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ASRock FM2A88X Extreme6+ im Test (2/7)

Design, Kühlung und Technik

Dunkel ist das PCB gehalten, bei seitlichem Lichteinfall wirkt es schwarz. Mit der Farbgebung greift ASRock den aktuellen Trend bei Top-Mainboards der jeweiligen Plattformen auf. Doch wichtiger als Farbenspiele ist beispielsweise die Anordnung und Anzahl der Schnittstellen, die das Mainboard beherbergt.

ASRock FM2A88X Extreme6+

Seinen Leistungsanspruch unterstreicht das ASRock FM2A88X Extreme6+ mit drei PCI Express 2.0 Slots (mit "Kaveri" APU werden die ersten beiden PCI Express 3.0 unterstützen), die physikalisch als x16 ausgeführt sind. Davon kann allerdings nur der erste davon auch elektrisch mit allen 16 Lanes aufwarten. Im CrossFire X-verbund zweier Grafikkarten teilen sich die ersten beiden Steckplätze die 16 Lanes auf jweils acht auf. Mit dem dritten könnte ein CrossFire X Setups aus drei GPUs realisiert werden. Angesichts der Tatsache, dass der dritte Steckplatz elektrisch nur mit vier Lanes an den Fusion Controller Hub (FCH) statt an die APU direkt angebunden ist, halten wir das nicht für sonderlich empfehlenswert.

Außerdem bietet das ASRock FM2A88X Exteme6+ noch je zwei PCI- und und zwei PCI Express 2.0 x1 Slots mit sehr durchdachter Anordnung: Sollte tatsächlich ein CrossFire X-Verbund mit zwei Dual-Slot GPUs auf dem Mainboard zum Einsatz kommen, dann bleiben je ein PCI und PCI x1 Steckplatz zugänglich.

ASRock FM2A88X Extreme6+ SATA

Das selbe gilt für die Ausführung der SATA III Ports. Sechs davon sind in dem Bereich, in dem sie von langen Grafikkarten überragt werden können, um 90° abgewinkelt ausgeführt. Ein weiterer befindet sich unabgewinkelt etwas abseits außerhalb der "Gefahrenzone" und der letzte Port ist als eSATA-Anschluss am I/O-Panel ausgeführt.

Bei der passiven Kühlung zeigt das FM2A88X Extreme6+ leichte Schwäche. Unproblematisch ist der flache und fest verschraubte Kühlkörper, der den Bolton-D4 FCH auf adäquaten Temperaturen hält. Der andere Kühlkörper, der ebenfalls fest verschraubt auf den 8+2 Pahsen Spannungswandlern thront, hat mehr zu schaffen und heizt sich auch dementsprechend auf. Nun ist Hitze bei Spannungswandlern zwar kein lebenszeitverminderndes Problem, aber sie ist ein Merkmal mangelnder Effizienz. Zudem wird die Spannungsversorgung mit zunehmender Hitze qualitativ immer schlechter. Eine leistungsstärkere Kühllösung hätte ASRock hier durchaus in Erwägung ziehen dürfen, denn der Kühler scheint auf den ersten Blick deutlich mehr zu sein, als er in Wahheit ist.

ASRock FM2A88X Extreme6+ Kühlung

Demgegenüber muss sich das ASRock FM2A88X Extreme6+ beim Thema aktive Kühlung nicht verstecken. Das Nebeneinander zweier Header für den APU-Lüfter, nämlich einmal 3-Pin und einmal 4-Pin PWM, hat bei ASRock bereits Tradition. Dazu gesellen sich drei Anschlüsse für Gehäuselüfter (1x 4-Pin PWM, 2x 3-Pin) und ein 3-Pin Power-Lüfteranschluss. Damit dürfen die Voraussetzugnenfür ordentlichen auf Durchzug im Gehäuse durchaus als optimal angesehen werden.

Bo(a)rdtechnik

Neben dem bereits erwähnten Bolton-D4 (A88X) FCH, der die acht SATA III und vier USB 3.0 Ports (zwei davon am I/O-Panel ausgeführt) mit einbringt, verfügt das FM2A88X Extreme6+ natürlich über weitere technische Ausstattung, die wir an dieser Stelle eingehender betrachen werden:

Sound:
Unter der Abschirmkappe gegen elektromagnetische Interferenzen mit der Aufschrift "Purity Sound" liegt ein Realtek ALC1150 HD Audio Codec mit 115dB SNT verborgen. In Kombination mit dem NE5532 Verstärker von Texas Instruments soll das für gesteigerten Klanggenuss auf bis zu acht Kanälen sorgen. Wir testen das natürlicha auf den folgenden Seiten.

LAN:
Natürlich bietet das FM2A88X auch bis zu 1 Gb/s Transferrate bei der Anbindung ins LAN. Hierfür kommt aber nicht wie sonst so oft Technik von Realtek zum Einsatz, sondern Qualcomms Atheros AR8171 und das aus einem naheliegenden Grund: Die Qualcomm Atheros Security Wake On Internet Technologie ist Grundlage von ASRocks "Home Cloud" mittels Sunlogin. Der heimische PC kann so durch Remote-Steuerung über das Internet beispielsweise von iOS oder Android-Geräten aus aufgeweckt werden.

USB 3.0:
Vier mögliche USB 3.0 Ports durch AMDs Bolton-D4 könnten nicht genug sein - mag ASRock gedacht haben. Durch den ASMedia ASM1042 können an das FM2A88X Extreme6+ bis zu sechs USB 3.0 Geräte angeschlossen werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass an die ASMedia Ports eher langsamere Geräte gesteckt werden. Denn die beiden Ports müssen sich die 500 MHz Durchsatz einer PCI Express 2.0 teilen.



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