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Gigabyte Z97X-SOC Force Overclocking Mainboard mit Intel Z97 im Test (4/8)

Besonderheiten

Das Z97X-SOC Force bietet eine Vielzahl von Besonderheiten in Hinblick auf Overclocking. Besonders hervorzuheben ist dabei die breite Auswahl an Software, welche das Übertakten vereinfacht und auch die sonstige Überwachung der verschiedenen Hardwarefunktionen darstellt.

Als Soundchip kommt der Realtek ALC1150 zum Einsatz, welcher über die Audio-Noise-Guard vom restlichen PCB abgeschirmt ist um Interferenzen vorzubeugen. Auf bsonders aufwendige Sound-Features, die bei den Gigabyte Sniper Modellen zu finden sind verzichtet man hier.

Das Gigabyte das Z97X-SOC Force richtet sich zwar an Overclocker nutzt aber dennoch den Atheros Killer E2201 Netzwerkchip von Qualcomm, der üblicherweise eher auf Gaming-Mainboards zu finden ist. Durch die übersichtliche und gute Software lassen sich über den Netzwerkchip einzelne Programme priorisieren, so dass beispielsweise Spiele und andere Gaming-Anwendungen einem Download oder Video-Stream vorgezogen werden.

Das absolute Highlight des Z97X-SOC Force von Gigabyte ist das OC-Touch-Panel. Auf diesem Panel beim ATX-Stecker auf dem Mainboard finden Overclocker alles was sie zum Übertakten benötigen. Viele der zusätzlichen Funktionen stehen dabei exklusiv Mainboards von Gigabyte zur Verfügung.

Das Panel hat sich im Vergleich zu dem Vorgänger-Modell nur leicht verändert. Die Anordnung wurde ein wenig optimiert und es sind einige Funktionen hinzugekommen. Das Panel erlaubt weiterhin das Übertakten des Prozessors während des laufenden Betriebs. Dabei stehen sowohl die Möglichkeit der BLCK-Anhebung, als auch der Multiplikator-Anhebung zur Verfügung. Vor den Overclocking-Buttons befinden sich noch mehrere Spannungsmesspunkte, welche via Multimeter die aktuellen Werte der VCore, VDIMM, PCHV, VRING, VIOD, VIOA, VAXG oder VSA ausgeben. Die Messpunkte sind als Kontakte und zusätzlich als Anschlüsse für kleine Messkabel vorhanden. Für jeden der 12 Messpunkte liegt dem Mainboard ein extra Messkabel bei.

Über und neben den Messpunkten befindet die Onboard-Switches. Der erste Schalter direkt neben den Messpunkten, welcher mit TGR gekennzeichnet ist, veranlasst den Prozessor direkt auf den kleinsten Multiplikator zu wechseln und diesen nicht anzuheben. Besonders praktisch ist dieser Schalter, da er sich auch während des Bootvorgans aktivieren lässt und später im Windows-Betrieb einfach wieder entfernen lässt und so die Multiplikator-Sperre aufzuheben. Ein Bootvorgang mit extremen Werten für LN2- und Dice-Sessions steht so kein zu hoch gewählter maximal Multiplikator mehr im Wege.

Der Switch neben dem CMOS-Reset-Knopf bietet die Möglichkeit zwischen dem verbauten Dual-Bios zu wechseln. Der letze Schalter bietet die schnelle Möglichkeit ein Fail-Safe-Boot der aktuell gewählten BIOS-Version zu laden und so einen durchgängigen Boot zu garantieren.

Neben den Switches liegen noch die restlichen Buttons, wie der weiße Reset-Button und ein CMOS-Clear-Button. Der DTB-Button startet das Mainboard direkt ins BIOS ohne dass eine Eingabe der Tastatur erfolgen muss. Ein sehr wichtiges Feature, da die BIOS-Startzeiten immer kürzer werden und man den Zeitpunkt um ins BIOS zu gelangen damit nicht verpassen kann. Der MEM_SAFE-Button erlaubt es das Mainboard mit Standard-Speichereinstellungen zu starten, ohne spezielle Einstellungen im BIOS vornehmen zu müssen.

Die PCI-Express-Switches und die neu eingeführt RAM-Switches lassen gezielt einzelne PCI-Express- oder RAM-Slots ausschalten um beispielsweise nur zwei, statt drei Grafikkarten gleichzeitig zu betreiben.

Neben dem Debug-LED-Display befinden Buttons befinden sich die eigentlich Overclocking-Buttons. Auch diese wurden im Vergleich zu dem OC-Touch-Buttons der Z87-Mainboard nicht verändert. Die ersten beiden +/--Knöpfe dienen der Einstellung des Prozessor-Multiplikators. Wobei zu erwähnen ist, dass die Übernahme der Einstellung prompt nach dem drücken erfolgt. Wenn die übrigen Spannungen nicht für höhere Taktraten ausgelegt sind, kann ein einfacher Druck auf den + Button bereits zum Absturz des Systems führen. Die daneben liegenden +/--Button sind für die Justierung des BLCKs des Mainboards. Der Gear-Button entscheidet dabei ob die Schritte in 1 MHz oder in 0,1 MHz erfolgen.

Der Turbo-Button stellt die einfachste Möglichkeit der Übertaktung des Mainboards dar. Mit der Verwendung dieses Buttons stellt das Mainboard ein XMP-Profil für die verwendeten RAM-Riegel ein und übertakteten den Prozessor auf 4,2 GHz. Für Anfänger die wohl beste Möglichkeit das System sichere und stabil auf einen schon akzeptablen Wert zu übertakten.

Der TAG-Button ermöglicht die Speicherung eines speziellen BIOS-Profils, welches sich durch einmaliges drücken, selbst bei einem CMOS-Reset, wiederherstellen lässt.

Neu auf dem Panel ist allerdings der OC-Ignition-Button direkt bei der OC-Touch-Leiste. Dieser Button erlaubt es, dass das Grundsystem weiterhin mit Strom versorgt wird, wie Beispielsweise für die Spannung der Lüfter auch wenn das eigentliche System heruntergefahren ist. Dies kann einem Cold-Bug beim übertakten des Prozessors im Minus-Bereich vorbeugen.

I/O-Panel

Das Back-Panel vom Gigabyte Z97X-SOC Force bietet ein Standard-Setup mit vielen USB-Ports. Neben sechs Klickesteckern und optischem Ausgang für Audio gibt es HDMI, D-Sub, DVI und einen DisplayPort für die interne Grafik der CPU. Vier USB-2.0- und vier USB-3.0-Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden. Dazu gesellen sich auch noch der Gigabit-LAN-Anschluss des E2201-Killer-Netzwerkchips und ein PS/2-Port.

Da der LAN-Anschluss des Z97X-SOC Force vom Killer-Netzwerkchip stammt, wird die Intel-Smart-Connect-Technologie nicht unterstützt.

Die IO-Panel-Anschlüsse:

  • 4 x USB 2.0/1.1 Ports
  • 1 x D-Sub
  • 1 x DVI
  • 4 x USB 3.0/2.0 Ports
  • 1 x HDMI Port
  • 1 x optical S/PDIF Out
  • 1 x HDMI Port
  • 1 x Displayport
  • 1x PS/2-Port
  • 1 x RJ-45 Port
  • 6 x Audio Jacks (Center, Subwoofer Speaker Out, Rear Speaker Out, Line In/Mic In, Line Out, Headphone)

Boardanschlüsse

Die internen Anschlüsse des Z97X-SOC Force sind über das ganze PCB des Mainboard verteilt und sehen wie folgt aus:

  • 1 x 24-pin ATX main power connector
  • 1 x 8-pin ATX 12V power connector
  • 1 x 4-pin ATX 12V power connector
  • 1 x OC PEG power connector
  • 1 x SATA-Express connector
  • 6 x SATA 6Gb/s connectors
  • 1 x CPU fan header
  • 1 x water cooling fan header (CPU_OPT)
  • 6 x system fan headers
  • 1 x front panel header
  • 1 x front panel audio header
  • 1 x S/PDIF Out header
  • 1 x S/PDIF In header
  • 1 x USB 3.0/2.0 headers
  • 1 x USB 2.0/1.1 headers
  • 1 x USB 2.0/1.1 ports
  • 1 x serial port header
  • 1 x Clear CMOS jumper
  • 1 x power button
  • 1 x reset button
  • 1 x Clear CMOS button
  • 1 x Gear button
  • 1 x OC Turbo button
  • 1 x OC Tag button
  • 1 x CPU BCLK Down button
  • 1 x CPU BCLK Up button
  • 1 x CPU Ratio Down button
  • 1 x CPU Ratio Up button
  • 1 x Memory Safe button
  • 1 x Settings Lock button
  • 1 x Direct to BIOS button
  • 1 x OC Trigger switch
  • 1 x OC PCIe switch
  • 1 x Clear Battery button
  • 2 x BIOS switches
  • 1 x onboard voltage measurement module

Das Z97X-SOC Force von Gigabyte nutzt für die SATA-Ports alle Anschlüsse des Z97-Chipsatz und verzichtet auf einen zusätzlichen Chip für mehr Anschlüsse. Insgesamt sechs SATA-6-Gbps-Ports zur Verfügung stehen.

Eine der Neuerungen des Z97-Chipsatz im Vergleich zu dem Z87-Chipsatz ist die Bereitstellung der Intel-RST-for-PCIe-Storage-Technologie. Durch diese Technik können Hersteller die neusten SATA-Technologie wie den M.2-Port oder SATA-Express auf ihren Mainboard platzieren.

Bei dem Z97X-SOC Force entschließt sich Gigabyte für den SATA-Express-Port und verzichtet auf einen M.2-Anschluss. Wenn ein SATA-Express-Gerät angeschlossen wird werden zwei SATA-6-Gbps-Ports dafür verwendet. Der SATA-Express-Port ist mit maximal zwei Lanes des PCI-Express-2.0-Standards angebunden und bietet so eine Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s.

Als besonderes Feature bietet das Mainboard noch zwei zusätzliche USB-2.0-Ports welche nach vorne zeigen. Diese beiden Ports sind besonders für Overclocker interessant, welche ihre Peripherie-Geräte wie Maus und Tastatur nicht umständlich am Backpanel anschließen müssen. Jeder der über einen offenen Gehäuseaufbau verfügt dürfte sich über diesen beiden zusätzlichen Ports freuen.



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