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Gigabyte G1.Sniper Z97 Gaming-Mainboard im Test (7/7)

Fazit

Das G1.Sniper Z97 von Gigabyte ist wie schon das G1.Sniper Z87 ein besonders interessantes Gaming-Mainboard. Anders als die Sniper-Modelle früherer Generationen siedeln sich das G1.Sniper Z97/Z87 nicht im High-End-Segment an, sondern bietetn relevante Gaming-Funktionen zu einem erschwinglichen Preis. Mit der neuen Gaming-Serie ändert Gigabyte auch die Farbgebung auf das beliebte Rot und Schwarz. Wobei die roten Akzente vor allem auf den Kühlkörpern zu finden sind. Ansonsten sind sich die Z87 und Z97 Versionen doch recht ähnlich.

Bei dem G1.Sniper Z97 bietet Gigabyte ein Gaming-Mainboard-Pur. Ein stabiles Mainboard mit sehr gutem OnBoard-Soundchip und Verstärker und einem ebenfalls guten Netzwerkchip mit netter Software. Abgerundet wird das neue Gamer-Mainboard mit ein paar zusätzliche ausgereifte Overclocking-Funktionen.

Die Performance-Messungen zeigen, dass alle Z97- und Z87-Mainboard in etwa auf dem gleichem Niveau liegen. An manchen Stellen können die Mainboard durch Optimierungen des BIOS/CPU-Turbo seitens der Hersteller einen minimalen Performance-Gewinn erzielen, als relevant kann man diesen jedoch in der Praxis nicht einstufen. Er zeichnet sich mehr oder weniger nur in den Benchmarks ab.

Den wirklich einzigen Vorteil des Z97-Chipsatzes im Vergleich zum Vorgänger Z87, die Intel-RST-for-PCIe-Storage-Technologie bietet Gigabyte mit dem G1.Sniper Z97 nicht an. Das Mainboard bietet weder einen SATA-Express noch einen M.2-Anschluss. Angesichts der geringen Verbreitung von SATA-Express und der agressiven Preispositionierung des G1.Sniper Z97 lässt sich dieser Schritt nachvollziehen. Das Sniper Z97 kann man daher auch eher als eine Neuauflage des erfolgreichen Sniper Z87 ansehen.

Wer in den Genuss der Geschwindigkeit einer M.2-SSD kommen möchte, kann zudem auch auf eine PCI-Express-Slot-Variante wie die Plextor M6E PCIe-SSD zurückgreifen.

Wie für ein Gaming-Mainboard schon fast Pflicht, bietet auch das G1.Sniper Z97 einen Killer-Netzwerkchip der E2200-Serie. Der 1Gbit/s schnelle Anschluss kann durch eine gute Software sowie die dadurch ermöglichte Priorisierung von einzelnen Netzwerkzugriffen punkten. Die mitgelieferte Atheros-Software erlaubt es auch bei aktiven Downloads aus mehreren Quellen den Netzwerkfluss so zu leiten, dass auch gleichzeitig ein reibungsloses Online-Match möglich ist. Den eigentlichen Internetanschluss kann die Netzwerkkarte leider aber auch nicht verbessern.

Highlight des G1.Sniper Z97 ist definitiv die Soundlösung mit Creative Core 3D Soundchip. Kein anderes Board in dieser Preisklasse bietet derzeit eine ähnliche Soundlösung und selbst bei den Gigabyte Mainboards muss man als nächstes zum fast 300 Euro teuren Gaming G1 greifen um eine ähnliche Ausstattung zu bekommen. Anders gesagt, was den Sound angeht, ist dieses Board ziemlich einzigartig.

 

Mit einem Preis von gerade einmal 130 Euro setzt das Gigabyte G1.Sniper Z97 auf einen absoluten Kampfpreis und stellt zum Beispiel direkt gegen das gerade von uns getestete Fatal1ty Z97X Killer von ASRock. Beide Mainboards haben ihre Stärken, das G1.Sniper Z97 besitzt dabei klar die umfangreichere Soundlösung und bietet zudem die Abwärtskompatibilität zum PCI-Slot, während das Fatal1ty Z97X Killer bereits mit SATA-Express- und M.2-Port aufwarten kann.

Wer auf den M.2-Anschluss und SATA-Express verzichten kann, und ein aktzell gutes Gaming-Mainboard zu einem sehr fairen Preis sucht, der kommt am G1.Sniper Z97 quasi nicht vorbei. Kein anderes Board in dieser Preisklasse bietet derzeit eine derart "Gaming-Orientierte" Austattung für den PC-Gamer.

Positiv:

  • Gute Verarbeitung
  • Gute und sehr umfangreich ausgestatette Soundlösung
  • Austauschbare Operationsverstärker (OP-Amp)
  • Optischer und Coaxialer Digitalausgang
  • Einziges Board mit Creative Sound in der Preisklasse
  • Dezentes Design
  • USB-DAC-Port
  • Gute Netzwerksoftware / Killer-NIC
  • Sehr gutes UEFI/BIOS
  • Zwei PCI-Slots
  • Gigabyte App Center-Software
  • Attraktiver Preis

Negativ:

  • Kein SATA-Express-Anschluss oder M.2-Slot
  • Kleinere Bios Probleme (frühe Bios Version)


12.6.14 [ar]

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