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MSI Z170A Gaming M5 im Test (4/8)

Overclocking

Das Übertakten der Mainboards mit Sockel LGA 1151 und Z170-Chipsatz gestaltet sich sehr ähnlich, wie das Übertakten der Vorgängergeneration. Mit dem Core i5-6600K und Core i7-6700K bietet Intel derzeit nur Prozessoren mit einem offenen Multiplikator an, weshalb sich das Overclocking relativ einfach abläuft.

Erstmals seit der Clarkdale-Generation mit Sockel LGA 1156, ist es auch wieder möglich den BCLK-Takt des Mainboards unabhängig in 1 MHz Schritten von den PCIe-Takt anzusteuern. Für die Prozessoren mit offenen Multiplikator ist das Übertakten mittels BCLK allerdings nur bedingt zu empfehlen. Zwar lassen sich so noch feinere MHz-Schritte einstellen, oftmals wird das System aber dennoch schnell instabil. Für unseren kurzen Overclocking-Test des MSI Z170A Gaming M5 beschränken wir uns aus Zeitgründen auf das Overclocking mittels Multiplikator des Prozessors.

Mit einer ausreichend guten Spannungsversorgung eignet sich das Mainboard auch gut zum Übertakten des Prozessors. Die POST-BIOS-LEDs sowie ein aufgeräumtes UEFI tragen dazu bei, dass das Overclocking auch Spaß macht. Allerdings fehlt dem MSI Z170A Gaming M5 ein CMOS-Reset-Knopf, welcher oftmals vermisst wird, wenn Einstellungen nicht mehr geladen werden können. Über einen Jumper, lassen sich die Einstellungen natürlich wieder löschen, viele Mainboards bietet auf der Rückseite oder auf dem PCB allerdings einen extra Knopf für diese Funktion. Die komplette Gaming-Serie mit Z170-Chipsatz von MSI bietet zwar viele Möglichkeit für das Overclockings, spezielle Hardware-OC-Features wie Onboard-Taster finden sich aber nur auf den ganz großen Modellen.

In unserem ersten Test konnten wir den Core i7-6700K bereits mit 4,8 GHz noch in das Betriebssystem booten. Wirklich stabil lief das System dann mit 4,7 GHz und 1,35 Volt. Die Spannung von 1,35 Volt ist für den Prozessor kein Problem, auch die Hitzeentwicklung hielt sich in Grenzen. Je nach Prozessorgüte variiert der erreichte Overclocking-Takt, weshalb unsere Werte nicht repräsentativ für andere CPU sind.

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DDR4 Speicher

Kleine Probleme hat das M5 mit unserem DDR4-Testspeicher. Wir verwenden für unseren Test den neuen sehr schnellen G.Skill TridentZ 3200. Das MSI Board unterstützt ohne Ändern des Basistakts derzeit nur Speicher mit bis zu 3100 MHz, stellt man das BIOS auf 3200 MHz oder lädt das XMP Profil, so bootet der PC nicht.

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Da der DDR4-Standard auf der Z170 Plattform noch brandneu ist, gehen wir davon aus das MSI baldige Kompatibilität mit schnelleren Modulen nachreichen wird ist. Mit  Werten bis 3100 MHz werden sich die meisten DDR4-Module Problemlos betreiben lassen. Wer allerdings hochwertigen OC-Speicher verwenden möchte, muss mit Manuellen Einstellungen ran. MSI gibt für das Z170A Gaming G5 einen maximalen Speichertakt von bis zu 3.600 MHz mit Overclocking an.

BIOS / UEFI

Das UEFI Click BIOS 5 des MSI Z170A Gaming M5 ist sehr aufgeräumt und in der Basisansicht auf die wichtigsten Funktionen beschränkt. Über die F7-Taste lässt sich der Expert Modus aktivieren der mit allen Funktionen der Vorgängergeneration bestückt ist.

Insgesamt ist es MSI gut gelungen den Spagat zwischen Funktionsumfang und Übersichtlichkeit zu schaffen. Anfänger können das Board nutzen ohne die Advanced-Funktionen zu meistern. Bereits nach wenigen Minuten lässt sich die UEFI-Oberfläche intuitiv bedienen.

Über den Hardware-Monitor lässt sich sofort die Temperatur des Mainboards einsehen und über den Smart-Fan-Mode können auch die Lüfter über die Temperaturentwicklung steuern. In die Lüftersteuerung auf den neuen Mainboards hat MSI noch einmal mehr Aufwand gesteckt, als in die bisher schon gute Steuerung bei den Z97 Boards.

Etwas schwächer fällt dafür das "Overclocking-Profil" aus. MSI bietet nur jeweils eine OC-Voreinstellung für den Core i5-6600K und Core i7-6700K. Der Intel Core i5-6600K wird bei der Game-Boost-Funktion auf 4,1 GHz übertaktet, während der Core i7-6700K auf 4,4 GHz hochgeschraubt wird. Beide Werte können auch mittels manuellem Overclocking einfach erreicht werden. Neben der Game-Boost-Funktion können natürlich auch eigen Overclocking-Profile gespeichert und geladen werden.



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