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Gigabyte Aorus X370 Gaming 5 mit AMD Ryzen 7 1800X im Test (3/8)

Layout und Boardtechnik

Die Grundliegende Ausstattung des Gigabyte Aorus AX370-Gaming 5 mit AM4-Sockel entspricht weitgehend dem des Gigabyte Z270X-Gaming 5 mit Intel-Sockel LGA 1151. Die Nähe zu Intel-Board hat Gigabyte sicherlich absichtlich gewählt um das gleiche Zielpublikum anzusprechen. Das PCB des Mainboards ist wie bei Gigabyte üblich tief schwarz, während die ATX-Blenden-Abdeckungen in Weiß daherkommen. Die Kühler sind ebenfalls in einem schwarz-weißen Design gehalten und extrem hochwertig verarbeitet.

Die Kühler um den Sockel herum dienen zur Kühlung der 6+4-Spannungsversorgung. Gigabyte nutzt wie bei allen aktuellen Mainboards mit Ultra-Durable-Technologie Black-Solid-Caps, die mit einer Haltbarkeit von 10.000 Stunden angegeben werden.

Die Kühlkörper selbst sind ausreichend groß dimensioniert, mittels Einkerbungen wird die Oberfläche noch einmal vergrößtert. Wie bei fast allen aktuellen Mainboards der wirkt diese auch bei den AM4-Mainboards nicht sonderlich hochwertig, insbesondere wenn man sie mit den qualitativ sehr gut verarbeiteten Kühlkörpern vergleicht. Die Abdeckung sorgt aber für etwas mehr Stabilität auf den PCBs.

Die RGB-Beleuchtung des Gigabyte Aorus AX370-Gaming 5 erstreckt sich über das komplette Mainboard mit gleich mehreren LEDs. Für ein optisches Highlight sorgt dabei nicht nur der Leuchtstreifen direkt neben dem ATX-Steckers sondern insbesonderedie Beleuchtung der Zwischenräumen der RAM-Bänke. Zusätzliche LEDs finden sich auf der Abdeckung des Soundchips, unter zwei PCI-Express-x16-Slots sowie bei der Spannungsversorgung.

Die DDR4-Slots des Gigabyte Aorus AX370-Gaming 5 bieten bis zu 64 Gigabyte DDR4-RAM Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus. Offiziell unterstützt wird von der AM4-Plattform DDR4-RAM mit bis zu 2.667 MHz. Mittels Overclocking können bei dem Mainboard von Gigabyte aber auch Speicher mit bis zu 3.200 MHz benutzt werden. Offiziell wird das Landen von XMP-Profilen zwar eigentlich nicht unterstützt, das Gigabyte ermöglicht aber trotzdem die Profile zu laden und auch anzuwenden. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass die Module dann auch in diesem Modus laufen.

Der zusätzlicher 8-Pol-EPS-Stcker für die Stromversorgung der CPU befindet sich wie üblich bei den Kühlern, die um den Sockel herum platziert sind. Sowohl die Plastik-Abdeckung der I/O-Anschlüsse als auch die Kühler haben eine spezielle Aussparung, damit der Anschluss auch gut erreichbar bleibt.

Der Kühler für den X370-Chipsatz Mit Logo und Aorus-Schriftzug und ist sicherlich eines der Highlights des Mainboards was die Verarbeitung angeht. Interessant an der Ausführung des Kühler ist die Formgebung, denn der Kühler ist innen hol und daher wie ein O geformt um die Oberfläche zu maximieren.  Insgesamt fällt der Kühler auch relativ groß aus, was sich positiv auf die Hitzeentwicklung ausübt. Größere wärme Entwicklungen sind bei dem X370-Chipsatz von AMD daher nicht zu verzeichnen.

Auf dem Gigabyte Aorus AX370-Gaming 5 befindet sich ein M.2-Anschluss für eine SSD der mit den vollen vier PCI-Express-3.0-Lanes und einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 32 Gbit/s angebunden ist.

Für Erweiterungskarten und Grafikkarten stehen insgesamt sechs PCI-Express-Slots zur Verfügung. Die drei PCIe-x16-Slots sind mit der Steel-Armor speziell verstärkt, so dass auch die Verwendung von schwereren Grafikkarten in den Slots keinerlei Probleme macht. Bedingt durch die maximalen acht Lanes des X370-Chipsatzes im PCI-Express-2.0-Standards bieten die PCIe-x1-Slots, wie auch der unterste PCI-Express-x16-Slot nur den alten 2.0-Standard.

 Der untere PCIe-Express-x16-Slot wird elektronisch mit vier Lanes angebunden und ist nicht für die Verwendung einer Grafikkarte vorgesehen. Dieser Slot teilt sich die Lanes mit den anderen PCI-x1-Slots, sodass wenn alle PCIe-x1-Slots verwendet werden, dem unteren PCI-Express-x16-Slot nur noch zwei Lanes im PCI-Express-2.0-Standard zur Verfügung stehen.

Die beiden oberen PCIe-x16-Slots werden mit PCI-Express-3.0-Lanes versorgt, welche die Ryzen-CPUs bereitstellt. Bei der Nutzung nur einer Grafikkarte stehen dem ersten Slot die kompletten 16 Lanes zur Verfügung, bei der Verwendung von zwei Grafikkarten im SLI- oder CrossFire-X-Modus bietet jeder Slot nur noch acht Lanes.

 Für alle User, die das Mainboard offen betreiben wollen, befinden sich neben der ATX-Buchse OnBoard-Buttons für das Starten/Resetten des Mainboards, ein Overclocking-Button sowie ein CMOS-Reset-Knopf.

Zusätzlich für Overclocker befindet sich auf der unteren Kante des Mainboards noch zwei klassische Debug-LEDs für die einefach Auslesung von POST-BIOS-Codes. Ebenfalls kann an der unteren Kante noch ein BIOS-Switch, ein Header für weitere LED-Beleuchtung, USB-Anschlüsse und mehrere Lüfteranschlüsse gefunden werden.



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