 Ti keinerlei Einschränkungen für die Boardpartner. Das heißte diese können ihre völlig eigenen Designs auf die GTX 980 Ti übertragen und sofort auf den Markt bringen. Wir werden also wohl bald die üblichen Customs und  hoffentlich auch semi-passiven Designs wie die MSI Gaming oder ASUS Strix Modelle sehen.

Die GeForce GTX 980 Ti ist wie zu erwarten war wieder mit dem nun bereits seit mehreren Generationen bekannten Nvidia Referenzkühler ausgestattet und sieht daher optisch genauso aus wie die GeForce GTX 980.

Dass sich der Kühler in den letzten Generationen seit der GeForce GTX 690 an diesem Design festklammert, ist nicht wirklich negativ zu bewerten, sondern ein ganz klares Statement für diesen Kühler, der einfach nicht nur extrem schick aussieht, sondern als Radialkühler auch eine wirklich gute Leistung bringt.


Die Grundelemente des Kühlers werden durch eine dreiwertige Chrombeschichtung geschützt. Das Lüftergehäuse der GeForce GTX 980 ist aus einer Magnesiumlegierung im Spritzguss-Verfahren gefertigt. Solche Magnesiumlegierungen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie verwendet und sind für ihr geringes Gewicht, Wärmeableitung und akustischen Dämpfungseigenschaften bekannt.

Durch das weiterhin gleiche Design, wundert es natürlich auch nicht, dass man bei den gleichen maßen von etwa 27 cm bleibt. Und auch das Gewicht ist 917 Gramm zwar etwas unter der GTX 980 aber wieder recht Nahe an den 922 Gramm der 780 Ti,. Der Grund liegt in der zusätzlichen Backplate, die bei der GTX 980 vorhanden war, die bei der GTX 980 Ti wieder verschwunden ist.

Wie üblich findet sich auch bei der GTX 980 Ti auf der Oberseite das grün beleuchtete GeForce GTX Logo, das über diverse Software-Tools angesteuert und mit Effekten wie Pulsieren oder Helligkeit nach Temperatur versehen werden kann.

Hatte die GTX 980 nur eine TDP von 165 Watt und  2 PCIe-6-Pol Anschlüssen, so bekommen wir bei der GTX 980 Ti wieder das, was wir bei der GTX 780 Ti hatten, nämlich eine TDP von 250 Watt und dazu zwei Anschlüsse, einmal 8-Pol und einmal 6-Pol PCIe.

In Sachen SLI gibt es keine Neuerungen. Auch die GTX 980 Ti besitzt die üblichen zwei SLI Anschlüsse, mit denen sich die Karten im SLI-Verbund zusammen schalten lassen. Bis zu vier der Karte lassen sich so zusammen betreiben. 

Die Karte wird durch einen hoch optimierten Radiallüfter mit Luft versorgt. Wer den Kühler direkt mit anderen Radiallüftern vergleicht wird erkennen, dass der Luftstrom deutlich optimiert wurde, so dass der Lüfter mehr Luft ansaugt und auch bei geringer Drehzahl ein akzeptables Volumen an Luft bewegt.

Eines der größten Probleme an Radiallüftern ist nämlich, dass sie erst bei sehr hoher Drehzahl entsprechend viel Luft durch die Karte pusten und so schnell zum Turbo-Gebläse werden. Nvidia hat das mit seinem Modell sehr gut unter Kontrolle bekommen und dazu auch Nebengeräusch deutlich reduziert. Der Lüfter arbeite auch bei hohen Drehzahlen für einen Radiallüfter recht leise. Er Kann aber dank einer maximalen Drehzahl von bis zu 4800 UPM bei der GTX 980 Ti auch zum echten Monster-Fön werden. Zum Glück wird diese Drehzahl aber unter normalen Bedingungen nicht erreicht.

Als Lammellenkühler verwendet die GeForce GTX 980 auch wieder wie erstmals bei der GTX 780 Ti den schwarz eloxierten Kühlkörper, der sich hinter einem Sichtfenster verbirgt. In früheren Versionen der GeForce Titan oder GTX 780 war dieser noch silbern.  Ein weitere Unterschied zu früheren karten ist die Abdeckung unterhalb der Karte am Slotblech, die bei älteren Versionen nicht geschlossen war.

An der rechten Seite der Karte sind ebenfalls ein Luftauslass und Kühllammelen zu finden. Diese sorgen dafür, dass der Bereich mit den Spannungswandlern auf der Karte gekühlt wird. Es wird hier allerdings kaum Luft herausgelassen, es handelt sich also mehr um eine passiv Kühlung, so dass der Großteil der Luft wie gewünscht über das Slotblech nach außen befördert wird.

Komplett neu seit der GTX 980 ist das deutlich offenere Slotblech, dass nun auch bei der GTX 980 Ti zu finden ist. Das neue Slotblech hat mehr offene Bereiche, zum Beispiel auch zwischen dem DVI und Displayport-Stecker. So wird deutlich mehr Luft aus der Karte heraufbefördert.

Bei den Anschlüsse sehen wir ebenfalls das gleiche Programm wie bei der GTX 980 Ti. Der Display-Port ist der neue Standard-Anschluss. Die Karte verfügt gleich über 3 Display-Port-Anschlüsse von denen jeder mit 4K@60 betrieben werden kann. Dazu gibt es einen Dual-Link DVI-Anschluss und einen HDMI 2.0 Anschluss. Insgesamt können bis zu 4 Anschlüsse der Karte gleichzeitig genutzt werden.

Die GeForce GTX 970/980 ist übrigens die erste verfügbare Karte, die einen HDMI 2.0 Anschluss bereit stellt. Der Unterschied liegt unter anderem in einer Erweiterung des Farbraums. Der bisherige HDMI 1.4 Anschluss konnten 4K nur bei 30 Hz mit 444 RGB Pixeln und bei 60 Hz mit 420 YUV Pixeln betreiben. Mit HDMI 2.0 kann man nun auch 4K mit 60 Hz im vollen 444 RGB Farbraum ansteuern.



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