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ASRock Z270 SuperCarrier im Test - Luxus-Mainboard für Quad-SLI/Crossfire (3/7)

Besonderheiten

Wie eingangs erwähnt gilt bei dem ASRock Z270 SuperCarrier klotzen, nicht kleckern! Vor allem bei den Features des Mainboards wird dies deutlich. Das Mainboard verfügt über fast alle nur erdenklichen Funktionen und Anschlüsse und stellt diese meist zwei Mal zur Verfügung. Dies gilt sowohl für die USB-Typ-C-Anschlüsse mit Thunderbolt-3-Support wie auch den insgesamt drei LAN-Anschlüssen, wovon einer mit Leitungen von bis zu 5 GBit/s umgehen kann.

Kleinere Einschränkungen müssen bei dem ASRock Z270 SuperCarrier nur gemacht werden, wenn wirklich alle Anschlüsse genutzt werden sollen. Einige der SATA-Ports teilen sich die Lanes mit den M.2-Slots weshalb nicht alle zehn SATA-6-Gbps-Slots verwendete werden können, wenn alle drei M.2-Slots bereits belegt sind.

Ultra-M.2- und SATA-Anschlüsse

Alle drei M.2-Slots auf dem ASRock Z270 SuperCarrier sind mit den vollen 32 Gbit/s über vier PCIe-3.0-Lanes angebunden. Die zehn SATA-6-Gbps-Ports hingegen werden über zwei Zusatzchips realisiert. Der Z270-Chipsatz kann insgesamt nur sechs SATA-6-Gbps-Ports zur Verfügung stellen, die vier weiteren Ports werden durch zwei ASMedia ASM1061-Chips an das System angebunden.

Wenn eine SATA-SSD in dem ersten M.2-Slot verwendet wird, stehen der ersten SATA3_0-Anschluss nicht zur Verfügung. Des Weiteren teilt sich der zweite M.2-Slot die Lanes mit den SATA3_4 und SATA3_5-Port, weshalb diese überhaupt nicht funktionieren, wenn der zweite M.2-Slot verwendet wird. Der dritte M.2-Slot ist mit dem dritten SATA3_3-Slot gekoppelt, sodass dieser nur verwendet werden kann, wenn im dritten M.2-Slot keine SATA-SSD installiert ist.

Die ersten sechs SATA-6-Gbps-Ports sind RAID 0, 1, 5 und 10 fähig. Die vier SATA-6-Gbps-Ports die über die ASMedia-Chips angebunden sind, können nicht in einem RAID zusammengefasst werden.

Zusätzlich bietet das Z270 SuperCarrier noch zwei SATA-Express-Ports, die sich aus jeweils zwei SATA-6-Gbps-Portss zusammen setzen und auch über den Z270-Chipsatz angebunden sind.

Purity Sound 4

Die Qualität des Purity Sounds 4 konnten wir bereits bei dem ASRock Z270 Extreme4 ausgiebig testen. ASRock bedient sich den gleichen Komponenten mit Nichicon-Audio-Caps der Gold-Serie, einem TI-NE5532-Headset-Amplifier für die Verwendung von hochwertigen Studiokopfhörern mit bis zu 600 Ohm sowie vergoldeten Audiojacks. Der Purity Sound 4 von ASRock unterstützt offiziell DTS-Connect und bietet mit dem isolierten PCB-Abschnitt und dem Realtek ALC1220-Audiocodec einen hervorragenden Sound.

USB 3.1 mit USB-Typ-C-Stecker und Thunderbolt

Die zwei USB-3.1-Anschlüsse mit Typ-C-Stecker werden über einen Intel-Zusatzchip realisiert. Das Besonderen an dem Chip ist, dass dieser auch Thunderbolt 3 unterstützt und damit deutlich höhere Übertragungsraten als den eigentlich USB-3.1-Standard bietet. Während die meisten Mainboards auf Zusatzchips mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 10 GBit/s setzen um den USB-3.1-Gen2-Standard zu erfüllen, bieten die USB-Typ-C-Anschlüsse auf dem SuperCarrier mit dem Thunderbolt-3-Standard eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 40 GBit/s und können auch für den Anschluss von Monitoren verwendet werden. Auf einem USB-3.1-Gen2-Anschluss mit Typ-A-Stecker muss allerdings verzichtet werden.

Gigabit-LAN-Anschlüsse von Intel und 5Gbit/s-Anschluss von Aqunatia

Das Z2270 SuperCarrier nimmt als Flaggschiff der Mainboard-Serie von ASRock auch eine Pionier-Position ein. Anstatt auf einen handelsüblichen Gbit-LAN-Anschluss zu setzen, sind auf dem Mainboard gleich drei Netzwerkkarten verbaut. Zwei der LAN-Anschlüsse sind mit handelsüblichen I211AT-Chips versehen, welche von Intel stammen und sich zusätzlich per Teaming als ein 2 Gbit/s-Anschluss ansprechen lassen.

Das Highlight stellt aber die 5 Gbit/s-Lösung von Aqauntia mit einem AQC108-Chip dar. Der LAN-Anschluss ist zwar nicht mehr 10 Mbit/s-fähig und kann nicht mehr in sehr langsamen Netzwerken verwendet werden, dafür unterstützt der Chip Netzwerke neben 100 und 1.000 Mbit/s auch Netzwerke mit 2,5 oder 5,0 Gbit/s. Leider fehlt und aktuell noch die nötige Peripherie um die Netzwerkkarte ausgiebig zu testen.

AURA RGB-LED-Beleuchtung

Die RGB-Beleuchtung ermöglicht es die genaue Einstellung der verbauten RGB-LEDs über eine Software sowie das UEFI des Mainboards. Insgesamt verfügt das Z270 SuperCarrier über fünf verschiedenen Lichtquellen. Vier der RGB-LEDs sind um die Kühler und der I/O-Abdeckung angelegt, die fünft RGB-LED ist für die Beleuchtung der Soundabdeckung zuständig. Des Weiteren ist auf dem Mainboard noch ein RGB-Header für den Anschluss eines LED-Streifens zu finden.

WiFi- und Bluetooth-Karte Intel Dual-Band Wireless-AC 3160

Als weiteres Feature wird das ASRock Z270 SuperCarrier mit einer Intel-WLAN- und Bluetooth-Karte ausgeliefert. Unterstützt wird der neueste WLAN-AC-Standard im 2,4 und 5,0-GHz-Band. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit wird mit 433 MB/s angegeben. Zusätzlich stellt die M.2-Steckkarte den Bleutooth-4.0-Standard mit High-Speed-Class-II zur Verfügung.

Hyper BCLK-Engine II

Mit der Hyper-BCLK-Engine II auf dem Mainboard soll eine bessere Übertaktbarkeit des Basis-Taktes erreicht werden. Mit einem eigenen Taktgeber müssen nicht alle Komponenten übertaktet werden, sondern der Basis-Takt der CPU kann alleine angehoben werden. Dies erlaubt in der Theorie eine stärkere Übertaktung der CPU. Die Hyper BCLK-Engine II richtete vor allem an Extreme-Overclocker die das absolute Maximum aus ihrer CPU herausholen möchten. Erfahrungsgemäß benötigt auch die Übertaktung über einen speziellen Taktgeber sehr viel Zeit und Geduld um optimale Ergebnisse zu erzielen.

I/O-Panel und Anschlüsse

Das auffälligste an dem I/O-Panel des ASRock Z270 SuperCarrier sind die drei LAN-Anschlüsse, welches das Mainboard eher als Server-Variante auszeichnen könnte, anstatt als Consumer-Mainboard. Der rot markierte Anschluss stellt dabei den 5-Gbit-LAN-Port dar. Die sechs USB-Typ-A-Ports arbeiten, trotz den unterschiedlichen Farben. Die beiden USB-Typ-C-Anschlüsse arbeiten mit dem Thunderbolt-3-Standard und sind zudem USB-3.1-Gen2 kompatibel. Für die Ausgabe der internen Grafikeinheit steheben neben den USB-Typ-C-Anschlüssen auch noch ein HDMI- und ein Display-Port zur Verfügung. Die Soundkarte bietet fünf Audiojacks mit vergoldeten Anschlüssen sowie ein SPDIF-Anschluss.

  • 2 x Antenna Ports
  • 1 x PS/2 Mouse/Keyboard Port
  • 1 x HDMI Port
  • 1 x DisplayPort 1.2
  • 2 x Intel® Thunderbolt™ 3 (Compatible with USB 3.1 and USB-C Display)
  • 1 x Optical SPDIF Out Port
  • 2 x USB 2.0 Ports (Supports ESD Protection (ASRock Full Spike Protection))
  • 4 x USB 3.0 Ports (Supports ESD Protection (ASRock Full Spike Protection))
  • 3 x RJ-45 LAN Ports with LED (ACT/LINK LED and SPEED LED)
  • 1 x Clear CMOS Switch
  • HD Audio Jacks: Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Microphone (Gold Audio Jacks)

Boardanschlüsse

  • 1 x COM Port Header
  • 1 x TPM Header
  • 1 x Power LED and Speaker Header
  • 1 x AURA RGB LED Header
  • 1 x CPU Fan Connector (4-pin)
  • 1 x CPU Optional/Water Pump Fan Connector (4-pin)
  • 3 x Chassis Optional/Water Pump Fan Connectors (4-pin)
  • 1 x 24 pin ATX Power Connector (Hi-Density Power Connector)
  • 1 x 8 pin 12V Power Connector (Hi-Density Power Connector)
  • 1 x 6 pin 12V Power Connector (Hi-Density Power Connector)
  • 1 x Front Panel Audio Connector (15µ Gold Audio Connector)
  • 1 x Right Angle Front Panel Audio Connector
  • 2 x USB 2.0 Headers (Support 4 USB 2.0 ports) (Intel® Z270) (Supports ESD Protection (ASRock Full Spike Protection))
  • 2 x USB 3.0 Headers (Support 4 USB 3.0 ports) (ASMedia ASM1074 hub) (Supports ESD Protection (ASRock Full Spike Protection))
  • 1 x Vertical Type A USB 3.0 (Intel® Z270)
  • 1 x Dr. Debug with LED
  • 1 x Power Switch with LED
  • 1 x Reset Switch with LED
  • 1 x XMP Switch


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