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Test: MSI A75MA-G55 und Gigabyte A75-UD4H (9/9)

Fazit

Zwei FM1 Mainboards mit AMD A75 FCH haben wir getestet. Es handelt sich jeweils um das Beste, was Gigabyte und MSI für AMDs APUs aufzubieten haben. Und trotzdem könnten die Mainboards kaum unterschiedlicher sein. Die Philosophie der beiden Hersteller erweist sich als vollkommen unterschiedlich.

Fangen wir bei Gigabyte an. Das A75-UD4H kommt im vollen ATX-Format daher und ist sehr üppig ausgestattet. Insgesamt acht USB 3.0 Anschlüsse sind hier möglich, jeder Monitor oder Fernseher kann über die vier gängigen Anschluss-Standards (DVI-D, D-Sub, HDMI, DisplayPort) mit der APU verbunden werden.

Darüber hinaus bietet das Gigabyte A75-UD4H CrossFireX-Unterstützung auf eine Art, die tatsächlich Sinn macht und so das Board von vielen anderen Sockel FM1 Platinen unterscheidet. Die 8+2 Phasen Spannungsversorgung ist ein Hinweis darauf, dass Gigabyte auch in Sachen Tweaking nur das Beste im Sinn hat. Ein rundum-zufrieden-Paket ist es, das Gigabyte da für AMDs Lynx-Plattform geschnürt hat.

Gigabyte A75-UD4H und MSI A75MA-G55

Einen ganz anderen Weg schlägt MSI mit dem A75MA-G55 ein. Die kompakte µATX Bauweise kann ein erster Hinweis darauf sein, wo MSI sein Mainboard gerne sehen würe: HTPCs und günstige Office- oder Multimedia-PCs. Die Ausstattung ist dank AMDs A75 FCH vergleichsweise mit bis zu vier USB 3.0 Anschlüssen und sechs SATA III Ports immer noch gut. An Gigabytes A75-UD4H reicht es aber lange nicht heran.

Und das soll es mit Sicherheit auch gar nicht, schließlich ist es über 30 Euro günstiger und wendet sich dadurch eher an Budget-orientierte Anwender. Das A75MA-G55 bringt eigentlich alles mit, was in der Geräteklasse für HTPCs erstrebenswert ist; einzig die Sound-Lösung ist in dieser Hinsicht suboptimal, ein SPDIF Ausgang am I/O-Panel wäre für einen solchen Einsatzort wahrlich keine überflüssige Ausstattung gewesen. Ihn über ein optionales Bracket nachzurüsten kostet Kunden mit Bedarf zusätzlich Geld.

Und so muss festgehalten werden, dass sich Gigabyte mit seinem aktuell 106 Euro teuren A75-UD4H anschickt, hohe und höchste Ansprüche an ein Mainboard für die Lynx Plattform zu erfüllen. MSI hingegen zielt beim A75MA-G55 für preiswerte 72 Euro auf diejenigen Anwender ab, denen eine Grundausstattung genügt, die gleichzeitig für wenig Geld aber ein qualitativ hochwertiges Mainboard erstehen möchten. In Sachen Leistungsfähigkeit können Interessenten ohnehin nichts falsch machen, in unseren Benchmarks begegnen sich die beiden Boards auf Augenhöhe.


Gigabyte A75-UD4H

MSI A75MA-G55

10.08.11 [jm]

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