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Razer Chimaera - Wireless Gaming Headset (3/6)

Ergonomie

Ein echtes Schwergewicht

So mancher Kopfhörer beschert seinem Anwender Kopfschmerzen. Entweder sitzt er zu fest oder zu locker, scheuert oder ist einfach zu schwer. Immer wieder finden sich neue Kritikpunkte, an denen die Hersteller verzweifeln und an denen sich der Anwender aufhängen kann. So scheint es in der Tat unmöglich, für die unterschiedlichen Köpfe der wehleidigen Nutzer einen passenden Universal-Bügel zu kreieren. Einen Bügel mit dem sich wirklich jeder Anwender anfreunden kann. Doch genau das ist das Ziel. Denn weit aus wichtiger als die Qualität des Sounds, ist der Komfort des Anwenders. Solange der Anwender Schmerz und Unbehagen empfindet, kann er sich nicht an einer guten Akustik erfreuen.

Trotz dieser enormen Herausforderung, den nahezu perfekten Kopfbügel zu designen, gibt es doch zumindest erprobte Vorgaben an denen sich die Hersteller orientieren können. Die Wichtigeste dürfte sein: Je schwerer der Kopfhörer, desto dicker die Polsterung. Denn je dicker die Polsterung, desto großflächiger kann das Gewicht über den Kopf verteilt werden. Um so größer die Herausforderung für die schnurlosen Headsets. Denn sie beinhalten nicht nur eine Empfangs und Sendeeinheit, sondern auch noch Mikrofon und Batterien. Ist dann auch noch der Kopfhörer gut verarbeitet und mit soliden Materialien ausgekleidet, summiert sich alles zu einem bemerkenswerten Gewicht, dass der Anwender stundenlang auf dem Kopf balancieren soll.

Das Chimaera ist in der Hinsicht alles andere als unscheinbar. Es zählt nicht nur zu den schwersten Headsets, sondern auch zu den gewichtigsten unter den schnurlosen Headsets. Bei Turtle Beach wiegt das schwerste Wireless-Headset stolze 260g, bei Creative sind es gar 300g und bei Logitech gleich 325g. Doch das Chimaera topt sie alle mit 370g. Dies ist oft auch ein Qualitäsmerkmal, dennoch muss sich ein Hersteller bei solch einem Gewicht was einfallen lassen, um dem Anwender nicht den Kopf in den Hals zu drücken. Um so bedauerlicher, dass man dies beim Chimaera versäumt hat.

Seine Polster sind nicht nur zu dünn, sondern auch zu weich. So können sie nur schwerlich eine Wirkung als Polster entfalten. Erschwerend kommt hinzu, dass sie auch in ihrer Fläche eingeschränkt sind. Schuld daran ist wohl die Stromanbindung zur Ladestation, die sich mittig im Bügel einquartiert hat und wegen der man auf einen großen Teil der Polsterung verzichten musste. Ein stundenlanger Einsatz ist ohne weiteres nicht erfreulich. Hier hilft aber ein Trick, der sich auch schon bei Headsets ab 200g empfiehlt. Man setzt sich einfach ein Cap auf, und platziert das Headset darüber. Auf diese Weise wird das Gewicht doch noch großflächig über den Kopf verteilt. Sogar besser, als es jedes noch so gute Bügel-Polster tun könnte. Wodurch dann selbst ein Schwergewicht wie das Chimaera bequem und komfortabel wird.

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