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Gigabyte G1.Sniper A88X im Test (7/7)

Fazit

Der Anspruch des G1.Sniper A88X ist, ein Mainboard für Gamer zu sein und diesem Anspruch wird es insgesamt auch gerecht. Gigabyte hat an manchen Stellen auf überflüssigen Schnickschnack verzichtet, das G1.Sniper kommt sehr puristisch daher.

Mit zwei Ausnahmen jedoch: Bei der Ausführung der Audio-Komponenten hat sich Gigabyte richtig ins Zeug gelegt. Um den elektromagnetisch abgeschrimten Realtek ALC 898 Codec schart sich eine sehr hochwertige Gefolgschaft - von den Kondensatoren über den auswechselbaren OP-AMP und die Gain-Boost Switches hin bis zu den vergoldeten Buchsen ist alles nur vom feinsten. Auch ein USB-Port ist speziell auf Signalreinheit hin getrimmt, falls ein USB-Headset verwendet wird.

Die andere Ausnahme ist das aggressive Design aus pechschwarzem Grund, aus dem sich giftgrüne Akzente hervortun. Unterstützt wird das durch die LED-beleuchtete Trennlinie, welche die Abschottung des Audio-Bereichs auf dem PCB von den übrigen Komponenten markiert.

Gigabyte G1.Sniper A88X

Doch so golden das G1.Sniper an manchen Stellen auch glänzen mag, es ist auch Kritik anzubringen. Während der Umstand, dass die Beleuchtung nicht abschaltbar ist noch als Geschmacksfrage durchgehen kann, stößt die CrossFire X-Thematik dann doch übel auf. Das G1.Sniper ist realistischerweise nicht dafür geeignet, auch wenn es theoretisch möglich sein mag. Nur vier Lanes beim zweiten PEG-Slot mit Anbindung an den Fusion Controller Hub statt die APU direkt sind eines Mainboards mit Gaming-Anspruch nicht würdig. Ob CrossFire X mit einer APU überhaupt sinnvoll ist, steht dabei auf einem anderen Blatt: Noch ist nicht bekannt, was die "Kaveri" APUs für den Sockel FM2+ zu leisten im Stande sein werden - leistungsfähiger als "Richland" dürften sie aber mit Sicherheit sein.

Apropos: Bei der Leistung fällt das G1.Sniper A88X konstant in den Benchmarks minimal(st) zurück, was wir wiederum aber nicht als Anlass zu Kritik nehmen. Das UEFI ist noch jung und Gigabyte wird das im Schnitt fehlende Prozent garantiert mit weiteren Updates noch herauskitzeln. Wirklich gut macht sich das G1.Sniper A88X dagegen beim durchschnittlichen Energieverbrauch; es arbeitet effizient und tut sich besonders beim Idle-Wert positiv hervor.

Erhältlich ist das Gigabyte G1.Sniper versandkostenfrei für rund 103 Euro. Zuzüglich Versantkosten ist es für etwa 10 Euro weniger erhältlich. Ein durchaus stolzer Preis für ein Mainboard für AMDs APU-Plattform, der uns angesichts der soliden Wertigkeit des G1.Sniper A88X und der Kompatibilität zu den kommenden "Kaveri" APUs aber als angemessen erscheint.

Positiv

  • Hochwertige und variable Audio-Lösung
  • Solide Qualitätskomponenten verbaut
  • Energieeffizient
  • Zweimal 4-Pin PWM Anschlüsse für Gehäuselüfter
  • Gut sortiertes UEFI
  • Hervorstechendes Design
  • Geeignet für "Kaveri" APUs

Negativ

  • CrossFire X ist Augenwischerei
  • LED-Beleuchtung nicht abschaltbar

23.10.13 [jm]

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