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VTX3D Radeon R9 285 X-Edition im Test (8/8)

Fazit

Die Radeon R9 285 ist sicherlich eher eine Evolution der Radeon R9 280 als eine Revolution. Schaut man auf die Performance so merkt man klar, dass sich diese bei der typischen 1080p Auflösung zwar verbessert hat, dafür aber bei höheren Auflösungen und Antialiasing ziemlich exakt auf den Level der R9 280 zurück fällt. Angesichts des deutlich reduzierten Speicherinterface der Karte ist es allerdings durchaus beachtlich, dass die Karte hier nicht gegen das ältere Modell zurück fällt. Wirkliche Einbrüche erlebt die R9 285 nur dann, wenn der 2 GB große Speicher nicht mehr ausreicht. Hier kann die R9 280 sich mit ihren 3 GB dann deutlich vor die neue Karte setzen. Dabei bewegt man sich allerdings nicht in einem Bereich, den man noch als gut spielbar bezeichnen kann, so dass sich das ganze doch wieder sehr stark relativiert.

Insgesamt ist die Performance der Karte für den typischen 1080p Einsatz damit recht gut. Auch bei der weniger verbreiteten 1440p Auflösung schlägt sich das Modell noch recht gut. Verzichtet man auf Antialiasing reicht die R9 285 im Schnitt sogar fast an die GeForce GTX 770 heran. Die etwa gleich teure GeForce GTX 770 hat die AMD Karte allerdings sehr gut unter Kontrolle und kann sie in den meisten Games klar abhängen. Für den kompletten Einsatz in 4K ist die Karte allerdings dann doch zu Schwach. Allerdings gibt es durchaus ältere oder weniger anspruchsvolle Games, die die R9 285 in 4K meistern kann.

Dazu kommt auch, das die Karte mit dem neuen VSR Feature des Catalyst Omega, die 4K Auflösung im Downsampling auch auf Full-HD-Monitoren Darstellen kann. Gerade MMO Spiele wie zum Beispiel Guild Wars 2 oder ähnliche die sich auch gut mir 30 FPS spielen lassen, kann die Karte damit bedienen.


(4K VSR Gameplay auf Radeon R9 285)

Der Kühler der VTX3D Karte ist erneut auf Leistung und niedrigere Temperaturen ausgelegt. Als echtes Silent-Modell trumpft die Karte damit nicht auf, liefert dafür aber eine rechte gute Kühlung mit niedrigen Temperaturen. Als Übermäßig laut zeigt sich das Modell in unseren Tests nicht. Trotz des deutlich kleineren Kühlers liegt die Karte in etwa auf dem gleichen Level wie der Vorgänger.

Beim Verbrauch hatten wir eigentlich eine deutlichere Verbesserung gegenüber der R9 280 erwartet. Aber unsere Messwerte ergeben nur eine geringfügig bessere Performance per Watt Leistung. Erstklassig funktioniert aber mittlerweile der Zero-Core-Power Modus, der den Idle Verbrauch deutlich drückt, wenn sich der Monitor abschaltet.

Insgesamt fällt unser Urteil über die neue VTX3D R9 285 eher positiv aus wobei sich allerdings ein kleiner Haken ergibt, und das ist die gleichzeitige Verfügbarkeit der beiden Modelle R9 280 und R9 285. Obwohl der Preisunterschied mittlerweile stark zusammengeschrumpft ist, ist die neu R9 285 immer noch die teurere Karte. Die Leistungen beider Modelle sind aber sehr ähnlich und liegen dicht beieinander. Die R9 285 kann sich eher auf der Feature-Seite mit VSR oder True-Audio vom alten Modell absetzen als über die Performance. Wem diese Features egal sind, der wird mit einer R9 280 günstiger und genauso gut fahren und kann etwa 20 Euro einsparen.

Die VTX3D Radeon R9 285 X-Edition wechselt aktuell für 199 Euro (bei Caseking*) den Besitzer. Wie bei AMD üblich erhält man beim Kauf der Karte das AMD Never Settle Space Edition Bundle mit 3 aus 29 auswählbaren kostenlosen Top-Games. Insbesondere wenn man die 3 Games mit in den Preis einrechnet bietet die Karte ein durchaus gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Positiv:

  • Performance recht gut für 1080p
  • Neue Features wie 4K VSR oder True Audio
  • Gute Kühlleistung und Temperaturen
  • niedriger Idle Verbrauch und Zero Core Power

Negativ:

  • Preis gegenüber R9 280 etwas hoch

22.12.14 / rj

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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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